Gewinnen Institutionelle wieder Vertrauen zurück

Es ist zwar nur das nur wenig bekannte Medium „Börse-Express“, insofern muss man etwas vorsichtig sein, aber gemäß deren Analyse scheinen institutionelle Investoren langsam wieder etwas an Vertrauen in unsere Immofinanz zurückzugewinnen:

http://www.boerse-express.com/cat/pages/2868776/fullstory

Jedenfalls scheinen einige Fonds ihre Positionen seit Jahresbeginn etwas aufgestockt zu haben.

Es ist nur ein zartes Pflänzchen und das Aufstocken betrifft tendenziell die gesamte Immoaktien-Branche, aber immerhin: Wir nehmen es als vorsichtig positives Zeichen. Wir werden sehen, wie sich das mittelfristig auf die Kursziele und auf den Aktienkurs auswirkt.

 

Analysten der Baader Helvea: Kursziel steigt leicht

Nach monatelangem Zurechtstutzen unserer Immofinanz-Aktie gibt es zumindest einmal von einem Analysten – der deutschen Baader-Helvea – etwas positivere Nachrichten.

Es gibt für unsere Immofinanz zwar weiterhin keine Kaufempfehlung, aber immerhin steigt das Kursziel von EUR 1,50 auf EUR 1,80. Immer noch sehr tief. Aber es ist ein Lichtblick. Allerdings bleiben die Analysten vorsichtig und rechnen jedenfalls mit weiteren 200 Millionen Euro Abschlag des Russlandportfolios.

http://www.boerse-express.com/cat/pages/2867556/fullstory

 

Update Kursziele

Unsere Immofinanz tritt im Bereich der Kursziele zeit einigen Wochen auf der Stelle. Die Kursziele der Analsysten haben sich in den letzten 3 Monaten nicht verbessert – wenigstens konnte die unter Alt-CEO Zehetner durch zahlreiche Fehlentscheidungen und fragwürdig-emotionale Auftritte eingeleitete Abwärtsspirale vorerst eingedämmt werden. Das ist ein kleiner Hoffnungsschimmer:

Durchschnittlich bewegt man sich nach wie vor nur knapp über der 2 Euro-Marke – das ist überaus trist, wenn der innere Wert der Aktie (Net asset value, NAV) herangezogen wird. Der ist laut dem letzten Quartalsbericht Q2 derzeit bei EUR 3,14 ! Von Aufholprozess kann nach wie vor keine Rede sein. Es scheint, als warteten die Analysten auf große Entscheidungen zu Russland. Wir hoffen ebenfalls, spätestens im heuer früher erscheinenden Geschäftsbericht (Rumpfjahr) klare Aussagen zu bekommen.

 

Berichterstattung im aktuellen „Trend“

Der aktuelle „Trend“ (Ausgabe Nr 5/2017) greift angesichts der tristen Lage unserer Immofinanz eine ganze Reihe von uns seit langem artikulierter Themen auf. Der geschätzte Journalist dürfte sich bei der Recherche recht intensiv mit unserem Blog beschäftigt haben.

So werden im überaus informativen Artikel „Russisches Roulette“ (Print, noch nicht online)  folgende Sachverhalte thematisiert:

  • Dramatischer Kursverlust unserer Immofinanz:
    • „Die Aktionäre des heimischen Immobilienkonzerns Immofinanz haben wenig zu lachen. Während alle anderen Immobilienaktien in Österreich schon länger eine überdurchschnittliche Performance zeigen, geht es mit deren Aktie bergab“ Der Artikel verweist auf die Mitbewerber Conwert, S-Immo und CA-Immo. Unseren diesbezüglichen Blogeintrag finden Sie hier.
  • Des weiteren wird die jüngste Wandelanleihe kritisiert. Den Blogeintrag darüber und den folgerichtigen Kurssturz finden Sie hier.
  • Die Unmutsäußerungen des Investmentbankers Klaus Umek (Petrus Advisors) haben die Leser unseres Blog hier auch bereits gelesen.
  • Das Russland-Portfolio mit dem weiteren möglichen Abwertungsbedarf wird im Artikel als größtes Problem ausgemacht – auch das sehen wir ebenso, wie Sie hier noch einmal nachlesen können.

Insgesamt freut es uns, wenn wir vermehrt von Journalisten als Anlaufstelle und Recherchegrundlage genutzt werden. Noch mehr würde es uns allerdings freuen, wenn der Kurs der Aktie – wie es auch der Autor des Artikels erhofft – endlich nach oben gehen würde.

Verkauf BUWOG-Aktien

Gestern gab unsere Immofinanz einen beabsichtigten abermaligen Schnell-Verkauf von BUWOG-Aktien bekannt. Es handelt sich dabei um die letzten BUWOG-Aktien, die nicht zur Unterlegung der Wandelanleihen gebunden sind.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/ad-hoc-meldungen/immofinanz-ag-gibt-absicht-zum-verkauf-von-ca-4-5-millionen-buwog-ag-aktien-durch-ein-beschleunigtes-bookbuilding-verfahren-bekannt/ID13171

Kurze Zeit später war das Bookbuilding-Verfahren abgeschlossen. Für die 4,5 Millionen Aktien erlöste unsere Immofinanz rund 97 Millionen EUR, was einem Kurs von etwa 21,5 Euro entspricht.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/corporate-news/immofinanz-ag-gibt-erfolgreichen-abschluss-des-verkaufs-von-4-5-millionen-buwog-aktien-durch-ein-beschleunigtes-bookbuilding-verfahren-bekannt/ID13172

Damit bewegt man sich halbwegs im Rahmen des aktuellen Aktienkurses der BUWOG. Aus heutiger Sicht ist es dem Management im Unterschied zu früheren BUWOG-Manövern diesmal gelungen, einen akzeptablen Preis zu erzielen. Wir erinnern uns mit Schaudern an deutlich unterpreisige Verkäufe in den vergangenen 2 Jahren.

Nun hoffen wir, dass nicht wieder jener Fall eintritt, dass ein völlig falscher Zeitpunkt gewählt wurde und lediglich die Käufer der Aktien jubilieren konnten.

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

 

Verkäufe in Köln

Gestern gab unsere Immofinanz einen weiteren Immobilien-Abverkauf bekannt. Es handelt sich um das so genannte Friesenquartier in Köln, sowie um das gerade errichtete Hotel sowie unentwickelte Flächen des zweiten Bauabschnitts im Prestige-Objekt Gerling Quartier.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/corporate-news/immofinanz-verkauft-friesenquartier-sowie-zweiten-bauabschnitt-des-gerling-quartiers-in-koeln-an-quantum-und-proximus-deutschland-bleibt-wichtigster-wachstumsmarkt-im-buerobereich/ID13168

Einmal mehr wird mit der Portfoliooptimierung argumentiert, wonach etwa Hotels, Garagen oder eben auch Wohnungen nicht in das Retail- und Büroportfolio unserer Immofinanz passen.

Wir wundern uns, dass man – es ist nur eine Woche her – für Österreich sichtlich diese Argumente nicht verwendet. Hier gibt es einen Hotel-Bau sowie Wohnungsbauten.

Von entscheidender Bedeutung werden die Konditionen v.a. hinsichtlich des Gerling Quartiers sein. Wir erinnern uns an die exorbitanten Kostenüberschreitungen von 50 Millionen Euro aus dem letzten Geschäftsbericht.

Wir werden den Verkaufsprozess jedenfalls genau beobachten.

 

Kursbilanz Dr. Schumy

Bereits in unserem ersten Blogeintrag kritisierten wir anhand von Vergleichscharts die extrem schlechte Performance des Aktienkurses unserer Immofinanz mit der Peer Group. Wir wiederholten in der leidvollen Ära Zehetner diese Vergleiche und kamen jedesmal zum selben Ergebnis: Unser Unternehmen performte jeweils und ohne Ausnahme überaus unterdurchschnittlich – in der Regel war man Schlusslicht.

Auch in den offiziellen Publikationen unserer Immofinanz (Quartalsberichte bzw. Geschäftsberichte) zeigte sich ohne Ausnahme das selbe Bild.

Im Unterschied zu punktuellen inhaltlichen Verbesserungen der Ära Schumy (Weg von der Ankündigung hin zum Umsetzen, weitgehende Einstellung der sündteuren Zivilprozesse, wesentlich besserer Umgang mit Aktionären etc) ist doch eines gleich geblieben: Unsere Immofinanz ist weiterhin gefangen in einer beängstigenden Abwärtsspirale. Denn auch seit Amtsantritt CEO Schumy gibt es eine Konstante: Unsere Immofinanz als deutliches Schlusslicht. Während andere im Kurs deutlich zulegen, verliert unsere ohnehin schon abgehängte Immofinanz noch einmal deutlich.

Dieses Chart zeigt die Kursentwicklung seit Amtsantritt von Dr. Schumy in Relation zu heimischen Mitbewerbern. Ein trauriges Bild!

Besonders entmutigend ist, dass sich das Auseinanderdriften der Kursschere in den letzten Monaten noch einmal deutlich beschleunigt hat.

Nach wie vor vermissen wir – und wohl auch zahlreiche institutionelle Investoren – eine klare, präzise Strategie zu Russland. Wir vermissen ebenso einen klaren Fahrplan bezüglich der Fusion mit der CA Immo und wir orten eine diffuse Außendarstellung unseres Unternehmens hinsichtlich der Schwerpunktsetzung (Stichwort: Immofinanz baut wieder Wohnungen und Hotels)

 

 

Immofinanz baut Hotel – Strategie?

Mit einigem Erstaunen vernahmen wir letzte Woche, dass unsere Immofinanz in Österreich ein Hotel baut – 2019 soll am Wienerberg gemeinsam mit der Novum Hotel Group ein Hotel unter dem „Holiday Inn“-Label entstehen.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/corporate-news/novum-hotel-group-und-immofinanz-stellen-neue-hotel-landmark-in-wien-vor/ID13157

Wir maßen uns nicht an, zu bewerten, ob das wirklich ein zukunftsfähiger Standort für ein 200-Zimmer-Hotel sein kann. Wir haben allerdings unsere Zweifel.

Was uns allerdings einmal mehr stutzig macht ist die weitere Verwässerung der 2-Branchen-Strategie unserer Immofinanz. Bei jeder Hauptversammlung und in jeder Publikation wird die nunmehrige Fokussierung auf die Bereiche Retail und Büro geradezu gebetsmühlenartig betont.

Davon kann aber – speziell in Österreich – nicht die Rede sein. Zum einen werden Büroimmobilien und auch Retailobjekte verkauft, zum anderen werden Wohnungen und nun auch ein Hotel gebaut.  Diese strategische Diffusität lässt sicher nicht nur uns, sondern wohl auch so manchen Investor etwas ratlos zurück.

 

Wandelanleihe – Flop mit Anlauf

Kurz vor dem Wochenende gab das Management unserer Immofinanz per Ad Hoc Meldung die Annahmequote der Wandelanleihe an. Die Wandelschuldeigner sind der Einladung mehrheitlich NICHT (!) gefolgt. Die Annahmequote lag bei lediglich 43 Prozent.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/corporate-news/immofinanz-ag-bestaetigt-erfolgreiche-platzierung-der-2-wandelschuldverschreibungen-2024-mit-einem-volumen-von-eur-297-2-millionen-und-gibt-annahmequote-von-43-4-fuer-die-incentivierte-wandlungseinladung-fuer-4-25-eur-515-1-mio-wandelschuldverschreibung-2018-bekannt/ID13159

Das ist ein veritabler Bauchfleck dieser Maßnahme, der angesichts der sehr unattraktiven Konditionen für die Mehrzahl der Eigner allerdings wenig überraschend ist.

Diesem Flop ließen auch gleich die Analysten der Baader Helvea mit einem abermaligen Zurechtstutzen des Kursieles Taten folgen. Der massive Downgrade von 2 Euro auf EUR 1,50 ist die Quittung dafür.

 

Desaströse Kursentwicklung – greift Klaus Umek ein?

Wie das Branchenblatt „Der Börsianer“ gestern berichtete, könnte „Petrus Advisors“ rund um Investmentbanker Klaus Umek demnächst den Druck auf das Management erhöhen.

Immofinanz im Visier: Klaus Umek will eingreifen

Herr Umek gehört nicht unserer Gruppe an. Aber uns ist jeder willkommen, der die Situation rund um unsere Immofinanz ähnlich wie wir sieht. Das dürfte hier teilweise durchaus der Fall sein.

Der Investor – so das Blatt – sei ungehalten, dass sich die Immofinanz so schlecht entwickle und die an sich gute CA-Immo zusätzlich in Geiselhaft genommen hat.

Aufmerksame Leser unseres Blog wissen: Wir sehen das ähnlich.