Immofinanz: Ausblick 2018

Der aktuelle Quartalsbericht unserer Immofinanz bietet hinsichtlich der Performance der Aktie ein leider vertrautes Chart – unsere Immofinanz hinkt dem ATX und dem IATX hinterher.

Unsere Immofinanz hinkt weiterhin allen anderen Titeln und Indizes hinterher. Von Aufholprozess ist auch nach dem Jahr 2017 nichts zu sehen. Das Loch, dass unter Alt-CEO Zehetner aufgerissen wurde, konnte unter CEO Schumy in den letzten 2 Jahren maximal stabilisiert werden.

Wir erhoffen uns für das neue Jahr, dass wir Aktionäre wieder bessere Nachrichten zu lesen bekommen.

Insgesamt dürfen wir für das Jahr 2017 kurz resümmieren:

Was hat uns gefallen:

  • Unter CEO Schumy folgen Worten stets Taten. Ein völliger Paradigmenwechsel im Vergleich zu Ankündigungsweltmeister und Umsetzungszwerg Zehetner. Wir teilen bei weitem nicht jede Maßnahme, aber durch Schumy kehrt für den Aktionär endlich wieder mehr Verlässlichkeit ein.
  • Der Stil Marktteilnehmern und Aktionären gegenüber hat sich gegenüber Stammtisch-CEO Zehetner ebenfalls drastisch verbessert.
  • Konsequenter Schlussstrich unter diverse Klagen und Zivilprozesse. Die Settlements mit Aktionären und Ex-Vorständen sind uneingeschränkt positiv, da sie den Blick nach vorne ermöglichen und nicht nur Anwälte im Sold halten.
  • Die Kapitalmarktkommunikation – von uns lange kritisiert – hat sich eindeutig verbessert und ist aus unserer Sicht nun einer Immofinanz angemessen.
  • Die Auslastung der Immobilien hat sich nicht nur stabilisiert sondern deutlich verbessert. Das ist eine bemerkenswerte Leistung nach den desaströsen Zehetner-Jahren.

Was hat uns nicht gefallen:

  • hier ist vor allem der Verkauf des Russland-Portfolios zu werten. Wir hielten den Zeitpunkt für falsch (daher enttäuschender Erlös). Außerdem hätten wir einen Spin Off für besser gehalten. Diese Großtransaktionen sind in den letzten Jahren aus unserer Sicht allesamt subobtimal gelaufen: Die CA Immo wurde teuer gekauft (allerdings hat der Kurs sich im Unterschied zu unserer Immofinanz prächtig entwickelt), die BUWOG – das ist dieser Tage besonders schmerzhaft – zu billig verkauft. Bei Russland sehen wir eine Fortsetzung dieser nicht optimal laufenden Transaktionen.

Geschätzte Leser, wir bedanken uns für Ihre Treue und wir freuen uns, dass wir dieses Jahr mit konstant hohen Leserzahlen aufwarten konnten. Bitte halten Sie uns auch im kommenden Jahr die Treue:

Mit den besten Wünschen für den Jahreswechsel. Wir sind im neuen Jahr in bewährter Weise wieder für Sie da.