Archiv für den Monat: Juli 2017

Weibliche Führungspersönlichkeiten

Unsere Immofinanz ist seit dem Abgang von Frau Noggler ein rein männlich dominiertes Unternehmen. Das gilt für den kompletten Vorstand und alle Kapitalvertreter des Aufsichtsrates. Dementsprechend ist unsere Immofinanz betreffend Frauenanteil mit einer so errechneten Quote von Null Prozent ein Schlusslicht unter den heimischen ATX-Unternehmen.

Der aktuelle „Trend“ widmet sich dieser Angelegenheit und erstellte diese Tabelle:

Wir sind weit davon entfernt, unabhängig von der Qualifikation einen höheren Frauenanteil zu fordern, aber eine Quote von NULL steht einem modernen ATX-Unternehmen nicht gut zu Gesicht.

Wir plädieren dafür, zumindest für den Aufsichtsrat, in Zukunft über eine Änderung nachzudenken. Wir als Aktionärsgruppe würden ein derartiges Signal befürworten.

Gerling Quartier

Heute gab das Management unserer Immofinanz bekannt, sich vom Gerling Quartier getrennt zu haben.

http://www.boerse-express.com/cat/pages/2896414/fullstory

In den letzten Jahren häuften sich die Probleme mit der Immobilie, die unter Alt-CEO Zehetner mangels anderer Developments jahrelang als Paradebeispiel für die Developmentkunst unserer Immofinanz herhalten musste.

Besonders die dramatische Baukostenüberschreitung im Jahr 2015 war ein Mühlstein, der nun auch den Erfolg des Verkaufes stark relativiert. (Buchwert über 100 Millionen Euro vs. Baukostenüberschreitung von 48 Millionen Euro)

Insofern wäre eine präzise Information über den exakten Kaufpreis für die Aktionäre hilfreich

Einkaufszentren in Moskau

Wie bereits seitens des Managements unserer Immofinanz zigfach angekündigt, ist geplant, das größte Milliardenloch der Ära von Alt-CEO Zehetner – die Moskauer Einkaufszentren – bis Jahresende abzustoßen.

Etwas ungelenk war die jüngste diesbezügliche Kommunikation unseres Unternehmens. Zum einen war laut einer russischen Zeitung zuerst die Rede davon, dass die Immofinanz noch einmal selbst 80 Millionen Euro in die Hand nimmt, um die völlig am Markt vorbei entwickelten Einkaufszentren zu adaptieren.

https://solidbau.at/a/immofinanz-investiert-in-moskauer-immobilien

Dann fühlte sich unsere Immofinanz genötigt, das zu korrigieren, indem man verlautbarte, die künftigen Käufer würden diese 80 Millionen Euro investieren.

http://www.finanzen.at/nachrichten/aktien/IMMOFINANZ-Moskau-Investitionen-wird-kuenftiger-Erwerber-tragen-1002155188

Hier wäre eine offizielle Klarstellung in Form einer offiziellen Aussendung des Unternehmens hilfreich. Nur die Pressereferentin auszuschicken, erscheint uns ob der Dimension dieser Unklarheit deutlich zu wenig zu sein. Wir hoffen, dass dieses Informationsmanko lediglich der Urlaubszeit geschuldet ist, wofür wir (eingeschränktes) Verständnis hätten.

Analystenupdate – weiterhin schlechter Ausblick

Zu Beginn des Sommers scheint sich das leider pessimistische Analystenbild von unserer Immofinanz weiter zu verfestigen. Das durchschnittliche Kursziel liegt damit weiter unter der 2 Euro-Marke. Der gigantischen Abschlag zum Net Asset Value ist auch weiterhin einzigartig unter den vergleichbaren Immobiliengesellschaften.

Societe Generale blieb jüngst bei ihrem pessimistischen Kursziel von EUR 1,75 mit der Empfehlung: Sell!

http://www.boerse-express.com/cat/pages/2892904/fullstory