Archiv für den Monat: März 2017

Vorschau Jahreszahlen

Nächste Woche veröffentlicht unsere Immofinanz die Jahreszahlen des diesmaligen Rumpfgeschäftsjahres per 31.2.2016. (6. April nach Börseschluss. PK und Geschäftsbericht folgen am 7. April)

Was sind die aus unserer Sicht brennendsten Fragen rund um diese Veröffentlichung?

  1. Wie geht es weiter mit der Beteiligung CA Immo? (Konkrete Szenarien bzw Zeitpläne)
  2. Wie geht es weiter mit der Russland-Beteiligung wann wird die bereits von vielen Seiten erwartete Katze einer neuerlichen Abwertung aus dem Sack gelassen?
  3. Wie gedenkt man, den Aktienkurs endlich wieder nach oben zu bringen? Man hinkt weiterhin deutlich hinter allen  Papieren der Peer Group hinterher. Signale der Besserung sind – wenn überhaupt – sehr verhalten.
  4. Wie entwickeln sich die Leerstände? Da gibt es deutliche Zeichen der Besserung – wir hoffen auf weitere positive Signale
  5. Wie klar ist die Strategie (Bleibt man auf Retail und Büro) bzw wird diese weiter verwässert?

Geschätzte Leser, wir werden die Jahreszahlen in gewohnter Weise in den nächsten Tagen einer genauen Analyse unterziehen

Stockt Fusion mit CA Immo?

Die seitens unserer Immofinanz angestrebte Fusion mit der CA Immo geriet unserer Wahrnehmung nach in den letzten Monaten etwas ins Stocken. Die jüngsten Aussagen der CA Immo selbst,

http://derstandard.at/2000054630127-166/CA-Immo-Immofinanz-Fusion-nur-mit-ueberzeugendem-Angebot

Vor diesem Hintergrund wäre es für uns Aktionäre hilfreich, eine klare bzw. aktualisierte Einschätzung zu diesem Vorhaben kundzutun. Die Bilanzpressekonferenz am 7. April wäre eine gute Gelegenheit dafür.

 

Offener Brief von Petrus Advisers (K. Umek)

Bereits mehrmals ließ der Finanzinvestor Petrus Advisers (CEO Klaus Umek) seinen Unmut über die aktuelle Performance unserer Immofinanz kund tun – jeweils über das Branchenmedium www.derboersianer.com .

Nun artikuliert der Investor seine Kritik auch in der breiteren Öffentlichkeit und wählte dafür den Weg eines großflächigen Inserates in der heutigen „Presse“. Zumal wir den Kern der Kritikpunkte teilen und wir jene Punkte, die wir etwas anders sehen, durchaus als legitime Position ansehen, hoffen wir, dass Petrus Advisers nichts dagegen haben, diesen offenen Brief auch auf unserer Website zum Zwecke der noch weiteren Verbreitung publizieren:

Es freut uns, dass das fundamentale Problem unserer Immofinanz – nämlich die von Alt-CEO Zehetner zu verantwortende Russlandlastigkeit des Unternehmens, auch von anderen Aktionärskreisen als Kernproblem angesehen wird.

Wir unterstützen daher voll und ganz die in diesem offenen Brief angestellte Diagnose. Russland ist DAS Problem unserer Immofinanz! Bezüglich Zeitpunkt des Abverkaufes fordern wir aber ein, darauf zu achten, nicht wieder einen völlig ungeeigneten Zeitpunkt dafür zu wählen. (Wie es etwa bei der BUWOG mehrmals passiert ist) – da unterscheidet sich unsere Forderung von der Petrus-Forderung in Nuancen.

Die Leerstandsproblematik (Büro) unserer Immofinanz ist evident und wurde mehrmals auch auf unserem Blog kritisiert. Es gibt zwar in Deutschland, Österreich und Rumänien leichte Anzeichen der Besserung. Aber nach wie vor hinkt man den Branchenwerten hinterher. Auch hier deckt sich die Petrus-Diagnose mit der unseren.

Die Forderung nach einem Übernahmeangebot an die freien CA-Immo-Aktionäre von EUR 23,50 ist verständlich und könnte dem aktuellen Management unter Dr. Schumy noch auf den Kopf fallen – denn wir haben immer kritisiert, dass wir den damaligen Kaufpreis von 23.5 pro Aktie als für deutlich zu hoch empfanden. Die Forderung nach „gleichem Recht für alle“ ist aber mehr als verständlich.

Der geforderte Aktienrückkauf wurde ja bereits gestern angekündigt. Wir sehen das ambivalent. Richtig gemacht, kann er definitiv positive Auswirkungen haben – eine Umsetzung a la Zehetner würde aber einmal mehr bedeuten: Außer Spesen nichts gewesen.

Abschließend deponieren wir noch einmal ausdrücklich diese Aktionärsaktivität von Klaus Umek – auch wenn wir in einzelnen Punkten etwas abweichende Ansichten haben. Den Kern der Kritik teilen wir jedenfalls!

 

Neues Rückkaufprogramm

Heute kündigte das Management unserer Immofinanz nach längerer Zeit wieder ein Aktienrückkaufsprogramm an.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/ad-hoc-meldungen/immofinanz-ag-beschliesst-aktienrueckkaufprogramm-1-2017/ID13213

Demnach sollen ab 20. März bis zu 20 Millionen Stück Immofinanz-Aktien zurückgekauft werden.

Unter bestimmten Voraussetzungen können derartige Rückkäufe sinnvoll sein. So sollten sie – in der Theorie – jedenfalls einen kurssteigernden Effekt haben. Es gibt jedoch vermehrt Anzeichen, dass dieser Effekt heute nur noch selten eintritt, bzw wenn überhaupt, eher nur kurzfristigen Effekt hat. Wir dürfen an dieser Stelle die Lektüre des folgenden Artikels empfehlen:

Aktienrückkauf ist kein Allheilmittel

Jedenfalls hatte unsere Immofinanz mit den noch unter Alt-CEO Zehetner durchgeführten Rückkäufen kein Glück. Wir hoffen, dass das nun – vor dem Hintergrund einer sicherlich gestiegenen Professionalität – anders ist.

 

S Immo kauft Immofinanz Aktien

Das stets gut informierte Börsenmagazin „der Börsianer“ berichtet, dass die S Immo kräftig bei CA Immo und unserer Immofinanz zukauft. Das Magazin spekuliert sogar damit, dass bald die Meldeschwelle überschritten wird.

Anlagenotstand: S Immo kauft Aktien der Immofinanz

Eine interessante Entwicklung. Kann sein, dass sich hier bald neue Player formieren, denn auch Der Invoestor Umek hat sich bereits mehrmals zu Wort gemeldet. Wir halten Sie, geschätzte Leser, auf dem Laufenden.

 

Zehetner-Altlast Immoeast

Der heutige KURIER berichtet, dass das Management unserer Immofinanz neben zahlreich bereits beendeten Zivilverfahren eine weitere juristische Altlast von Problem-CEO Eduard Zehetner beseitigen möchte: Die Abfindung von bei der Verschmelzung zwischen Immofinanz und Immoeast damals benachteiligter Immoeast-Aktionäre.

https://kurier.at/wirtschaft/immofinanz-frueheren-immoeast-aktionaeren-winkt-ordentliche-millionen-nachzahlung/249.298.530

Diese Fusion im Jahr 2010 hatte Zehetner ebenso zu verantworten, wie den nun fast sieben Jahre andauernden Rechtsstreit mit Immoeast-Aktionären. Einzige Gewinner einmal mehr: Die Anwälte.

Wir halten es auch hier für richtig, dass Dr. Schumy konsequent bemüht ist, juristische Streitereien endlich hinter sich zu lassen, damit endlich der Blick nach vorne frei wird.

 

Vermietung Rumänien

Leider hat es CEO Schumy auch nach knapp 2 Jahren noch nicht geschafft, die wesentlichsten Probleme die ihm Alt-CEO Zehetner eingebrockt und hinterlassen hat, zu lösen: Sie von Zehetner herbeigeführte Milliarden-Sackgasse Russland ist weiterhin ungelöst und das instututionelle Vertrauen in das Papier ist weiterhin – Stichwort Aktienkurs und Kursziele – äußerst gering.

An zwei Fronten hat Schumy aber das Ruder jedenfalls erfolgreich herumgerissen: Das ist zum einen sein Bemühen und sein Erfolg bei der Beendigung der sündteuren und hemmenden Zivilprozesse. Und zum anderen hat es das neue Management wirklich geschafft, die unter Zehetner immer dramatischer gewordene Leerstandsproblematik deutlich zu entschärfen. Es gab hier mehrere positive Nachrichten in den letzten Monaten, etwa in Deutschland oder auch in Österreich.

Diesbezüglich freuen wir uns über die jüngste Meldung, wonach man den Vermietungsgrad im Rumpfgeschäftsjahr deutlich – von 88 Prozent auf 94 Prozent steigern konnte.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/corporate-news/immofinanz-vermietete-im-rumpfgeschaeftsjahr-2016-ueber-80-000-m2-bueroflaeche-in-bukarest/ID13195