Archiv für den Monat: Mai 2016

Neue Wohnimmobilien

Seit dem Spin-Off der BUWOG wurde man seitens unserer Immofinanz nicht müde, zu betonen, dass man sich mit der Abspaltung auch strategisch von der Sparte Wohnungen verabschiedet hat.

Mit einigem Erstaunen vernahmen wir vor wenigen Wochen, dass die Immofinanz nun entgegen der jahrelang gebetsmühlenartig vorgetragenen Schwerpunkte auf Retail und Büro, nun plötzlich doch wieder Wohnungen baut. Dem heutigen „Wirtschaftsblatt“ entnehmen wir, dass man in durchaus großem Stil mit vorerst 3 Projekten wieder auf den (vorerst österreichischen) Wohnungsmarkt zurückkehrt.

http://wirtschaftsblatt.at/archiv/printimport/4999346/ImmoAGs-setzen-wieder-auf-Wien

„Selbst die Immofinanz, die ihre Wohnbausparte Buwog abgespalten hat, entdeckt den Wiener Wohnungsmarkt wieder. „Wir bereiten insgesamt drei Projekte vor, die die Umwandlung von Büro-in Wohnraum vorsehen“, sagt Sprecherin Bettina Schragl. So werden in der Geiselbergstraße in Wien Simmering Miet-und Eigentumswohnungen errichtet. Im nächsten Projekt Am Spitz in Wien Floridsdorf entstehen Wohnungen mit Freiflächen wie Eigengarten, Balkon oder Terrasse. Die Konzentration auf Büro und Einzelhandel bleibe aber-die Gebäude sollen in weiterer Folge verkauft werden.“

Offenbar boomt der Markt und ganz offensichtlich ist das neue Management dabei einen historischen Fehler (wir vermeiden das Wort „Bauchfleck“) des Alt-CEO Zehetner zu korrigieren.

Der von Alt-CEO Zehetner herbeigeführte BUWOG-Spin Off mit all seinen negativen Begleiterscheinungen (Stichwort dramatisch verändertes Risikoprofil) war ja einer der Hauptgründe für unsere Initiative.

Zwei Jahre später muss nun der neue CEO, nach der Abwanderung des ganzen personellen Know-How, diesen historischen Fehler langsam korrigieren. Dass Herrn Zehetner diese Fehlleistung auch noch in Form eines rückwirkend ausbezahlten Millionenbonus unter eigenwilligen Begleitumständen auch noch vergoldet wurde, ist ein – für uns Aktionäre wenig lustiger – Treppenwitz.

„Auf zu neuen Ufern“

Anlässlich einer Kleinstanleger-„Roadshow“ des Börse-Express präsentierte die Pressesprecherin der Immofinanz einige Charts unter dem vielversprechenden Titel „auf zu neuen Ufern“.

http://www.boerse-express.com/cat/roadshow/44/IIA20160517.pdf

Abgesehen davon, dass wir froh sind, dass langsam wieder aktiv mit dem Kapitalmarkt kommuniziert wird und abgesehen davon, dass man für Kleinst-Zielgruppen richtigerweise nicht immer den CEO blockieren muss (im Unterschied zu früher, als Alt-CEO Zehetner ja fast ausschließlich bei Börse-Express-„Roadshows“ mit dem Kapitalmarkt kommunizierte), gibt es unsererseits allerdings nach wie vor einige inhaltliche Zweifel an der Tragfähigkeit und Nachhaltigkeit der Strategie.

Zum Beispiel verwundert uns sehr, dass man Dinge offensichtlich bereits als „erreicht“ ansieht, für die wir weit und breit keine Faktenlage erkennen können.

ufer

Zum einen wurde das Logistikportfolio veräußert. Nochmal zur Erinnerung: Dieses Portfolio brachte jährliche Mieteinnahmen von 56 Millionen Euro.

Das fällt nun weg. Dass man hier trotzdem von einem bereits erreichten Wachstum durch Entwicklungsprojekte spricht, erscheint kühn. Die bisher bekannten Developments können nicht einmal einen Bruchteil der entgangenen Mieterträge beisteuern.

Von „Wachstum“ kann also nicht einmal im Entferntesten die Rede sein.

Wir hoffen, die „Neue Immofinanz“ fällt nicht in die alten PR-Muster Marke Zehetner (Stichwort „Die BUWOG ist die Dividende“ bzw. die monatlichen „Investorenupdates“, die nicht mehr als eine Langversion von PR-Aussendungen waren) zurück.

Das wäre sehr schade.

 

 

neues Kursziel: „Sell“

Wie es sich die letzten Wochen schon in der Kursentwicklung abgezeichnet hat, scheinen die institutionellen Investoren (bzw die vorgelagerten Analysten) wenig euphorisch ob der letzten Aktivitäten unserer Immofinanz (Kauf CA-Immo-Anteile, Verkauf Logistik) zu sein. Ob dies nun mit den unklaren Machtverhältnissen innerhalb der CA Immo zu tun hat, oder die Strategie weiterhin zu unklar erscheint, vermögen wir an dieser Stelle noch nicht zu beurteilen.

Jedenfalls geht die Kursziel-Spirale nach unten munter weiter. Jüngstes Beispiel ist der wichtige Analyst Societe Generale, der die Aktie erstmals unter 2 Euro sieht und die Empfehlung „Sell“ ausgegeben hat.

http://www.boerse-express.com/cat/pages/2796358/fullstory

Das ist leider alles andere als erfreulich. Von einem „auf zu neuen Ufern„, wie es Immofinanz-PR-Frau und Ex-Börse-Express-Redakteurin Schragl im – erraten – Börse Express kund tat, kann – jedenfalls im positiven Sinne – keine Rede sein.

Kapitalmarktkommunikation – endlich tut sich was!

Mehrmals mussten wir kritisieren, dass es mit Blick auf den Veranstaltungskalender unserer Immofinanz, die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt nahezu gänzlich eingestellt wurde. Während andere Immobiliengesellschaften einen vollen Kalender hatten, war jener der Immofinanz gähnend leer.

Wir freuen uns, dass man sich unsere Kritik und Sorge mittlerweile zu Herzen genommen hat und nach Monaten der Stille endlich wieder Aktivitäten gezeigt werden.

http://immofinanz.at/de/investor-relations/kalender

Wir hoffen, dass diese Aktivitäten, die nach langer Zeit auch wieder ins Ausland (Amsterdam, London) führen, nicht wieder einschlafen.

 

Neue Leitung für das Österreich-Geschäft

Vor kurzem ernannte das Management unserer Immofinanz zwei neue Manager für das Österreich-Geschäft.

http://www.boerse-express.com/pages/2794925/newsflow

Wir wünschen den beiden „Neuen“ viel Erfolg und knüpfen daran die Hoffnung, dass Herr Traunfellner dieses mal ein glücklicheres Händchen als in seiner vorigen Position hatte: Als Verantwortlicher für das Asset-Management (in Österreich) unserer Immofinanz war der Erfolg angesichts der konstant hohen Leerstandsraten ausgesprochen bescheiden.

 

Der neue CA Immo-Aufsichtsrat

Die dieswöchige Hauptversammlung der CA Immo verlief einigermaßen turbulent – zumindest was den Tagesordnungspunkt „Aufsichtsratsbestellung“ betrifft. So wurde kurzerhand der Aufsichtsrat deutlich aufgestockt und ein neuer Aufsichtsratspräsident installiert.

http://kurier.at/wirtschaft/boerse-news/russen-kontrollieren-ca-immo/196.854.570

Die scheidende O1-Gruppe, die ihre Anteile ja zu einem sehr stolzen Preis an unsere Immofinanz verkaufte, installierte für die nächsten Jahre eine ganze Reihe von Vertrauensleuten im neuen CA Immo-Aufsichtsrat. Die russische Gruppe dominiert nun nach Belieben dieses Gremium.

Wir hoffen, das Management unserer Immofinanz ließ sich da kein Ei legen.

Derzeit ist alles ziemlich undurchsichtig und dem Börseplatz Wien nicht gerade dienlich, wie es dieser Kommentar im aktuellen „Börsenkurier“ nicht unzutreffend beschreibt:

böku

 

 

Immofinanz macht wieder in Wohnimmobilien

Einigermaßen erstaunt vernahmen den Hinweis eines Lesers auf eine Kleinstmeldung in der „Presse“ (Immobilienteil, 7. Mai 2016) Anfang dieser Woche:

geisberg

2 Jahre nach dem aus unserer Sicht völlig verunglückten BUWOG-Spin-Off und der seither von Alt-CEO und Neu-CEO gebetsmühlenartig vorgetragenen Strategie, künftig sich nur noch auf Retail und Büros zu konzentrieren, überrascht uns diese Rückkehr unserer Immofinanz auf den Wohnungsmarkt doch einigermaßen.

Gleich vorweg, wir halten das für keine gute Idee – egal ob man daran denkt, diese dann zu verkaufen oder zu vermieten. (Die gesamte hausinterne Expertise dafür wurde ja mit dem BUWOG-Spin-Off aufgegeben).

Es gab schon zahlreiche – zumindest aus unserer Sicht – unmotivierte Immobilienverkäufe. Ausgerechnet hier entscheidet man sich nicht für einen Verkauf der Büroimmobilie sondern für den Umbau zu Wohnungen?

Wir verstehen das nicht und ersuchen um Erklärung, ob hier schon wieder eine Strategieänderung bevorsteht?

 

 

Der Vermietungsgrad steigt leicht

Heute früh hat unsere Immofinanz bekannt gegeben, dass es offenbar gelungen ist, zum Ende des laufenden Geschäftsjahres den Vermietungsgrad nach Jahren der Rückläufigkeit (bzw bestenfalls der Stagnation) erstmals wieder leicht anzuheben.

http://immofinanz.at/de/investor-relations/meldungen/corporate-news/immofinanz-steigerte-vermietungsgrad-des-bueroportfolios-deutlich-plus-sieben-prozentpunkte-auf-82/ID12581

Bereits vor einiger Zeit wurde das seitens Dr. Schumy angekündigt. Im Unterschied zum Ankündigungsweltmeister und Umsetzungszwerg Zehetner ist das einmal mehr positiv anzumerken.

Eine Schwalbe macht aber natürlich noch keinen Sommer, aber es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wir warten gespannt auf Details und aussagekräftige Ländervergleiche.

Über Gagenkaiser und Umsetzungszwerge

Heutigen Medien entnehmen wir – wohl zum Ärgernis der allermeisten Aktionäre unserer Immofinanz – einmal mehr, wie sehr das Gagen-Füllhorn über den mehr als erfolglosen Alt-CEO Zehetner ausgeschüttet wurde:

Gagen

Unfassbare 3,7 Millionen Euro (inklusive skandalöserweise rückwirkend gewährter Millionenboni) für jemanden, der nur einen Scherbenhaufen hinterlassen und den Aktionären zwei dividendenlose Jahre beschert hat, hinterlassen uns jedes mal sprachlos.

Uns erscheint auch die Gage von Herrn BUWOG-Riedl als viel zu hoch. Er managt kein Industrieunternehmen sondern eine Wohnungsgesellschaft. Auch da passen die Relationen nicht. Allerdings hat Herr Riedl im Unterschied zu Dr. Zehetner eine akzeptable Performance vorzuweisen.

Gar nicht in den Rankings scheint jener Mann auf, der die Zehetner-Suppe auch weiterhin auszulöffeln hat. Dr. Schumy muss sich mit hinteren Rängen begnügen. Bei aller punktueller Kritik, die wir immer wieder haben: Dass er nur einen Bruchteil von Katastrophen-CEO Zehetner verdiente, ist obszön und skandalös.

 

Merger mit CA Immo könnte noch scheitern

Geschätzte Leser, im heutigen Wirtschaftsblatt ist ein überaus interessanter Artikel über die Sicht des CA-Immo-Vorstandes auf die angekündigte Verschmelzung dieses Unternehmens mit unserer Immofinanz zu lesen:

http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/newsletter/4978767/Merger-ImmofinanzCAImmo-konnte-noch-scheitern

Zum Einen wird klar, dass man innerhalb der CA-Immo das Vorhaben von Dr. Schumy keineswegs so euphorisch sieht. Dies könnte die sehr unerfreuliche Konsequenz haben, dass der ohnehin schon überaus teure – möglicherweise zu teure – Deal noch einmal kostspieliger werden könnte.

Zum Anderen zeigt sich, dass die Gräben, die durch das Verschulden von Alt-CEO Zehetner aufgerissen wurden, noch immer nicht ganz überwunden scheinen: Bislang gab es auf Vorstandsebene offenbar noch keinerlei Kontakt zwischen beiden Unternehmen. Das ist nicht unbedingt das, was man gemeinhin als professionellen Zugang bezeichnen würde.

Wir hoffen, dass man hier besonnen ans Werk geht und man sich seitens unserer Immofinanz – wir wiederholen uns – wirkliche Profis und CA-Immo-Kenner ins Boot holt.