Archiv für den Monat: Dezember 2017

Immofinanz: Ausblick 2018

Der aktuelle Quartalsbericht unserer Immofinanz bietet hinsichtlich der Performance der Aktie ein leider vertrautes Chart – unsere Immofinanz hinkt dem ATX und dem IATX hinterher.

Unsere Immofinanz hinkt weiterhin allen anderen Titeln und Indizes hinterher. Von Aufholprozess ist auch nach dem Jahr 2017 nichts zu sehen. Das Loch, dass unter Alt-CEO Zehetner aufgerissen wurde, konnte unter CEO Schumy in den letzten 2 Jahren maximal stabilisiert werden.

Wir erhoffen uns für das neue Jahr, dass wir Aktionäre wieder bessere Nachrichten zu lesen bekommen.

Insgesamt dürfen wir für das Jahr 2017 kurz resümmieren:

Was hat uns gefallen:

  • Unter CEO Schumy folgen Worten stets Taten. Ein völliger Paradigmenwechsel im Vergleich zu Ankündigungsweltmeister und Umsetzungszwerg Zehetner. Wir teilen bei weitem nicht jede Maßnahme, aber durch Schumy kehrt für den Aktionär endlich wieder mehr Verlässlichkeit ein.
  • Der Stil Marktteilnehmern und Aktionären gegenüber hat sich gegenüber Stammtisch-CEO Zehetner ebenfalls drastisch verbessert.
  • Konsequenter Schlussstrich unter diverse Klagen und Zivilprozesse. Die Settlements mit Aktionären und Ex-Vorständen sind uneingeschränkt positiv, da sie den Blick nach vorne ermöglichen und nicht nur Anwälte im Sold halten.
  • Die Kapitalmarktkommunikation – von uns lange kritisiert – hat sich eindeutig verbessert und ist aus unserer Sicht nun einer Immofinanz angemessen.
  • Die Auslastung der Immobilien hat sich nicht nur stabilisiert sondern deutlich verbessert. Das ist eine bemerkenswerte Leistung nach den desaströsen Zehetner-Jahren.

Was hat uns nicht gefallen:

  • hier ist vor allem der Verkauf des Russland-Portfolios zu werten. Wir hielten den Zeitpunkt für falsch (daher enttäuschender Erlös). Außerdem hätten wir einen Spin Off für besser gehalten. Diese Großtransaktionen sind in den letzten Jahren aus unserer Sicht allesamt subobtimal gelaufen: Die CA Immo wurde teuer gekauft (allerdings hat der Kurs sich im Unterschied zu unserer Immofinanz prächtig entwickelt), die BUWOG – das ist dieser Tage besonders schmerzhaft – zu billig verkauft. Bei Russland sehen wir eine Fortsetzung dieser nicht optimal laufenden Transaktionen.

Geschätzte Leser, wir bedanken uns für Ihre Treue und wir freuen uns, dass wir dieses Jahr mit konstant hohen Leserzahlen aufwarten konnten. Bitte halten Sie uns auch im kommenden Jahr die Treue:

Mit den besten Wünschen für den Jahreswechsel. Wir sind im neuen Jahr in bewährter Weise wieder für Sie da.

Vonovia-Angebot für die BUWOG

Die BUWOG ist derzeit wieder in aller Munde. Zum Einen untersucht gerade das Gericht, ob beim Verkauf der BUWOG alles „supersauber“ gelaufen ist, zum anderen führt uns das heute18 verbreitete Angebot der deutschen Vonovia einmal mehr vor Augen, wie gut das Geschäft wahr, dass damals unsere Immofinanz (für ca die Hälfte von 961 Millionen Euro) gemacht hat.

Das Übernahmeangebot von nahezu 30 Euro pro Aktie würde einem Börsewert von mehr als 5 Milliarden Euro entsprechen.

Das ist schön für die BUWOG und ihre Aktionäre. Der Großteil der BUWOG-Aktionäre wird das Angebot wohl annehmen (bei einem aktuellen Kurs von rund EUR 24).

Das führt uns als Aktionäre unserer Immofinanz 2 Fakten vor Augen:

  1. Die BUWOG hat seit ihrem SpinOff von der Immofinanz ausgezeichnet performed, während unsere Immofinanz zuerst komplett den Anschluss an alle Mitbewerber verloren hat und nun diesen Rückstand nach wie vor nicht annähernd aufholen kann. Die BUWOG ist betreffend Börsenumsatz in Wien teilweise auch bereits an der Mutter vorbeigezogen. Das hat vereinfacht gesagt zwei Ursachen: 1. Daniel Riedl (gut für die BUWOG-Aktionäre) und 2. Eduard Zehetner (schlecht für die Aktionäre unserer Immofinanz).
  2. Dieser innere Wert der BUWOG geht unserer Immofinanz nach wie vor ab. Leider wurde damals die falsche Entscheidung getroffen – vor allem die Entscheidung für den Spin-Off erweist sich auch aus heutiger Sicht einfach nur als fatal.

Aktuell macht die BUWOG-Aktie einen riesigen Sprung nach oben. Wie halten Sie diesbezüglich auf dem Laufenden.

 

Russland-Verkauf: Aktienkurs leidet

Seit Ankündigung des Verkaufes des Russland-Portfolio geht es für die Aktie unserer Immofinanz kontinuierlich bergab. Eine Trendumkehr ist bisher nicht absehbar.

Die von  uns an mehreren Stellen kritisierte Vorgangsweise (Zeitpunkt und Methode) dürfte der Markt ähnlich sehen: Denn innerhalb eines Monats (Ankündigung des Verkaufes an die russische Fort-Gruppe war am 13.11.) gab die Aktie, die ohnedies nach wie vor weit unter dem NAV notiert, noch einmal 10 Prozent nach:

Chart entnommen der Website der Wiener Börse.

Diese Entwicklung ist alles andere als erfreulich.

Verkauf Russland abgeschlossen

Unsere Immofinanz hat bekanntgegeben, dass das Closing des Verkaufes des Russland-Portfolios an russische Investoren erledigt wurde.

http://www.boerse-express.com/cat/pages/2940090/fullstory

Hier finden Sie die Aussendung unserer Immofinanz:

https://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/corporate-news/immofinanz-schliesst-verkauf-des-russischen-einzelhandelsportfolios-ab/ID13455

Wir hielten diesen Schritt von der Vorgangsweise (Spin Off wäre aus unserer Sicht wesentlich plausibler gewesen) und vom Zeitpunkt (Wir haben arge Zweifel, ob man einen für unser Unternehmen optimalen Zeitpunkt gewählt hat) für falsch.

Das gilt wohl auch für andere Aktionäre – der Kurs unserer Immofinanz hat seit Ankündigung des Russland-Verkaufes um 10 Prozent nachgegeben und schrammt nun wieder knapp an der 2-Euro-Marke.