Feherhaftes Investorenupdate (2)

Bereits anlässlich des September-Investorenupdates haben wir auf unserem Blog auf zum Teil haarsträubende Fehler in der Publikation hingewiesen.

Das Qualitätsmanagement erkennt auch Monate später nicht, welche schwerwiegende Peinlichkeiten da von sich gegeben werden.

Ein besonders gravierendes Beispiel findet sich nach wie vor im Foliensatz – diesmal auf Seite 26. Auf dieser Folie wird als „bemerkenswertes Beispiel“ der BUWOG-Spin-Off abgefeiert.

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Leider ist man in der Immofinanz zum wiederholten Male nicht in der Lage, den den Einstandspreis und die Zahl der erstandenen Wohnungen korrekt wiederzugeben. Welche Rückschlüsse das für Investoren zulässt, überlassen wir unseren Lesern.

Jeder nur halbwegs Politikinteressierte (und wohl auch jeder einzelne Aktionär) sieht auf den ersten Blick, dass diese Darstellung völlig falsch ist. Denn von den 60.000 im Diagramm angeführten (und damals vom Bund verkauften) Wohnungen hat sich rund die Hälfte die RLB Oberösterreich geholt. Das selbe gilt für den Kaufpreis.

„Die BUWOG wurde … für 961 Millionen Euro gekauft“.

Auch das ist völlig daneben und ein Ärgernis für jeden Aktionär.  Denn auch hier hat die Immofinanz lediglich rund die Hälfte dieser 961 Milionen gezahlt. Dabei hätte unsere Immofinanz nur die korrekten Zahlen aus vergangenen Geschäftsberichten abschreiben müssen. Diese finden sich, wir haben das extra für die nicht sehr sattelfeste IR-Abteilung ausgehoben, im Geschäftsbericht 2005/2006 auf der Seite 32.

Wir fragen uns ernsthaft, mit welchem Ernst man derartige Präsentationen erstellt? Was soll ein potenzieller Käufer von derartigen falschen Darstellungen halten? Vertrauensvoll dieses Papier kaufen, oder sich wegen grob mangelnder Sorgfalt einfach nur provoziert fühlen?

Weitere Schmankerln dieser Präsentation folgen im nächsten Blogeintrag