Desaströse Kursentwicklung – greift Klaus Umek ein?

Wie das Branchenblatt „Der Börsianer“ gestern berichtete, könnte „Petrus Advisors“ rund um Investmentbanker Klaus Umek demnächst den Druck auf das Management erhöhen.

Immofinanz im Visier: Klaus Umek will eingreifen

Herr Umek gehört nicht unserer Gruppe an. Aber uns ist jeder willkommen, der die Situation rund um unsere Immofinanz ähnlich wie wir sieht. Das dürfte hier teilweise durchaus der Fall sein.

Der Investor – so das Blatt – sei ungehalten, dass sich die Immofinanz so schlecht entwickle und die an sich gute CA-Immo zusätzlich in Geiselhaft genommen hat.

Aufmerksame Leser unseres Blog wissen: Wir sehen das ähnlich.

IVA Rasinger zu neuer Wandelanleihe

Wer die handzahmen Auftritte von IVA-Präsident Rasinger in den Hauptversammlungen kennt, wird einigermaßen überrascht sein, dass er angesichts der Bedingungen der neuen Wanelanleihe durchaus zu Kritik an unserer Immofinanz fähig ist.

https://aktien-portal.at/shownews.html?id=45615&s=Immofinanz-Immofinanz—Rasinger%3A-Umtausch-Angebot-nur-an-Fonds-%22%26%23228%3Brgerlich%22

Zwar verliert er kein Wort auf die traurig niedrigen Umtauschkurse als Manifest des Kursniedergangs unserer Immofinanz. Aber er moniert nicht ganz zu Unrecht, dass der private Streubesitz anders behandelt wird als institutionelle Anleger.

Zwar sind wir der Meinung, dass nach wie vor viel zu wenig getan wird um institutionelle Investoren für unser Papier zu interessieren (Wobei Kommunikation auch kein Wundermittel ist, wenn die Unternehmensstrategie in wesentlichen Fragen unattraktiv oder nicht erkennbar ist), allerdings sind aus unserer Sicht alle Aktionäre gleich zu behandeln.

Hier hat Rasinger recht. In diesem Sinne hoffen, wir dass er bei der nächsten Hauptversammlung in einigen Punkten kritischer gegenüber dem Management auftritt.

Neue Wandelanleihe – Manifest einer traurigen Situation

In der Nacht auf heute gab unsere Immofinanz die Begebung einer Wandelanleihe mit einer Laufzeit von 7 Jahren bekannt.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/ad-hoc-meldungen/immofinanz-ag-laedt-inhaber-der-eur-515-1-mio-wandelschuldverschreibung-2018-zur-abgabe-incentivierter-wandlungserklaerungen-ein-und-startet-angebot-fuer-neue-wandelschuldverschreibung-2024-ueber-eur-200-mio/ID13148

Die dort verlautbarten Bedingungen gekoppelt mit dem aktuell dramatisch niedrigen Kurs von lediglich EUR 1,70 ist ein Manifest einer dramatisch schlechten und traurigen Situation unserer Immofinanz.

Mit einem festgesetzten Wandlungspreis von unter 2,40 EUR rechnet das Management unserer Immofinanz offensichtlich damit, in den nächsten 7 Jahren nur überaus bescheiden zuzulegen.

Von einer Annäherung an den NAV dürfte man sich – so muss man diesen Wert unseres Erachtens eigentlich interpretieren – offensichtlich längst verabschiedet haben.

Mit großer Wut sehen wir abermals auf das Jahr 2015 zurück, als der unsägliche Alt-CEO Zehetner in Tateinheit mit dem Aufsichtsrat den Aktionären dringend abgeraten hat, das CA-Immo-Angebot von EUR 2,80 abzulehnen, weil es viel zu niedrig sei.

Eine unfassbare Täuschung und Fehlberatung. An einem Tag wie diesen wird einem das noch drastischer vor Augen geführt.

Dass heute der Kurs dramatisch einbricht (zu Beginn des Handelstages sogar zweistellig), ist leider keine Überraschung.

Auflösung der Aviso Zeta

Was im Rahmen der letzten Hauptversammlung unserer Immofinanz schon in die Wege geleitet wurde, kann jetzt als fix angesehen werden: Die Aviso Zeta, die „bad bank“ der ehemaligen Constantia Privatbank, wird aufgelöst.

http://www.boerse-express.com/pages/2851922/newsflow

Damit wird demnächst ein Kapitel abgeschlossen sein: Nahezu sämtliche Anlegerklagen und andere Zivilverfahren sind beigelegt – ein wirklicher Erfolg von CEO Schumy, der die diesbezügliche Politik von Alt-CEO Zehetner um 18ß Grad gedreht hat.

Begleitet von den unerträglichen Zehetner-Stammtischtönen war die Aviso Zeta jahrelang Sinnbild für Vergangenheitsbezogenheit und eine Goldgrube für Anwaltskanzleien. Diese sündteuren Aktivitäten gehören nun nahezu gänzlich der Vergangenheit an – Schumy hat den Blick nach vorne gerichtet. Wir halten das für ein wertvolles Signal an die Aktionäre!

Jänner 2017 – Update der Website

Geschätzte Leser, wir hoffen, Sie sind gut in das neue Jahr gestartet. Wir werden Sie auch im neuen Jahr wieder zu den Entwicklungen rund um unsere Immofinanz begleiten.

Seit unserem Start im November 2014 hat sich einiges getan – Katastrophen-CEO Zehetner ist mit Millionenbonus in die Pension verabschiedet – vieles von ihm Verschuldete liegt aber nach wie vor im Argen, obwohl es dem Nachfolger Dr. Schumy punktuell gelungen ist, eindeutig positive Akzente zu setzen.

Auch wenn wir uns erfreulicherweise längst nicht mehr so oft in Fundamentalopposition zum Management begeben müssen als zu Zehetner-Zeiten – wir haben nach wie vor das Gefühl, dass einiges Falsch läuft – und das werden wir auch im neuen Jahr aufzeigen. Vielen Dank für Ihre treue Unterstützung – wir freuen uns zum Wohle unserer Immofinanz auf unsere Arbeit.

Wir haben das neue Jahr zum Anlass genommen, die Unterseite „unsere Kritik“ mit einer aktualisierten Präambel zu versehen.

Herzlichst, Ihr Team von „unsere Immofinanz“.

Aktienkurs: Schlusslicht Immofinanz

Der aktuelle Quartalsbericht unserer Immofinanz bietet hinsichtlich der Performance der Aktie ein leider sehr vertrautes Chart:

Unsere Immofinanz hinkt weiterhin allen anderen Titeln und Indizes hinterher. Von Aufholprozess keine Spur. Das Loch, dass unter Alt-CEO Zehetner aufgerissen wurde, konnte unter CEO Schumy in den letzten 15 Monaten maximal stabilisiert werden.

Wir erhoffen uns für das neue Jahr, dass wir Aktionäre wieder bessere Nachrichten zu lesen bekommen.

Insgesamt dürfen wir für das Jahr 2016 kurz resümmieren:

Was hat uns gefallen:

  • Unter CEO Schumy folgen Worten stets Taten. Ein völliger Paradigmenwechsel im Vergleich zu Ankündigungsweltmeister und Umsetzungszwerg Zehetner. Wir teilen bei weitem nicht jede Maßnahme, aber durch Schumy kehrt für den Aktionär endlich wieder mehr Verlässlichkeit ein.
  • Der Stil Marktteilnehmern und Aktionären gegenüber hat sich gegenüber Stammtisch-CEO Zehetner ebenfalls drastisch verbessert.
  • Weitgehender Schlussstrich unter diverse Klagen und Zivilprozesse. Die Settlements mit Aktionären – aber auch mit Ex-Vorstand Gertner – sind uneingeschränkt positiv, da sie den Blick nach vorne ermöglichen und nicht nur Anwälte im Sold halten.
  • Die Kapitalmarktkommunikation – von uns lange kritisiert – hat sich in den letzten Monaten deutlich intensiviert. Das ist jedenfalls begrüßenswert. Unseres Erachtens geht hier aber noch mehr.

Was hat uns nicht gefallen:

  • zu teurer Erwerb der CA-Immo-Anteile. Wir halten den Preis dafür für deutlich zu hoch.
  • zu billiger Verkauf der BUWOG. Hier haben andere einen goldenen Schnitt gemacht – unsere Immofinanz leider nicht.
  • Zehetners Russland-Desaster weiterhin nicht gelöst. Trotz leichter Erholung der Rahmenbedingungen musste massiv abgewertet werden – neuerliche Abwertungen drohen. Wir hoffen, dass man wenigstens hier den richtigen Zeitpunkt für die Abspaltung/den Verkauf erwischt
  • Mehr als traurige Entwicklung der Zahlen und des Aktienkurses. Unsere Immofinanz bekommt zusehends ein Flop-Image.

Geschätzte Leser, wir bedanken uns für Ihre Treue und wir freuen uns, dass wir dieses Jahr mit konstant hohen – sogar neuerlich gestiegenen –  Leserzahlen aufwarten konnten. Bitte halten Sie uns auch im kommenden Jahr die Treue:

Mit den besten Wünschen für den Jahreswechsel. Wir sind im neuen Jahr in bewährter Weise wieder für Sie da.

 

Halbjahresbericht: operative Zahlen

Ein Blick auf die aktuelle Gewinn- und Verlustrechnung offenbart schonungslos die strukturellen Probleme unserer Immofinanz.

Die Mieterlöse sind einmal mehr rückläufig. Das große Problem ist, dass es sich dabei nicht um eine kurzfristige Problematik handelt, sondern um eine strukturelle Schwäche.

Wenigstens konnte im Like-for-like-Vergleich dieses mal die Abwärtsspirale in wesentlichen Teilmärkten gestoppt werden. War in den letzten Quartalen bei weitem nicht nur Russland von sinkenden Mieterlösen betroffen, scheint hier eine temporäre Stabilisierung eingetreten zu sein. Das Hauptproblem ist aktuell – im Unterschied zu früher – wirklich Russland. Und das Problem ist dramatisch. Die Mieteinnahmen in Russland sind auf ein All-Time-Low (unter 18 Millionen Euro) gesunken. Wir gehen daher zwingend von einer neuerlichen Abwertung des Russland-Portfolios zum Ende des Rumpfgeschäftsjahres aus. Das ist in einer Zeit, in der man sich von Russland trennen möchte, dramatisch!

 

Q2-Bericht: Leerstände

Die aktuellen Quartalszahlen unserer Immofinanz geben teilweise einigen Grund zur Besorgnis – allen voran die Situation in Russland, die sich in diesem Quartal noch einmal zugespitzt hat.

Allerdings sehen wir auch einige positive Entwicklungen – die Leerstandsentwicklung in den letzten Quartalen gehört dazu. Nachdem in der Ära Zehetner die Leerstandsraten immer größer wurden und sich immer weiter von den jeweiligen Marktdurchschnitten wegbewegten, ist unter Dr. Schumy sichtlich eine Trendumkehr gelungen.

Seit 3 Quartalen gehen die Leerstandsraten sichtlich zurück, wie an folgendem Chart in der Unternehmenspräsentation ersichtlich ist:

Positiv ist an dieser Stelle anzumerken, dass im Unterschied zu Ankündigungsweltmeister Zeheter die öffentlichen Aussagen von Dr. Schumy in der Regel auch halten. Sinkende Leerstände wurden in den letzten beiden Hauptversammlung jeweils angekündigt – Ankündigungen, die jeweils gehaltne haben.

Für das Ende des Rumpfjahres wird ein weiterer Sprung erwartet. Wir hoffen, dass dieses Ziel eintritt und man sich langsam wieder in Richtung Marktdurchschnitt bewegt. Bis dahin ist aber noch einiges aufzuholen.

 

Halbjahresbericht

Gestern nach Börsenschluss veröffentlichte unsere Immofinanz wie angekündigt die Halbjahreszahlen. Heute früh wurde dann auch der Quartalsbericht nachgeliefert.

Wir werden das Konvolut in den nächsten Tagen in gewohnter Weise für unsere Leser analysieren. Die überaus unbefriedigenden Zahlen waren leider im Rahmen unserer bescheidenen Erwartungen. Für andere Aktionäre dürften diese Zahlen aber dann doch überraschend gewesen sein – die Aktie unserer Immofinanz brach heute um 5 Prozent (!) ein.

Besonders düster sieht die Lage nach wie vor in Russland aus – und das, obwohl sich der Rubel sichtlich erholt hat und sich auch andere volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen langsam verbessern. Das in der mit dem Quartalsbericht mitgelieferten Präsentation präsentierte Russland-Chart sieht so aus.

Gegenüber den letzten desaströßen Monaten ist dieses Quartal eine erneute Ernüchterung. Um eine nochmalige deutliche Abwertung des Russlandportfolios wird man so kaum herumkommen. Kein Wunder, dass mit den Halbjahreszahlen wegen Russland auch die Fusion mit der CA Immo nach hinten verschoben wurde.

Abseits des von Dr. Zehetner hauptverschuldeten Russlanddesasters sehen wir auf den ersten Blick einiges an Schatten, aber auch etwas Licht.

Wir werden Sie in den Tagen vor Weihnachten noch in gewohnter Weise mit Analysen versorgen.

 

Weiterer Immobilien-Abverkauf

Gestern gab das Management unserer Immofinanz bekannt, sich von weiteren österreichischen Immobilien getrennt zu haben.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/corporate-news/immofinanz-verkauft-kleinteiliges-oesterreichisches-retail-spezialportfolio-und-setzt-konzentration-auf-kernbereiche-fort/ID13123

Immerhin 108.000 Retail-Quadratmeter wurden verkauft – offenbar um damit weiter die beiden Marken Vivo (sehen wir kritisch) und Stop Shop (sehen wir tendenziell positiv) voranzutreiben.

Interessant wäre einmal mehr, wie sich der Verkaufserlös im Vergleich zum Buchwert darstellt. Leider blieb man diese Information – wie relativ häufig in letzter Zeit – schuldig. Wir erhoffen uns hier spätestens im Geschäftsbericht Antworten.

Mit Spannung erwarten wir auch die kommenden Halbjahreszahlen bzw. den Halbjahresbericht am Montag. Wir werden in gewohnter Weise analysieren.