Stop Shop Expansion

Die Fachmarkt-Expansion unserer Immofinanz im Bereich Stop-Shop geht nun offensichtlich auch in Nicht-Kernregionen unserer Immofinanz weiter – konkret in Serbien.

http://www.boerse-express.com/cat/pages/2846190/fullstory

Wir halten das Produkt Stop-Shop durchaus für ein gutes – ganz im Gegenteil zu den nach wie vor ebenfalls forcierten Einkaufszentren. Letzteres halten wir vor dem Hintergrund dramatischer Umwälzungen im Retail-Bereich – Stichwort Onlineboom – für die falsche Schwerpunktsetzung.

Wir fragen uns allerdingt, warum man nun doch – entgegen früherer Ankündigungen – nun doch auch wieder in Richtung Nicht-Kernländer diversifiziert.

 

Kapitalmarktkommunikation: Update

Wir haben ja bereits mehrfach die aus unserer Sicht sehr mangelhafte Kapitalmarktkommunikation unserer Immofinanz kritisiert.

Das hat sich in den letzten Monate ein wenig gebessert, auch wenn man klar festhalten muss, dass man Punkto Auftritte bei Road-Shows und Investorenkonferenzen weit etwa hinter der BUWOG hinterherhinkt.

Nun überrascht uns unsere Immofinanz aber mit einem durchaus guten Roadshow-Programm nach dem Jahreswechsel:

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Gleich drei Aktivitäten in den nächsten Monaten: Das ist aus unserer Sicht eine doch deutliche Verbesserung. Vielleicht nimmt man uns unsere Befürchtungen, die zuletzt auch im Magazin Trend artikuliert wurden, doch langsam zu Herzen.

 

 

 

Kursziele – es geht weiter nach unten

Geschätzte Leser, wir bemühen uns, Ihnen regelmäßig Updates bezüglich der Kursziele der Analysten zu geben. Leider konnten wir Sie diesbezüglich nie mit guten Nachrichten betreffend unserer Immofinanz versorgen.

Das müssen wir leider auch heute so beibehalten.

Seit Mitte Oktober adaptierten vier Analysten ihre Kursziele:

12.10.2016 HSBC (gesunkenes Kursziel: EUR 1,80)

01.11.2016 Barclays (gesunkenes Kursziel: EUR 2,30)

13.11.2016 Baader Helvea (Kursziel stabil: EUR 1,50)

17.11.2016 Alpha Value (Kursziel: gesunken: EUR 2,55)

Damit sehen Analysten unsere Immofinanz kummuliert (alle 11 Analysten, die unsere Immofinanz noch covern) bei nur noch 2,01 Euro und damit ohne Aufwertungsphantasie für unseren aktuellen Aktienkurs (EUR 1,96).

 

 

Wien: Der Abverkauf geht weiter

In Wien hat unsere Immofinanz nun neuerlich eine Büroimmobilie – diesmal in der Schönbrunner Straße – verkauft.

http://www.boerse-express.com/cat/pages/2843136/fullstory

Nachdem der Kaufpreis der 3000m2-Immobilie nicht genannt wurde, erwarten wir seitens des Managements jedenfalls in geeigneter Form eine Mitteilung, ob der Kauf über oder unter dem Buchwert erfolgte.

Mit diesem Verkauf setzt unsere Immofinanz eine zumindest aus unserer Sicht völlig diffuse Strategie bezüglich des Standorts Wien fort.

Ein klarer roter Faden ist für den Aktionär daher extrem schwer zu finden.

Gleiches gilt für die Leerstandssituation bei den Großimmobilien. Den von Alt-CEO Zehetner als notleidend zurückgelassenen Wienerberg konnte das Management um Dr. Schumy nun endlich wieder gut ausmieten, für den Gaudenzdorfer Gürtel wird allerdings seit Monaten ein Nachmieter gesucht.

Wir vermissen hier nach wie vor eine klare Strategie. Das ist gerade im Hinblick auf Wien als Unternehmensheadquarter besonders schade.

Aktueller „Trend“ – Die Schumy/Pecik-Connection

Ein weiterer – überaus interessanter – Aspekt im aktuellen Trend ist ein anonymer Informant, der berichtet, dass rund 10 Millionen Euro an Transaktionskosten beim BUWOG-Spin-Off an einen Bekannten von Herrn Schumy, den Investor Ronny Pecik geflossen seien.

Trend weiter: „Die Kosten entsprächen marktüblichen Usancen, heißt es dazu aus der Immofinanz. Ob tatsächlich Pecik der Profiteur war, wollte man nicht verraten. Mit dem Transaktionspartner sei eine Verschwiegenheitserklärung abgeschlossen worden“.

Wir sehen hier per se noch keinen Skandal, sofern die Auswahl des Dienstleisters und die Leistungserbringung in Ordnung waren. Das können wir nicht beurteilen. Und bekannt ist im kleinen Österreich schnell einmal jemand mit jemandem. Das ist ja auch der Grund, warum wir zum Eigenschutz auch die Anonymität vorziehen müssen.

Aber mehr Transparenz täte unserer Immofinanz auch hier jedenfalls gut, vor allem, wenn die Aktionäre im Vorfeld der Verschmelzung mit der CA Immo und möglicher weiterer Russland-Abwertungen weiter Vertrauen in das Management haben sollen.

Aktueller „Trend“ – Kritik an Schumy / Abwertung Russland?

Der aktuelle Trend (Ausgabe 46) widmet sich ausführlich unserer Immofinanz und wartet mit ungewöhnlich starker Kritik am Management von Dr. Schumy auf.

Er agiere – so heißt es im Artikel – „autoritär, dulde keine Kritik und sei konfliktscheu“. Sogar bei der CA-Immo, die mit Vorgänger Zehetner auf Kriegsfuß stand, weine man diesem sogar eine Träne nach.

Das wagen wir fast zu bezweifeln. Bemerkenswert ist die harsche Schumy-Kritik im Artikel, die offensichtlich von mehreren Seiten kommt, dennoch. Auch unser Blog, das freut uns besonders und bestärkt uns, findet in diesem Artikel Erwähnung.

Unsere Kritik an der nicht nachvollziehbaren Osteuropa-Strategie, an der Kapitalmarktkommunikation und am Aktienkurs wird aber offensichtlich auch von weiteren Kritikern geteilt.

Alle Alarmsirenen zum Leuten sollte aber folgendes Zitat bringen:

TREND über den Merger Immofinanz / CA-Immo und eine Einschätzung der Analysten von HSBC: „Eines der Hauptprobleme, das die Banker sehen, ist der Verkauf des kriselnden Russland-Geschäfts, den Schumy zur Bedingung für den Merger gebracht hat. Die Immofinanz hat Russland mit 1,1 Milliarden Euro in den Büchern, die Banker messen den 5 dortigen Shopping-Malls aber höchstens einen Wert von 600 bis 800 Millionen bei.

Sollte dem, geschätzte Leser, so sein, droht genau jenes Szenario einzutreten, vor dem wir bereits – angesichts der ersten massiven Russland-Abwertung (damals von 1,6 Milliarden auf 1,1 Milliarden) – warnten: Es könnte eine weitere massive Russland-Abwertung drohen. Und das trotz sich erholender geopolitischer Lage (Trump-Verhältnis zu Putin), Stimmen nach Sanktions-Ende und Rubelkurs-Erholung.

Dieses Szenario wird uns jedenfalls noch weiter beschäftigen.

 

 

Retailmesse MAPIC in Cannes

Aktuell (16.-18. November) findet in Cannes wieder die traditionsreiche Immobilienmesse MAPIC, nach wie vor DIE Messe für den Bereich Einzelhandelsimmobilien, statt.

Das Erfreuliche ist, dass unsere Immofinanz – im Unterschied zur weltweit wichtigsten Immobilienmesse MIPIM – wenigstens auf dieser Messe vertreten ist:

http://www.mapic.com/en/search-results/?epslanguage=en&kw=immofinanz#

Weniger erfreulich – bzw positiver formuliert: voller Herausforderungen – ist allerdings das aktuelle Umfeld, in der sich die Retail-Branche derzeit bewegt.

Folgende Reportage des Immobilien-Magazins macht deutlich, dass sich gerade für unsere Immofinanz jene Herausforderungen stellen, vor der wir immer gewarnt haben:

  • Der Bereich Logistik wird im Retail-Bereich immer wichtiger (Stichwort Online-Handel): Unsere Immofinanz hat sich aber völlig konträr entschieden uns sich vom gesamten Logistikbereich getrennt.
  • Der Onlinehandel bringt Druck auf die Verkaufsflächen: Europaweit wird von einem Schrumpfen von 15 Prozent innerhalb von nur 10 Jahren ausgegangen.

https://www.immobilien-magazin.at/artikel/geschrumpfte_mapic/2016.6683/

Sich angesichts dieser wenig erbaulichen Szenarien weiter auf Einkaufszentren (Marke Vivo) zu stürzen – und das ohne jegliches immer wichtiger werdendes Logistik-Backbone – halten wir für falsch und nicht durchdacht.

Vorsichtig positiv sind hingegen die besseren Konjunktursignale aus Russland zu bewerten. Das wäre im Hinblick auf die geplante Trennung vom Russland-Portfolio wichtig!

 

 

Immofinanz erwirbt „Einkaufszentren“

„Immofinanz kauft 8 Einkaufszentren“. Diese Headline hat gestern sicherlich nicht nur uns einigermaßen schockiert. Denn gerade die Einkaufszentren-Strategie ist – Stichwort Onlinehandel – unter vielen Beobachtern und Experten sehr umstritten.

http://derstandard.at/2000047506581/Immofinanz-kauft-acht-Einkaufszentren

Liest man die Original-Pressemeldung unserer Immofinanz, wird die Angelegenheit doch einigermaßen erträglicher. Denn gemeint sind diesmal offensichtlich nicht Einkaufszentren, die vermehrt unter der Marke Vivo firmieren, sondern kleine Fachmarktzentren der Marke Stop Shop. Warum die Presseabteilung derartige „Missverständnisse“ in den Medien nicht korrigiert, verstehen wir allerdings nicht.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/corporate-news/immofinanz-erweitert-stop-shop-portfolio-durch-zukaeufe-um-acht-auf-66-retail-parks/ID13107

Fachmarktzentren mit Nahversorgerschwerpunkt gelten als wesentlich resistenter gegenüber dem Online-Boom. Das kann durchaus – wenn die Standorte passen – eine tragfähige Zukunft haben.

Bei Einkaufszentren, auch hier will unsere Immofinanz ja weiter investieren, bleiben wir in hohem Maße skeptisch.

 

 

Kurzziele: Baader Bank bleibt skeptisch

Die Analysten von Baader Helvea bleiben in ihrer Einschätzung sehr skeptisch bezüglich unserer Immofinanz.

Weiterhin gilt die Empfehlung: „Verkaufen“ und ein traurig niedriges Kursziel von EUR 1,50

http://www.boerse-express.com/pages/2841368

Dem Gegenüber bleiben die selben Analysten sehr positiv gegenüber anderen Gesellschaften wie BUWOG (Empfehlung „Kaufen“)

http://www.boerse-express.com/pages/2841367

oder CA Immo (ebenfalls „Kaufen“)

http://www.boerse-express.com/pages/2841369

Das Bild der Immofinanz-Aktie als Flop-Papier oder – Zockerpapier wird angesicht solcher vergleichender Analysen leider verfestigt.

 

Leerstände Büro – weiterer Lichtblick

Unsere Immofinanz konnte nach den erfreulichen Nachrichten bezüglich der Auslastung am Wienerberg nun auch einen Büro-Vermietungserfolg in der Slowakei vermelden.

Rund 4000m2 konnten dort wieder vermietet werden.

http://www.boerse-express.com/pages/2840052

Es scheint, als ob im Bereich Büro-Auslastung nach den Zehetner-Tiefstständen nun langsem ein Licht am Ende des Tunnels im Sinne eines Turnaround da wäre. Es gibt allerdings noch genug zu tun, denn nach wie vor sind die Leerstände unserer Immofinanz in allen Märkten noch über dem Markt-Mittelwert.