Schumy-Interview

Dem Magazin „Börse Social“ stand CEO Schumy Rede und Antwort. Aus unserer Sicht lesenswert!

http://www.boerse-social.com/2017/09/18/immofinanz_schumys_plan_1

Über weite Strecken teilen wir die Aussagen von Dr. Schumy. Etwa lobt er sich zurecht für Strukturreformen innerhalb unserer Immofinanz (Stichwort Finanzierungsrestrukturierung). Auch teilen wir die Freude, dass der Kurs zuletzt etwas nach oben ging, wenngleich wir immer noch meilenweit vom NAV entfernt sind.

Allerdings hätte Dr. Schumy unseres Erachtens unbedingt zu den zuletzt kolportierten Berichten, wonach ein Verkauf des Russlandportfolios weit unter dem ohnehin schon deutlich zusammengestzten Buchwert droht.

Und wir sehen die Gefahr des Onlinehandels für die Einkaufszentren nach wie vor fundamental anders, als daqs Management unserer Immofinanz. Die Insolvenz des Spielzeugriesen Toys’R’Us sollte warnendes Beispiel sein.

 

Russland: Verkauf weit unter Buchwert?

Der immer wieder gut informierte Blog „Der Börsianer“ berichtete gestern wenig Erbauliches: Bezugnehmend auf ein russisches Medium ist zu lesen, dass ein Verkauf der Russland-Immobilien weit unter dem Buchwert droht.

Gerüchte: Immofinanz muss Russland unter Wert verkaufen

Auch die „Presse“ berichtete in der Folge von diesen mehr als betrüblichen Neuigkeiten:

http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/5283626/Immofinanz-muss-RusslandGeschaeft-vielleicht-unter-Buchwert-verkaufen

Zur Erinnerung: Die Russland-Immobilien stehen zur Zeit mit 975 Millionen in den Büchern. Die hier kolportierten 800 Millionen würden einen gigantischen Buchwert-Abschlag von 20 Prozent bedeuten.

Dies führt besonders drastisch vor Augen, in welcher Welt das frühere Management unter Stammtisch-CEO Zehetner lebte: Zehetner hatte die Russland-Immobilien noch mit 1,7 Milliarden Euro in den Büchern.

Wir hoffen, das bewahrheitet sich nicht und Dr. Schumy schafft einen passablen Verkaufspreis. Die 800 Millionen kämen einem Desaster gleich.

Halbjahresbericht 2017 (2): Auslastung steigt durchgehend

Die Auslastung der Immobilie unserer Immofinanz wurde im letzten halben Jahr endlich wieder konkurrenzfähig. Das Positive daran ist zum einen dass man sich – wie die gestiegenen Mieterlöse beweisen – nicht höhere Auslastungen auf Kosten sinkender Quadratmetermieten „erkauft“ hat. Zum anderen gehen die Auslastungen quer durch alle Bereiche nach oben und das sowohl im Retail- als auch im Bürobereich.

Wir würde diesbezüglich vorsichtig von einem nachhaltigen Trend sprechen. Nächste Woche beschäftigen wir uns mit einem Sorgenkind – dem Net-Asset Value und dem Aktienkurs.

Halbjahresbericht 2017: Mieterlöse

Ein erfreuliches Bild lässt sich anlässlich des Halbjahresberichtes in Bezug auf die Mieterlöse zeichnen. Angetrieben von den nun endlich zufriedenstellenden Auslastungsquoten (Büro: 92 Prozent – Wir erinnern uns alle an die von uns oft kritisierten Zehetner-Auslastungen von knapp über 70 Prozent, die dann immer in peinlicher Weise schöngeredet wurden) steigen nun auch die Mieterlöse. Das ist ein sehr gutes Zeichen.

Positiv ist insbesondere, dass es sich um einen durchgehenden Aufwärtstrend quer über alle Märkte handelt – selbst das Problemkind Russland zeigt sich erholt. In diesem Bereich dürfen wir eine gute Note an Dr. Schumy vergeben!

Halbjahreszahlen – Licht am Ende des Tunnels?

Die gestern Abend seitens unserer Immofinanz präsentierten Halbjahreszahlen geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus.

http://www.boerse-express.com/cat/pages/2903650/fullstory

bzw. der Link zu den Materialien unserer Immofinanz:

https://www.immofinanz.com/de/ergebnis-zum-1.-halbjahr-2017

Zwar verlief das zweite Quartal etwas schwächer als das recht positive Q1, aber unterm Strich bleibt auch für Q2 ein Plus und ein (v.a. durch die Verbesserung des Rubelkurses) auf den ersten Blick besser dastehendes Russland-Portfolio.

Insgesamt kann man im großen und ganzen mit den publizierten operativen Zahlen zufrieden sein – wir orten Licht am Endes des Tunnels, da sich die Anzeichen mehren, dass es sich um nachhaltige Verbesserungen und nicht nur um Einmaleffekte oder temporäre Entwicklungen handelt.

Wir werden wie gewohnt in den kommenden Tagen weitere Detailanalysen bereitstellen.

 

Kapitalmarktkommunikation – jetzt passt es!

Mehrmals mussten wir – vor allem im ersten Jahr der Ära Schumy – die viel zu gering ausgeprägte Kapitalmarktkommunikation unserer Immofinanz kritisieren. Dies hat sich in den letzten Monaten, wie wir positiv feststellten, sukzessive gebessert.

Was aber das Management von Dr. Schumy für den Herbst vor hat, verdient nun vorbehaltloses Lob unsererseits. Nicht weniger als 16 (!) Roadshows/Events/Investorenkonferenzen stehen am September bis Jahresende auf dem Programm. So haben wir uns das immer vorgestellt, Herr Dr. Schumy!

https://www.immofinanz.com/de/investor-relations/kalender

 

 

Update Kursziele Sommer 2017

Wir veröffentlichen auf unserer Website in regelmäßigen Abständen Updates zu Kurszielen. Dies ermöglicht im Zeitverlauf einen guten Überblick über die Entwicklung der Expertenmeinungen zur Aktie unserer Immofinanz.

Als aufmerksamer Leser unseres Blog ist es für Sie sicherlich nicht neu, dass in den letzten Jahren der Ära des Alt-CEO Eduard Zehetner sowohl der Aktienkurs, als auch die Kursziele stetig nach unten gingen. Diese Abwärtsspirale war nachhaltig.

Auch unter CEO Schumy – nun immerhin seit 2 Jahren in Amt und Würden – wurde (v.a. weil die Zehetner-Altlasten so riesig waren) bislang in keiner Weise ein Turnaround geschafft.

Zu diesem Zweck laden wir Sie ein, noch einmal jenen Blogeintrag zu lesen, den wir vor exakt einem Jahr veröffentlichten. Es wurden damals die gerade aktuellen Kursziele mit jenen Kurszielen gegenübergestellt, die es wiederum ein Jahr vorher – also 2015 – gab..

Geschäftsbericht (4) – Kursziele

Demnach lag das durchschnittliche Kursziel im Sommer des Jahres 2015 noch auf 2,72 Euro. Dies sank im Sommer 2016 auf enttäuschende EUR 2,16. Heute, im Sommer 2017 sieht das Bild folgendermaßen aus:

Aktuell gibt das einen durchschnittlichen Wert von nur noch EUR 2,05. Damit gingen im Jahresverlauf die Kursziele neuerlich hinunter. Inzwischen gibt es zwar leichte Stabilisierungssignale. Von einem Aufholprozess kann allerdings noch keine Rede sein

Interview Dr. Schumy

Dr. Schumy, CEO unserer Immofinanz, hat dem „Geld-Magazin“ eines seiner raren Interviews gegeben. Aus Aktionärssicht steckt darin so einiges an interessanten Informationen.

http://www.finanzen.at/nachrichten/aktien/Immofinanz-Alle-Hausaufgaben-erledigt-1002233181

Kernpunkte:

  • Man hat alle Rechtsstreitigkeiten aus Altlasten erfolgreich beseitigt
  • Man ist eine Zehetner’sche Altlast angegangen und hat die Auslastung drastisch angehoben (von 75 auf 90) – es sei aber noch immer Luft nach oben.
  • Bei Retail bleibt man bei den 2 Marken Vivo und Stop Shop (Anm. Die Gewichtung von Schumys Antwort eindeutig auf Stop Shop sehen wir positiv, da wir das Thema Einkaufszentren – Vivo – eher kritisch sehen)
  • Es werden weiter Immobilien, die nichts ins Portfolio passen, abverkauft.
  • zum Thema CA-Immo bzw. Russland bleibt man vage.
  • Finanzierungssituation und Personalkosten wurden verbessert.

Insgesamt finden wir es gut, dass es hin und wieder derart gehaltvolle Interviews gibt.

 

Weibliche Führungspersönlichkeiten

Unsere Immofinanz ist seit dem Abgang von Frau Noggler ein rein männlich dominiertes Unternehmen. Das gilt für den kompletten Vorstand und alle Kapitalvertreter des Aufsichtsrates. Dementsprechend ist unsere Immofinanz betreffend Frauenanteil mit einer so errechneten Quote von Null Prozent ein Schlusslicht unter den heimischen ATX-Unternehmen.

Der aktuelle „Trend“ widmet sich dieser Angelegenheit und erstellte diese Tabelle:

Wir sind weit davon entfernt, unabhängig von der Qualifikation einen höheren Frauenanteil zu fordern, aber eine Quote von NULL steht einem modernen ATX-Unternehmen nicht gut zu Gesicht.

Wir plädieren dafür, zumindest für den Aufsichtsrat, in Zukunft über eine Änderung nachzudenken. Wir als Aktionärsgruppe würden ein derartiges Signal befürworten.

Gerling Quartier

Heute gab das Management unserer Immofinanz bekannt, sich vom Gerling Quartier getrennt zu haben.

http://www.boerse-express.com/cat/pages/2896414/fullstory

In den letzten Jahren häuften sich die Probleme mit der Immobilie, die unter Alt-CEO Zehetner mangels anderer Developments jahrelang als Paradebeispiel für die Developmentkunst unserer Immofinanz herhalten musste.

Besonders die dramatische Baukostenüberschreitung im Jahr 2015 war ein Mühlstein, der nun auch den Erfolg des Verkaufes stark relativiert. (Buchwert über 100 Millionen Euro vs. Baukostenüberschreitung von 48 Millionen Euro)

Insofern wäre eine präzise Information über den exakten Kaufpreis für die Aktionäre hilfreich