Archiv für den Monat: Dezember 2014

Immofinanz: Worst Pick 2014

2014 ist das Jahr der Immobilienaktien. In ganz Europa performen diese Papiere stark überdurchschnittlich.

Das heutige „Wirtschaftsblatt“ nennt für europäische Immobilienaktien eine Sektorperformance von über 20 Prozent. Es gibt allerdings, für geneigte Leser leider wenig überraschend – eine unrühmliche Ausnahme: Unsere Immofinanz!

Das Wirtschaftsblatt schreibt: „Immofinanz ist mit 13 Prozent im Minus und damit die schlechteste Aktie im europäischen Immo-Sektor. Die Sektorperformance heuer: plus 20,5 Prozent.“ (http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/newsletter/4609587/Raiffeisen-muss-um-Platz-im-Topindex-ATX-five-bangen?_vl_backlink=/home/index.do)

Auch innerhalb des heimischen Immomarktes ist das bild kein anderes. Während die Immofinanz tiefrot im zweistelligen Minusbereich grundelt, notiert die strukturell annähernd vergleichbare CA Immo bei einem plus von über 20 Prozent.

Die Kursentwicklung bleibt traurig, die Ursachen sind – wir berichteten – zu einem beträchtlichen Teil hausgemacht. Wir sind gespannt, wie sich Herr Zehetner und das restliche Management anlässlich der Präsentation der Halbjahreszahlen erklären.

 

DL: Immobilienzwerg BUWOG?

Bereits mehrfach wurde unserseits und unter reger Anteilnahme unserer Leser die teure Frankfurt-Notiz der BUWOG kritisiert. Die in der deutschen Metropole verschwindend gering gehandelten BUWOG-Aktien haben aus unserer Sicht vor allem zwei Ursachen:

1. Die BUWOG ist mit ihren rund 25.000 Wohnungen in Deutschland für große Investoren angesichts der dort etablierten Riesen wie deutsche Annington, deutsche Wohnen oder GAGFAH viel zu klein.

2. Die BUWOG ist genau das, was man uns bei unserer Immofinanz als Grund für den Spin Off einreden wollte: Sie ist zu diversifiziert. Noch dazu in einer viel zugespitzteren Verteilung: Rund 50 Prozent ihres Portfolios liegt in Österreich – nicht gerade ideal, wenn man mit deutschem Portfolio gegen deutsche Konkurrenz in Deutschland zu konkurrieren hat.

Mit heutigem Tag spitzt sich diese Situation noch mehr zu: Die deutsche Annington und die GAGFAH wolllen fusionieren und einen Immoriesen mit 350.000 Wohnungen schaffen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/immobilienbranche-deutsche-annington-will-gagfah-uebernehmen-a-1005899.html

Bereits jetzt ist die BUWOG klein, nun wird sie in Relation dazu endgültig zum Zwerg.

Der Frankfurt-Flop wird damit um einen weiteren Baustein mehr besiegelt. Wir werden an dieser Stelle berichten, ob der Handel mit BUWOG-Aktien nun endgültig unter die Wahrnehmungsschwelle rutscht, oder ob wir mit dieser Prognose daneben liegen. Wir hoffen zweiteres, die Ratio sagt freilich anderes.