Archiv für den Monat: April 2016

Mehr Fachleute für unsere Immofinanz

Angesichts des mittelfristig deutlich wachsenden Portfolios unserer Immofinanz sollte endlich in Angriff genommen werden, die fachliche Expertise deutlich zu steigern.

im letzten Jahr wurde dies – mutmaßlich dank der Herren Zehetner und Fries – anlässlich der außerordentlichen Hauptversammlung ja in fataler Weise unterlassen: Bereits damals wäre es sinnvoll gewesen, den Aufsichtsrat mit echten Experten zu ergänzen. Stattdessen wurde die Dominanz des Herrn Fries auch im Kontrollgremium einzementiert.

Das ist nun – angesichts der noch einmal gestiegenen Herausforderungen – dringendst nachzuholen.

Das selbe gilt für die operative Ebene. Es braucht dringend Experten, die das Portfolio der CA-Immo kennen und eine Verschmelzung auch effizient vorantreiben können.

Wir gehen davon aus, dass man seitens des Managements unserer Immofinanz hoffentlich so klug war, sich die Dienste von Herrn Ettenauer, der als Ex-CEO die CA-Immo wie seine Westentasche kennt, zu sichern. Falls dem nicht so sein sollte, empfehlen wir dringend, ihn oder eine vergleichbare Persönlichkeit an Bord zu holen.

Mit dem bestehenden Personal – vor allem auf Aufsichtsebene einschließlich des Präsidenten Knap – sehen wir die kommenden großen Aufgaben als kaum effizient bewältigbar an.

 

 

CA-Immo-Kauf: Investorenecho?

Das seitens des Managements unserer Immofinanz gestartete Beginn einer langsamen Verschmelzung der Unternehmen Immofinanz und CA Immo und der angekündigte mittelfristigte Ausstieg aus Russland, ist, wie wir hier erklärt haben, durchaus zu begrüßen.

Natürlich sind einige Punkte, vor allem die Höhe des Kaufpreises der Anteile, kritisch zu hinterfragen, aber vieles vom dazu seitens Dr. Schumy Gesagtem, hebt sich sehr positiv von seinem Vorgänger Zehetner ab.

Dies gilt auch für den Bericht – anlässlich einer Kleininvestorenveranstaltung im letzten „Börse-Express“.

http://www.boerse-express.com/cat/pages/2789567/fullstory

Warum man angesichts der Tragweite der Entscheidung abermals auf ein derartiges Nieschenmedium zurückgreift und – bitte nicht falsch verstehen – lokalen Miniveranstaltungen den Vorzug gegenüber richtigen Roadshows gibt, verstehen wir allerdings wiederum nicht. Leider ist die Kapitalmarktkommunikation nach wie vor ein Stiefkind unserer Immofinanz.

Vielleicht ist auch das ein Grund, warum institutionelle Investoren bzw. deren Berater bislang nur sehr verhalten auf die jüngsten Ereignisse reagiert haben. So bestätigten die Analysten der Societe Generale ihr bisheriges, niedriges Kursziel. Lediglich für die Raiffeisen Centrobank reichte es bislang immerhin zu einer moderaten Anhebung des Ziels auf immerhin wieder über 2 Euro.

Wir ersuchen das Management einmal mehr um eine wesentlich aktivere Kommunikation. Endlich wird ein Schritt aus der Zehetner-Misere gewagt. Das gilt es breit und über unsere Landesgrenzen hinaus zu verkaufen!

 

Trend-Interview Schumy

Geschätzte Leser,

eigentlich hätten wir an dieser Stelle vorgehabt, auf Analysteneinschätzungen zur aktuellen Entwicklung rund um unsere Immofinanz eingehen.

Aber wenn schon Dr. Schumy eines seiner sehr raren Interviews in richtigen Medien mit breiterer Wirkung (Den „Börse-Express“ lassen wir an dieser Stelle nicht gelten) gibt, wie heute im Wochenmagazin „Trend“, hat das natürlich Vorrang.

Herr Schumy sollte sich durchaus trauen, das öfter zu machen, denn das Interview ist durchaus interessant und aufschlussreich. (Leider noch nicht online). Seine Bestrebungen, die laufenden Zivilprozesse zu beenden sieht er als größten Erfolg des letzten Jahres – ein Faktum, das auch Lob von unserer Seite fand.

Interessant ist Schumys Begründung für das Zusammengehen mit der CA Immo:

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Größe – gerade im Immobilienbereich – sei ein Asset. Ja, Herr Schumy. Wir teilen diese Ansicht!

Und wir freuen uns, dass Sie nun offenbar gegenüber Ihrem gleichermaßen lauten wie erfolglosen Vorgänger auch inhaltlich eine Schubumkehr vollzogen haben.

Unter Alt-CEO Zehetner ist ja bekanntlich die Größe unserer Immofinanz laufend geschrumpft. Immovilienverkäufe wurden – wie auf dieser Seite oft kritisiert – als Selbstzweck angesehen und möglicherweise dadurch auch zu billig durchgeführt.

Wir freuen uns, dass man sich nun endlich wieder besonnen hat und sich auf Wachstumskurs begeben will.

 

Kauf CA Immo – Synergieeffekte

 

Gestern haben wir errechnet, dass unsere Immofinanz für den Erwerb der Anteile an der CA Immo insgesamt 160 Millionen Euro Aufschlag auf den aktuellen (uns sich bereits jetzt sehr nahe am NAV befindlichen) Börsekurs bezahlt hat.

Angesichts einer wenig realistischen Explosion des Aktienkurses weit über den NAV hinaus, wären zu erwartende Synergieeffekte ein potenzieller Hebel, diese Mehrzahlung auszugleichen.

Wie bereits in unserem gestrigen Blogbeitrag angemerkt, teilen wir allerdings im wesentlichen die Bedenken des IVA bzw. des Herrn Rasinger.

http://www.finanzen.at/nachrichten/aktien/Immofinanz-CA-Immo-Kleinaktionaersvertreter-Vorerst-keine-Synergien-1001154765

Dies gilt auch für seine Skepsis bezüglich der zu erwartenden Synergieeffekte.

Selbst wenn die jährlichen Synergien zur Gänze so eintreten, wie man seitens des Managements verlautbart hat – nämlich 30 Millionen Euro pro Jahr, würde man (vorausgesetzt, der CA-Immo-Kurs bleibt in der Nähe des NAV) fast 6 Jahre brauchen um diese 160 Millionen Euro zu kompensieren.

Leider haben wir allerdings wie Herr Rasinger Grund zu der Annahme, dass diese 30 Millionen deutlich zu hoch gegriffen sind.

Es erschließt sich uns nicht, warum durch das Zusammengehen etwa die Maklerkonditionen günstiger werden sollen. Auch die durch das Zusammengehen prognostizierte Verringerung der Leerstände sehen wir angesichts der aktuellen Leerstandsraten der CA Immo nicht. Die Einsparungen bei den Verwaltungskosten erscheinen uns ebenfalls sehr ambitioniert.

Es gibt daher eine Reihe von Gründen, anzunehmen, dass die Einsparungen von 30 Millionen nicht erreicht werden und damit die Kompensation der Mehrzahlung von 160 Millionen Euro noch deutlich länger als die o.a. 6 Jahre dauern dürfte.

Trotz der grundsätzlichen Richtigkeit der Maßnahme gibt es daher wenig Anlass für Euphorie. Wie institutionelle Investoren (bzw. deren Berater) das sehen, werden wir morgen analysieren.

 

Kaufpreis der CA-Immo-Anteile

Geschätzte Leser, nach erster Analyse der Situation bleiben wir dabei, dass ein Zusammengehen der beiden Immobiliengesellschaften unterm Strich als durchaus positiv zu sehen ist.

Allerdings gibt es einige Punkte, die doch kritisch zu hinterfragen bzw. anzumerken sind:

Wir können die Kritik von IVA-Präsidenten Rasinger hier durchaus nachvollziehen und teilen sie zum größeren Teil.

http://www.finanzen.at/nachrichten/aktien/Immofinanz-CA-Immo-Kleinaktionaersvertreter-Vorerst-keine-Synergien-1001154765

Der Kaufpreis von 23,50 Euro erscheint exorbitant hoch, vor allem gemessen an der aktuellen Situation in der sich die CA-Immo-Aktie befindet.

Die Aktie liegt derzeit – im Unterschied zur Aktie unserer Immofinanz – vergleichsweise nahe beim Net Asset Value (NAV). Gekauft wurde mit einem beträchtlichen Aufschlag auf den aktuellen Börsenkurs.

Die Mehrkosten gegenüber dem aktuellen Kurs betragen ganze 160 Millionen Euro.

Durch die Kursnähe zum Net Asset Value wäre dadurch ein unrealistisch hohe Kurssteigerung notwendig. Diese sehen wir derzeit nicht. Warum man hier nicht den Weg über die Börse gewählt hat, verstehen wir nicht ganz.

Auch das Thema Synergieeffekte sehen wir ähnlich kritisch wie Herr Rasinger. Mehr dazu in in unserem morgigen Beitrag.

 

Verschmelzung CA-Immo und Immofinanz?

Heute Früh gab unsere Immofinanz ad hoc den Erwerb eines Aktienpaketes aus dem Umfeld der CA-Immo bekannt.

http://immofinanz.at/de/investor-relations/meldungen/corporate-news/immofinanz-und-ca-immo-geben-beginn-eines-prozesses-fuer-den-zusammenschluss-der-beiden-unternehmen-bekannt/ID12418

Wir sind gespannt, wie die Details dazu aussehen.

Vorweg – und bei aller Vorsicht in der Interpretation – halten wir ein potenzielles konsensuales Zusammengehen für eine durchaus gute Idee, zumal sich damit das Risikoprofil unserer Immofinanz damit deutlich verbessern dürfte.

Und es wäre – wiederum bei aller Vorsicht – ein Zeichen des positiven Agierens von CEO Schumy, der im Unterschied zu seinem in Stammtischmanier auftretenden Vorgänger Zehetner, ganz offensichtlich in der Lage war, wieder eine Gesprächsbasis mit dem Mitbewerb herzustellen.

Nun wissen wir auch, warum das Management unserer Immofinanz dieses schlechte Geschäft mit dem Verkauf der BUWOG-Anteile gemacht hat. Man brauchte dringend Geld. Seit heute wissen wir möglicherweise, wofür.

Wir halten Sie diesbezüglich auf dem Laufenden.

 

Gagenkaiser Eduard Zehetner

Alt-CEO und Stammtischpolterer Eduard Zehetner hat es dank des Aufsichtsrates unserer Immofinanz (namentlich dürfen wir die Herren Fries und Knap besonders hervorheben) in seinem letzten Geschäftsjahr vor seinem Abgang weit gebracht:

Während sich die Aktie unserer Immofinanz ob der vielen Managementfehler auf Talfahrt begab und die Aktionäre zweimal um eine Dividende umfielen, cashte der Alt-CEO noch einmal kräftig ab und kassierte in diesem Katastrophenjahr mehr als 3,6 Millionen Euro.

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Wie bereits mehrfach berichtet: Dieseer unfassbare Bonus von 2,2 Millionen wurde unter Abänderung seiner Spezial-Bonusregelung diesem feinen Herren sogar rückwirkend gewährt!

Ein Skandal, der seinesgleichen sucht. Erfolglosigkeit ist so lange kein Problem, solang man in der Gunst des Herrn Fries steht. Da hat sich Herr Zehetner letztes Jahr mit Sicherheit besonders verdient gemacht.

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Der IR-Manager des Jahres

Das Branchenblatt Der Börsianer (www.derboersianer.com) kürte in seiner aktuellen Publikation die 50 besten Investor Relations Manager Österreichs.

Hier erreicht die frühere Börse-Express-Redakteurin und nunmehrige Pressesprecherin und in Personalunion Investor Relations Managerin (angesichts der sehr unterschiedlichen Job Descriptions an sich ein Unikum) unserer Immofinanz, Bettina Schragl, den 17. Platz.

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Das ist durchaus respektabel für den Start, auch wenn es innerhalb des ATX-Segments nur zu einem hinteren Mittelfeldplatz gereicht hat.

Die Art und Weise der Bewertung ist allerdings etwas eigentümlich.

Bewertung

Wir fragen uns, wie die Wahl wohl ausgefallen wäre, hätten sich die Investor Relations Manager nicht untereinander wählen können, sondern wären echte Investoren und Aktionäre zur Urne geschritten. Denn von aktiver Kapitalmarktkommunikation kann bei unserer Immofinanz nicht die Rede sein.

Wir gratulieren trotzdem!

Unrühmliches Jubiläum

Geschätzte Leser und Aktionäre unserer Immofinanz:

Dieser Tage begehen wir ein unrühmliches Jubiläum: Vor einem Jahr, genauer am 17. April 2015, fand das indiskutable amoklaufartige Agieren des Herrn Zehetner anlässlich einer außerordentlichen Hauptversammlung seinen Höhepunkt.

Die mutmaßlich aus einer Mischung aus Egomanie und Fries-Loyalität durchgeboxten Satzungsänderungen werden noch über Jahre große strategische Investoren verhindern und die Gruppe Fries als starken Faktor einzementieren. Daran werden auch die jüngsten Zukäufe der CA-Immo-Eigner nichts ändern können, da sie faktisch nach oben limitiert sind.

Die Verlierer: Wir Aktionäre

Jedenfalls gab es an diesem schwarzen Tag fast nur Verlierer. Vor allem waren es jene Aktionäre, die von Vorstand und Aufsichtsrat (bewusst?) in die Irre geführt wurden. Die CA-Immo legte bekanntlich ein Angebot über 2,80 Euro auf den Tisch, heute ist der Kurs meilenweit davon entfernt. Diese Aktionäre stehen heute allesamt vor einem massiven realen Verlust. Dieses Agieren könnte noch ein juristisches Nachspiel haben.

Die Gewinner: Zehetner und Fries

Natürlich gab es auch Gewinner: Zum Einen die CA Immo, die heute dank Herrn Zehetner viel billiger nachkaufen kann. Zum anderen natürlich Herr Fries, der von seinem treuen Vorstandsbüttel Zehetner in seiner Machtfülle gestützt und einzementiert wurde. Und natürlich Herr Dr. Eduard Zehetner persönlich, dessen gegenüber den Aktionären verantwortungslosen Agieren ein paar Monate später mit einem sehr fragwürdigen Millionenbonus versüßt wurde.

Die Folgen

Abgesehen von den realen Verlusten, die die Aktionäre durch die völlig verfehlte Nicht-Verkaufs-Empfehlung von Vorstand und Aufsichtsrat erlitten haben, wirkt dieser 17. April 2015 bis heute nach:

Der Aktienkurs ist seither eingebrochen, die Abwärtsspirale dreht sich bei den operativen Zahlen nach unten und die Analysten haben jegliches Vertrauen verloren.

Jüngstes Beispiel: Societé Generale senkte ihr Kursziel neuerlich: Auf nur noch 2 Euro bei gleichzeitiger Rücknahme der Kaufempfehlung.

http://www.boerse-express.com/cat/pages/2786707/fullstory

Vielen Danke Herr Zehetner!

 

 

 

 

Director’s dealings – Mangelndes Vertrauen auch beim Vorstand?

Seit Beginn unserer Aktivitäten vor rund eineinhalb Jahren sinkt das Vertrauen der Analysten und – wie der Aktienkurs beweist – auch der Investoren in unsere Immofinanz stetig.

Es gibt keinerlei Anzeichen, dass sich diese gefährliche Abwärtsspirale in absehbarer Zeit wendet.

Die mannigfaltigen Gründe dafür (fehlende Strategie, zahlreiche Managementfehler vor allem in der Ära Zehetner, nur in Spurenelementen vorhandene Kapitalmarktkommunikation, etc) sind seit Beginn Gegenstand dieses Blog.

Ein anderer Aspekt scheint auch zudem das offensichtlich nicht vorhandene Vertrauen des Managements in unser Unternehmen zu sein. Wie sollen Analysten Vertrauen zu einem Unternehmen aufbauen, wenn der CEO seit Amtsantritt noch keine einzige Aktie an unserer Immofinanz erworben hat? Die Director’s dealings weisen für Dr. Schumy (seit 13 Monaten im Immofinanz-Vorstand) keinen einzigen Kauf von Immofinanz-Aktien auf!

https://www.fma.gv.at/de/unternehmen/emittenten/directors-dealings/directors-dealings-datenbank.html

Das ist bemerkenswert und mehr als bezeichnend.

Man darf sich dann aber seitens des Vorstandes nicht über erodierendes Vertrauen von Analysten und Investoren wundern