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Neues Rückkaufprogramm

Heute kündigte das Management unserer Immofinanz nach längerer Zeit wieder ein Aktienrückkaufsprogramm an.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/ad-hoc-meldungen/immofinanz-ag-beschliesst-aktienrueckkaufprogramm-1-2017/ID13213

Demnach sollen ab 20. März bis zu 20 Millionen Stück Immofinanz-Aktien zurückgekauft werden.

Unter bestimmten Voraussetzungen können derartige Rückkäufe sinnvoll sein. So sollten sie – in der Theorie – jedenfalls einen kurssteigernden Effekt haben. Es gibt jedoch vermehrt Anzeichen, dass dieser Effekt heute nur noch selten eintritt, bzw wenn überhaupt, eher nur kurzfristigen Effekt hat. Wir dürfen an dieser Stelle die Lektüre des folgenden Artikels empfehlen:

Aktienrückkauf ist kein Allheilmittel

Jedenfalls hatte unsere Immofinanz mit den noch unter Alt-CEO Zehetner durchgeführten Rückkäufen kein Glück. Wir hoffen, dass das nun – vor dem Hintergrund einer sicherlich gestiegenen Professionalität – anders ist.

 

Aktienrückkauf (3) – ein Instrument von vorgestern

Unsere Immofinanz und die Aktienrückkäufe – ein schier endloses Thema. Bereits angesichts der letzten (und hochgradig gefloppten) Rückkaufprogramme der unrühmlichen Ära Zehetner mussten wir anhand der vorliegenden Zahlen mehrfach massive Kritik üben.

Wie viel Geld im Frühjahr 2015 für Zehetners aggressive Abwehrspielchen gegen die CA Immo verbrannt wurde, sei anhand folgender Rechnung noch einmal verdeutlicht.

Laut Veröffentlichung unserer Immofinanz kaufte das Unternehmen im Frühjahr zu folgenden Konditionen zurück:

30 Millionen Stück zum Durchschnittskurs von EUR 2,63. Kosten: 78,9 Millionen EUR, sowie

10 Millionen Stück zum Durchschnittskurs von EUR 2,26. Kosten: 22,6 Millionen EUR.

Gesamtkosten der Rückkäufe somit 101,5 Milionen Euro.

Diese 40 Millionen Stück haben heute einen Wert von 68 Millionen Euro (Basis: Schlusskurs Freitag, 12.2.2016)

Der verursachte Schaden somit per heute: 33,5 Millionen EUR

Wir hoffen, das aktuelle Management ist sich dieser negativen Historie bewusst. Und wir hoffen auch, dass das aktuelle Management aktuelle Studien liest, die sich mit dem fragwürdigen Erfolg von Rückkaufprogrammen auseinandersetzten. Folgender Artikel in der „Presse“ vom Sonntag beschreibt die Studienergebnisse.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/4925426/Unternehmen-sind-lausige-Aktieninvestoren

Die Wirkung von Rückkaufprogrammen ist demnach wissenschaftlich bestätigt mehr als bescheiden, nicht nur, wenn Dr. Zehetner die Verantwortung trägt.