Archiv für den Monat: Januar 2017

Kursbilanz Dr. Schumy

Bereits in unserem ersten Blogeintrag kritisierten wir anhand von Vergleichscharts die extrem schlechte Performance des Aktienkurses unserer Immofinanz mit der Peer Group. Wir wiederholten in der leidvollen Ära Zehetner diese Vergleiche und kamen jedesmal zum selben Ergebnis: Unser Unternehmen performte jeweils und ohne Ausnahme überaus unterdurchschnittlich – in der Regel war man Schlusslicht.

Auch in den offiziellen Publikationen unserer Immofinanz (Quartalsberichte bzw. Geschäftsberichte) zeigte sich ohne Ausnahme das selbe Bild.

Im Unterschied zu punktuellen inhaltlichen Verbesserungen der Ära Schumy (Weg von der Ankündigung hin zum Umsetzen, weitgehende Einstellung der sündteuren Zivilprozesse, wesentlich besserer Umgang mit Aktionären etc) ist doch eines gleich geblieben: Unsere Immofinanz ist weiterhin gefangen in einer beängstigenden Abwärtsspirale. Denn auch seit Amtsantritt CEO Schumy gibt es eine Konstante: Unsere Immofinanz als deutliches Schlusslicht. Während andere im Kurs deutlich zulegen, verliert unsere ohnehin schon abgehängte Immofinanz noch einmal deutlich.

Dieses Chart zeigt die Kursentwicklung seit Amtsantritt von Dr. Schumy in Relation zu heimischen Mitbewerbern. Ein trauriges Bild!

Besonders entmutigend ist, dass sich das Auseinanderdriften der Kursschere in den letzten Monaten noch einmal deutlich beschleunigt hat.

Nach wie vor vermissen wir – und wohl auch zahlreiche institutionelle Investoren – eine klare, präzise Strategie zu Russland. Wir vermissen ebenso einen klaren Fahrplan bezüglich der Fusion mit der CA Immo und wir orten eine diffuse Außendarstellung unseres Unternehmens hinsichtlich der Schwerpunktsetzung (Stichwort: Immofinanz baut wieder Wohnungen und Hotels)

 

 

Immofinanz baut Hotel – Strategie?

Mit einigem Erstaunen vernahmen wir letzte Woche, dass unsere Immofinanz in Österreich ein Hotel baut – 2019 soll am Wienerberg gemeinsam mit der Novum Hotel Group ein Hotel unter dem „Holiday Inn“-Label entstehen.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/corporate-news/novum-hotel-group-und-immofinanz-stellen-neue-hotel-landmark-in-wien-vor/ID13157

Wir maßen uns nicht an, zu bewerten, ob das wirklich ein zukunftsfähiger Standort für ein 200-Zimmer-Hotel sein kann. Wir haben allerdings unsere Zweifel.

Was uns allerdings einmal mehr stutzig macht ist die weitere Verwässerung der 2-Branchen-Strategie unserer Immofinanz. Bei jeder Hauptversammlung und in jeder Publikation wird die nunmehrige Fokussierung auf die Bereiche Retail und Büro geradezu gebetsmühlenartig betont.

Davon kann aber – speziell in Österreich – nicht die Rede sein. Zum einen werden Büroimmobilien und auch Retailobjekte verkauft, zum anderen werden Wohnungen und nun auch ein Hotel gebaut.  Diese strategische Diffusität lässt sicher nicht nur uns, sondern wohl auch so manchen Investor etwas ratlos zurück.

 

Wandelanleihe – Flop mit Anlauf

Kurz vor dem Wochenende gab das Management unserer Immofinanz per Ad Hoc Meldung die Annahmequote der Wandelanleihe an. Die Wandelschuldeigner sind der Einladung mehrheitlich NICHT (!) gefolgt. Die Annahmequote lag bei lediglich 43 Prozent.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/corporate-news/immofinanz-ag-bestaetigt-erfolgreiche-platzierung-der-2-wandelschuldverschreibungen-2024-mit-einem-volumen-von-eur-297-2-millionen-und-gibt-annahmequote-von-43-4-fuer-die-incentivierte-wandlungseinladung-fuer-4-25-eur-515-1-mio-wandelschuldverschreibung-2018-bekannt/ID13159

Das ist ein veritabler Bauchfleck dieser Maßnahme, der angesichts der sehr unattraktiven Konditionen für die Mehrzahl der Eigner allerdings wenig überraschend ist.

Diesem Flop ließen auch gleich die Analysten der Baader Helvea mit einem abermaligen Zurechtstutzen des Kursieles Taten folgen. Der massive Downgrade von 2 Euro auf EUR 1,50 ist die Quittung dafür.

 

Desaströse Kursentwicklung – greift Klaus Umek ein?

Wie das Branchenblatt „Der Börsianer“ gestern berichtete, könnte „Petrus Advisors“ rund um Investmentbanker Klaus Umek demnächst den Druck auf das Management erhöhen.

Immofinanz im Visier: Klaus Umek will eingreifen

Herr Umek gehört nicht unserer Gruppe an. Aber uns ist jeder willkommen, der die Situation rund um unsere Immofinanz ähnlich wie wir sieht. Das dürfte hier teilweise durchaus der Fall sein.

Der Investor – so das Blatt – sei ungehalten, dass sich die Immofinanz so schlecht entwickle und die an sich gute CA-Immo zusätzlich in Geiselhaft genommen hat.

Aufmerksame Leser unseres Blog wissen: Wir sehen das ähnlich.

IVA Rasinger zu neuer Wandelanleihe

Wer die handzahmen Auftritte von IVA-Präsident Rasinger in den Hauptversammlungen kennt, wird einigermaßen überrascht sein, dass er angesichts der Bedingungen der neuen Wanelanleihe durchaus zu Kritik an unserer Immofinanz fähig ist.

https://aktien-portal.at/shownews.html?id=45615&s=Immofinanz-Immofinanz—Rasinger%3A-Umtausch-Angebot-nur-an-Fonds-%22%26%23228%3Brgerlich%22

Zwar verliert er kein Wort auf die traurig niedrigen Umtauschkurse als Manifest des Kursniedergangs unserer Immofinanz. Aber er moniert nicht ganz zu Unrecht, dass der private Streubesitz anders behandelt wird als institutionelle Anleger.

Zwar sind wir der Meinung, dass nach wie vor viel zu wenig getan wird um institutionelle Investoren für unser Papier zu interessieren (Wobei Kommunikation auch kein Wundermittel ist, wenn die Unternehmensstrategie in wesentlichen Fragen unattraktiv oder nicht erkennbar ist), allerdings sind aus unserer Sicht alle Aktionäre gleich zu behandeln.

Hier hat Rasinger recht. In diesem Sinne hoffen, wir dass er bei der nächsten Hauptversammlung in einigen Punkten kritischer gegenüber dem Management auftritt.

Neue Wandelanleihe – Manifest einer traurigen Situation

In der Nacht auf heute gab unsere Immofinanz die Begebung einer Wandelanleihe mit einer Laufzeit von 7 Jahren bekannt.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/ad-hoc-meldungen/immofinanz-ag-laedt-inhaber-der-eur-515-1-mio-wandelschuldverschreibung-2018-zur-abgabe-incentivierter-wandlungserklaerungen-ein-und-startet-angebot-fuer-neue-wandelschuldverschreibung-2024-ueber-eur-200-mio/ID13148

Die dort verlautbarten Bedingungen gekoppelt mit dem aktuell dramatisch niedrigen Kurs von lediglich EUR 1,70 ist ein Manifest einer dramatisch schlechten und traurigen Situation unserer Immofinanz.

Mit einem festgesetzten Wandlungspreis von unter 2,40 EUR rechnet das Management unserer Immofinanz offensichtlich damit, in den nächsten 7 Jahren nur überaus bescheiden zuzulegen.

Von einer Annäherung an den NAV dürfte man sich – so muss man diesen Wert unseres Erachtens eigentlich interpretieren – offensichtlich längst verabschiedet haben.

Mit großer Wut sehen wir abermals auf das Jahr 2015 zurück, als der unsägliche Alt-CEO Zehetner in Tateinheit mit dem Aufsichtsrat den Aktionären dringend abgeraten hat, das CA-Immo-Angebot von EUR 2,80 abzulehnen, weil es viel zu niedrig sei.

Eine unfassbare Täuschung und Fehlberatung. An einem Tag wie diesen wird einem das noch drastischer vor Augen geführt.

Dass heute der Kurs dramatisch einbricht (zu Beginn des Handelstages sogar zweistellig), ist leider keine Überraschung.

Auflösung der Aviso Zeta

Was im Rahmen der letzten Hauptversammlung unserer Immofinanz schon in die Wege geleitet wurde, kann jetzt als fix angesehen werden: Die Aviso Zeta, die „bad bank“ der ehemaligen Constantia Privatbank, wird aufgelöst.

http://www.boerse-express.com/pages/2851922/newsflow

Damit wird demnächst ein Kapitel abgeschlossen sein: Nahezu sämtliche Anlegerklagen und andere Zivilverfahren sind beigelegt – ein wirklicher Erfolg von CEO Schumy, der die diesbezügliche Politik von Alt-CEO Zehetner um 18ß Grad gedreht hat.

Begleitet von den unerträglichen Zehetner-Stammtischtönen war die Aviso Zeta jahrelang Sinnbild für Vergangenheitsbezogenheit und eine Goldgrube für Anwaltskanzleien. Diese sündteuren Aktivitäten gehören nun nahezu gänzlich der Vergangenheit an – Schumy hat den Blick nach vorne gerichtet. Wir halten das für ein wertvolles Signal an die Aktionäre!

Jänner 2017 – Update der Website

Geschätzte Leser, wir hoffen, Sie sind gut in das neue Jahr gestartet. Wir werden Sie auch im neuen Jahr wieder zu den Entwicklungen rund um unsere Immofinanz begleiten.

Seit unserem Start im November 2014 hat sich einiges getan – Katastrophen-CEO Zehetner ist mit Millionenbonus in die Pension verabschiedet – vieles von ihm Verschuldete liegt aber nach wie vor im Argen, obwohl es dem Nachfolger Dr. Schumy punktuell gelungen ist, eindeutig positive Akzente zu setzen.

Auch wenn wir uns erfreulicherweise längst nicht mehr so oft in Fundamentalopposition zum Management begeben müssen als zu Zehetner-Zeiten – wir haben nach wie vor das Gefühl, dass einiges Falsch läuft – und das werden wir auch im neuen Jahr aufzeigen. Vielen Dank für Ihre treue Unterstützung – wir freuen uns zum Wohle unserer Immofinanz auf unsere Arbeit.

Wir haben das neue Jahr zum Anlass genommen, die Unterseite „unsere Kritik“ mit einer aktualisierten Präambel zu versehen.

Herzlichst, Ihr Team von „unsere Immofinanz“.