Stockt Fusion mit CA Immo?

Die seitens unserer Immofinanz angestrebte Fusion mit der CA Immo geriet unserer Wahrnehmung nach in den letzten Monaten etwas ins Stocken. Die jüngsten Aussagen der CA Immo selbst,

http://derstandard.at/2000054630127-166/CA-Immo-Immofinanz-Fusion-nur-mit-ueberzeugendem-Angebot

Vor diesem Hintergrund wäre es für uns Aktionäre hilfreich, eine klare bzw. aktualisierte Einschätzung zu diesem Vorhaben kundzutun. Die Bilanzpressekonferenz am 7. April wäre eine gute Gelegenheit dafür.

 

Offener Brief von Petrus Advisers (K. Umek)

Bereits mehrmals ließ der Finanzinvestor Petrus Advisers (CEO Klaus Umek) seinen Unmut über die aktuelle Performance unserer Immofinanz kund tun – jeweils über das Branchenmedium www.derboersianer.com .

Nun artikuliert der Investor seine Kritik auch in der breiteren Öffentlichkeit und wählte dafür den Weg eines großflächigen Inserates in der heutigen „Presse“. Zumal wir den Kern der Kritikpunkte teilen und wir jene Punkte, die wir etwas anders sehen, durchaus als legitime Position ansehen, hoffen wir, dass Petrus Advisers nichts dagegen haben, diesen offenen Brief auch auf unserer Website zum Zwecke der noch weiteren Verbreitung publizieren:

Es freut uns, dass das fundamentale Problem unserer Immofinanz – nämlich die von Alt-CEO Zehetner zu verantwortende Russlandlastigkeit des Unternehmens, auch von anderen Aktionärskreisen als Kernproblem angesehen wird.

Wir unterstützen daher voll und ganz die in diesem offenen Brief angestellte Diagnose. Russland ist DAS Problem unserer Immofinanz! Bezüglich Zeitpunkt des Abverkaufes fordern wir aber ein, darauf zu achten, nicht wieder einen völlig ungeeigneten Zeitpunkt dafür zu wählen. (Wie es etwa bei der BUWOG mehrmals passiert ist) – da unterscheidet sich unsere Forderung von der Petrus-Forderung in Nuancen.

Die Leerstandsproblematik (Büro) unserer Immofinanz ist evident und wurde mehrmals auch auf unserem Blog kritisiert. Es gibt zwar in Deutschland, Österreich und Rumänien leichte Anzeichen der Besserung. Aber nach wie vor hinkt man den Branchenwerten hinterher. Auch hier deckt sich die Petrus-Diagnose mit der unseren.

Die Forderung nach einem Übernahmeangebot an die freien CA-Immo-Aktionäre von EUR 23,50 ist verständlich und könnte dem aktuellen Management unter Dr. Schumy noch auf den Kopf fallen – denn wir haben immer kritisiert, dass wir den damaligen Kaufpreis von 23.5 pro Aktie als für deutlich zu hoch empfanden. Die Forderung nach „gleichem Recht für alle“ ist aber mehr als verständlich.

Der geforderte Aktienrückkauf wurde ja bereits gestern angekündigt. Wir sehen das ambivalent. Richtig gemacht, kann er definitiv positive Auswirkungen haben – eine Umsetzung a la Zehetner würde aber einmal mehr bedeuten: Außer Spesen nichts gewesen.

Abschließend deponieren wir noch einmal ausdrücklich diese Aktionärsaktivität von Klaus Umek – auch wenn wir in einzelnen Punkten etwas abweichende Ansichten haben. Den Kern der Kritik teilen wir jedenfalls!

 

Neues Rückkaufprogramm

Heute kündigte das Management unserer Immofinanz nach längerer Zeit wieder ein Aktienrückkaufsprogramm an.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/ad-hoc-meldungen/immofinanz-ag-beschliesst-aktienrueckkaufprogramm-1-2017/ID13213

Demnach sollen ab 20. März bis zu 20 Millionen Stück Immofinanz-Aktien zurückgekauft werden.

Unter bestimmten Voraussetzungen können derartige Rückkäufe sinnvoll sein. So sollten sie – in der Theorie – jedenfalls einen kurssteigernden Effekt haben. Es gibt jedoch vermehrt Anzeichen, dass dieser Effekt heute nur noch selten eintritt, bzw wenn überhaupt, eher nur kurzfristigen Effekt hat. Wir dürfen an dieser Stelle die Lektüre des folgenden Artikels empfehlen:

Aktienrückkauf ist kein Allheilmittel

Jedenfalls hatte unsere Immofinanz mit den noch unter Alt-CEO Zehetner durchgeführten Rückkäufen kein Glück. Wir hoffen, dass das nun – vor dem Hintergrund einer sicherlich gestiegenen Professionalität – anders ist.

 

S Immo kauft Immofinanz Aktien

Das stets gut informierte Börsenmagazin „der Börsianer“ berichtet, dass die S Immo kräftig bei CA Immo und unserer Immofinanz zukauft. Das Magazin spekuliert sogar damit, dass bald die Meldeschwelle überschritten wird.

Anlagenotstand: S Immo kauft Aktien der Immofinanz

Eine interessante Entwicklung. Kann sein, dass sich hier bald neue Player formieren, denn auch Der Invoestor Umek hat sich bereits mehrmals zu Wort gemeldet. Wir halten Sie, geschätzte Leser, auf dem Laufenden.

 

Zehetner-Altlast Immoeast

Der heutige KURIER berichtet, dass das Management unserer Immofinanz neben zahlreich bereits beendeten Zivilverfahren eine weitere juristische Altlast von Problem-CEO Eduard Zehetner beseitigen möchte: Die Abfindung von bei der Verschmelzung zwischen Immofinanz und Immoeast damals benachteiligter Immoeast-Aktionäre.

https://kurier.at/wirtschaft/immofinanz-frueheren-immoeast-aktionaeren-winkt-ordentliche-millionen-nachzahlung/249.298.530

Diese Fusion im Jahr 2010 hatte Zehetner ebenso zu verantworten, wie den nun fast sieben Jahre andauernden Rechtsstreit mit Immoeast-Aktionären. Einzige Gewinner einmal mehr: Die Anwälte.

Wir halten es auch hier für richtig, dass Dr. Schumy konsequent bemüht ist, juristische Streitereien endlich hinter sich zu lassen, damit endlich der Blick nach vorne frei wird.

 

Vermietung Rumänien

Leider hat es CEO Schumy auch nach knapp 2 Jahren noch nicht geschafft, die wesentlichsten Probleme die ihm Alt-CEO Zehetner eingebrockt und hinterlassen hat, zu lösen: Sie von Zehetner herbeigeführte Milliarden-Sackgasse Russland ist weiterhin ungelöst und das instututionelle Vertrauen in das Papier ist weiterhin – Stichwort Aktienkurs und Kursziele – äußerst gering.

An zwei Fronten hat Schumy aber das Ruder jedenfalls erfolgreich herumgerissen: Das ist zum einen sein Bemühen und sein Erfolg bei der Beendigung der sündteuren und hemmenden Zivilprozesse. Und zum anderen hat es das neue Management wirklich geschafft, die unter Zehetner immer dramatischer gewordene Leerstandsproblematik deutlich zu entschärfen. Es gab hier mehrere positive Nachrichten in den letzten Monaten, etwa in Deutschland oder auch in Österreich.

Diesbezüglich freuen wir uns über die jüngste Meldung, wonach man den Vermietungsgrad im Rumpfgeschäftsjahr deutlich – von 88 Prozent auf 94 Prozent steigern konnte.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/corporate-news/immofinanz-vermietete-im-rumpfgeschaeftsjahr-2016-ueber-80-000-m2-bueroflaeche-in-bukarest/ID13195

 

Gewinnen Institutionelle wieder Vertrauen zurück

Es ist zwar nur das nur wenig bekannte Medium „Börse-Express“, insofern muss man etwas vorsichtig sein, aber gemäß deren Analyse scheinen institutionelle Investoren langsam wieder etwas an Vertrauen in unsere Immofinanz zurückzugewinnen:

http://www.boerse-express.com/cat/pages/2868776/fullstory

Jedenfalls scheinen einige Fonds ihre Positionen seit Jahresbeginn etwas aufgestockt zu haben.

Es ist nur ein zartes Pflänzchen und das Aufstocken betrifft tendenziell die gesamte Immoaktien-Branche, aber immerhin: Wir nehmen es als vorsichtig positives Zeichen. Wir werden sehen, wie sich das mittelfristig auf die Kursziele und auf den Aktienkurs auswirkt.

 

Analysten der Baader Helvea: Kursziel steigt leicht

Nach monatelangem Zurechtstutzen unserer Immofinanz-Aktie gibt es zumindest einmal von einem Analysten – der deutschen Baader-Helvea – etwas positivere Nachrichten.

Es gibt für unsere Immofinanz zwar weiterhin keine Kaufempfehlung, aber immerhin steigt das Kursziel von EUR 1,50 auf EUR 1,80. Immer noch sehr tief. Aber es ist ein Lichtblick. Allerdings bleiben die Analysten vorsichtig und rechnen jedenfalls mit weiteren 200 Millionen Euro Abschlag des Russlandportfolios.

http://www.boerse-express.com/cat/pages/2867556/fullstory

 

Update Kursziele

Unsere Immofinanz tritt im Bereich der Kursziele zeit einigen Wochen auf der Stelle. Die Kursziele der Analsysten haben sich in den letzten 3 Monaten nicht verbessert – wenigstens konnte die unter Alt-CEO Zehetner durch zahlreiche Fehlentscheidungen und fragwürdig-emotionale Auftritte eingeleitete Abwärtsspirale vorerst eingedämmt werden. Das ist ein kleiner Hoffnungsschimmer:

Durchschnittlich bewegt man sich nach wie vor nur knapp über der 2 Euro-Marke – das ist überaus trist, wenn der innere Wert der Aktie (Net asset value, NAV) herangezogen wird. Der ist laut dem letzten Quartalsbericht Q2 derzeit bei EUR 3,14 ! Von Aufholprozess kann nach wie vor keine Rede sein. Es scheint, als warteten die Analysten auf große Entscheidungen zu Russland. Wir hoffen ebenfalls, spätestens im heuer früher erscheinenden Geschäftsbericht (Rumpfjahr) klare Aussagen zu bekommen.

 

Berichterstattung im aktuellen „Trend“

Der aktuelle „Trend“ (Ausgabe Nr 5/2017) greift angesichts der tristen Lage unserer Immofinanz eine ganze Reihe von uns seit langem artikulierter Themen auf. Der geschätzte Journalist dürfte sich bei der Recherche recht intensiv mit unserem Blog beschäftigt haben.

So werden im überaus informativen Artikel „Russisches Roulette“ (Print, noch nicht online)  folgende Sachverhalte thematisiert:

  • Dramatischer Kursverlust unserer Immofinanz:
    • „Die Aktionäre des heimischen Immobilienkonzerns Immofinanz haben wenig zu lachen. Während alle anderen Immobilienaktien in Österreich schon länger eine überdurchschnittliche Performance zeigen, geht es mit deren Aktie bergab“ Der Artikel verweist auf die Mitbewerber Conwert, S-Immo und CA-Immo. Unseren diesbezüglichen Blogeintrag finden Sie hier.
  • Des weiteren wird die jüngste Wandelanleihe kritisiert. Den Blogeintrag darüber und den folgerichtigen Kurssturz finden Sie hier.
  • Die Unmutsäußerungen des Investmentbankers Klaus Umek (Petrus Advisors) haben die Leser unseres Blog hier auch bereits gelesen.
  • Das Russland-Portfolio mit dem weiteren möglichen Abwertungsbedarf wird im Artikel als größtes Problem ausgemacht – auch das sehen wir ebenso, wie Sie hier noch einmal nachlesen können.

Insgesamt freut es uns, wenn wir vermehrt von Journalisten als Anlaufstelle und Recherchegrundlage genutzt werden. Noch mehr würde es uns allerdings freuen, wenn der Kurs der Aktie – wie es auch der Autor des Artikels erhofft – endlich nach oben gehen würde.