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Mehr Fachleute für unsere Immofinanz

Angesichts des mittelfristig deutlich wachsenden Portfolios unserer Immofinanz sollte endlich in Angriff genommen werden, die fachliche Expertise deutlich zu steigern.

im letzten Jahr wurde dies – mutmaßlich dank der Herren Zehetner und Fries – anlässlich der außerordentlichen Hauptversammlung ja in fataler Weise unterlassen: Bereits damals wäre es sinnvoll gewesen, den Aufsichtsrat mit echten Experten zu ergänzen. Stattdessen wurde die Dominanz des Herrn Fries auch im Kontrollgremium einzementiert.

Das ist nun – angesichts der noch einmal gestiegenen Herausforderungen – dringendst nachzuholen.

Das selbe gilt für die operative Ebene. Es braucht dringend Experten, die das Portfolio der CA-Immo kennen und eine Verschmelzung auch effizient vorantreiben können.

Wir gehen davon aus, dass man seitens des Managements unserer Immofinanz hoffentlich so klug war, sich die Dienste von Herrn Ettenauer, der als Ex-CEO die CA-Immo wie seine Westentasche kennt, zu sichern. Falls dem nicht so sein sollte, empfehlen wir dringend, ihn oder eine vergleichbare Persönlichkeit an Bord zu holen.

Mit dem bestehenden Personal – vor allem auf Aufsichtsebene einschließlich des Präsidenten Knap – sehen wir die kommenden großen Aufgaben als kaum effizient bewältigbar an.

 

 

Hauptversammlung – die offenen Fragen

Es weht unverkennbar ein etwas anderer Wind in unserer Immofinanz die katastrophalen Jahre unter Stammtisch-CEO Eduard Zehetner sind vorbei. Trotzdem läuft noch vieles  – zumeist bedingt durch schwerwiegende Fehler in der Äre Zehetner – falsch bzw. ist noch nicht behoben.

Bei der Hauptversammlung am 1.12. harren die Aktionäre unserer Immofinanz einiger wesentlicher offener und ungeklärter Fragen, die wir hier noch einmal kurz in Erinnerung rufen müssen:

  1. „Nicht verkaufen bei EUR 2,80“

Die Aktionäre erwarten Aufklärung rund die dringende Empfehlung von Vorstand und Aufsichtsrat, dem Angebot der CA Immo (EUR 2,80) nicht näherzutreten. Seither hat der Kurs nicht einmal mehr annähernd diesen Wert erreicht. „Fehlberatung“ ist ein Wort, das diesbezüglich immer wieder an uns herangetragen wird

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2. Wie kam es zum Zehetner-Bonus und wer ist dafür verantwortlich?

Zweimal sind die Aktionäre unserer Immofinznz um die Dividende umgefallen. Dr. Zehetner hatte eine spezielle Bonus-Regelung abhängig von Dividende. Keine Dividende, kein Bonus. Dann änderte der Aufsichtsrat rückwirkend Zehetners Regelung und zahlte ihm Millionenboni für zwei Jahre aus.

Wir halten das für einen womöglich auch rechtlich relevanten Skandal und fordern Aufklärung, wer dafür verantwortlich ist.

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3. Die Rolle von Dr. Fries

Die von Dr. Zehetner herbeigeführten Beschlüsse der ao Hauptversammlung im Frühjahr zementierten Dr. Fries und sein Umfeld als dominante Player in unserer Immofinanz ein. Dieser nun stark eingeschränkte Gestaltungsspielraum ist nicht zum Vorteil unserer Gesellschaft. Wir Fragen uns, wo denn die wahren Gründe dafür und für Zehetners Bonuszahlung liegen.

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4. Verkauf Logistik – richtige Strategie

Wie angekündigt, wurde im Herbst die gesamte Logistiksparte an den Immobilienriesen Blackstone verkauft. Wir hegen noch immer Zweifel, ob dies die richtige Strategie war.

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5. Die Kosten des BUWOG-Flops namens „Frankfurt Notiz“

Der schwerste und vermutlich auch teuerste Fehler von Dr. Zehetner (Und Hauptgrund für unseren Zusammenschluss) war der BUWOG-Spin Off samt Frankfurt-Notiz (Und das dafür notwendige Brautbehübschen für das mitspielen Wollen am Markt der Großen“). Wir fragen uns, was die tatsächlichen Kosten für dieses dramatisch gefloppte Deutschlandabenteuer sind und rufen dafür noch einmal die durchschnittlich gehandelten Stück in Frankfurt (XETRA) im Lauf der letzten Woche in Erinnerung:

Vonovia (ehem. dt. Annington): ca. 1.000.000 Stück pro Tag

Deutsche Wohnen: ca. 600.000 Stück pro Tag

BUWUG: ca. 3.000 (!!!) Stück pro Tag.

 

Wir hoffen, dass das Management und auch der Aufsichtsrat hierzu die richtigen Antworten geben.

 

 

 

GASTBEITRAG: Bewusste Fehlberatung durch den Vorstand?

Anbei ein Gastbeitrag eines verärgerten Lesers:

Wir geben den Inhalt vollinhaltlich wieder:

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Sehr geehrte Aktionäre von „unsere Immofinanz“!

Ich gehöre bereits seit einigen Monaten zu Ihrem Leserkreis und teile nach anfänglicher Skepsis mittlerweile sehr oft Ihre kritische Meinung zu den aktuellen Entscheidungsträgern in der Immofinanz AG.

Ich möchte an dieser Stelle die Vorgänge rund um das freiwillige Angebot der CA Immo thematisieren bzw. die lautstarke und eindrlingliche Empfehlung durch Vorstand und Aufsichtsrat, dieses Angebot nicht anzunehmen, da es viel zu niedrig sei.

Denn mir erschien das Angebot der CA Immo (Anm. EUR 2,80) angesichts des in den Wochen zuvor rasant gestiegenen Kurses auch nicht gerade attraktiv.

Deshalb habe ich mich auf die einhellige Empfehlung des gesamten Vorstandes und des gesamten Aufsichtsrates verlassen, dem Angebot nicht näher zu treten.

Nun rasselt der Kurs bereits seit Tagen runter. Wenn das so weitergeht, nähern wir uns mit Riesenschritten einem neuen 5-Jahres-Tiefstand an. Und es wird die Frage zu stellen sein, warum der Kurs sich im Vorfeld so rasant den EUR 2,80 angenähert hat.

Ich fühle mich durch die öffentlichen Erklärungen von Vorstand und Aufsichtsrat völlig falsch beraten und hinters Licht geführt. Denn beide Gremien mussten wissen, dass es nach einem Scheitern des CA-Angebotes nach unten geht. Sei es durch Verkäufe der CA Immo, sei es durch andere institutionelle Investoren, denen die ebenfalls von Vorstand und Aufsichtsrat propagierten Beschlüsse logischerweise nicht behagen, sei es durch ein Abflammen des sehr aktiven Rückkaufprogrammes der Immofinanz selbst.

Ich habe zwischenzeitlich mit einigen Aktionären, allesamt Klein- und Kleinstaktionäre, und Teilnehmern der letzten HV gesprochen, die das gleich sehen. Zumindest einer von ihnen hat sich bereits an zwei Prozessfinanzierer gewandt und hat vor, diese seiner Meinung nach eindeutige Fehlberatung durch Vorstand und Aufsichtsrat rechtlich zu bekämpfen.

Ich habe vor, mir diesen Schritt ebenfalls zu überlegen.

Ich ersuche Sie um Verbreitung dieses Beitrages.

beste Grüße

Der Elefant im Porzellanladen tritt ab

In wenigen Tagen tritt der eigentümliche Herr Zehetner seinen Gang in die Pension an. Wir als Aktionäre unserer Immofinanz hoffen, dass die Politik der verbrannten Erde für den Nachfolger nicht zum unternehmerischen Supergau wird.

Dr. Zehetner war stets ein Stammtisch-CEO, der nicht oft in den Verdacht geriet, ein souveräner CEO eines ATX-Unternehmens zu sein. Je näher seine Pension rückte, desto unberechenbarer wurden seine Polemiken und zum Teil auch Verhöhnungen von Aktionären und Mitbewerbern.

Das unsägliche und freche „Die BUWOG ist die Dividende“ liegt den leidgeprüften und dividendenlosen Aktionären noch immer im Ohr.

Ganz schlimm wurden seine Ausfälligkeiten aber, als sich ein Mitbewerber, die CA Immo, anschickte, bei der Immofinanz einzusteigen und den Aufsichtsrat professionalisieren zu wollen.

Für den stets emotional agierenden Dr. Zehetner muss eine stärkere Kontrolle des Managements ein Horrorszenario gewesen sein. Anders kann man sich die mittlerweile gerichtsanhängigen permanenten Unfreundlichkeiten nicht erklären.

In ein paar Tagen tritt Zehetner ab. Sein Wirken wird nachhaltig sein, denn Herr Schumy wird es schwer haben, wie auch mehrere Medien berichteten, die Wogen zu glätten. Und den Aktionären wurde ein effektives Kontrollgremium abgeschossen und die Aussicht auf einen künftigen Kernaktionär genommen.

Für Herrn Schumy wird es wichtig sein, sich so rasch wie möglich von seinem Vorgänger zu emanzipieren und rasch einen klaren Schnitt zu vollziehen. Eine Nagelprobe wird der Umgang mit der Spezial-Bonusregelung für Herrn Zehetner sein.

Wir werden das pünktlich zum Abgang noch einmal in Erinnerung rufen und werden wie versprochen, die Bilanzen der Immmofinanzä-Gruppe dieses Mal sehr sehr genau studieren.

 

9.4. Replik der CA Immo

Die CA Immo reagierte heute ihrerseits auf die gestrige Stellungnahme des Vorstandes unserer Immofinanz.

http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/newsletter/4704416/Streit-geht-weiter-CA-Immo-stosst-sich-an-Tagesordnung-der

Es ist aus unserer Sicht überaus erstaunlich, dass sich sowohl Aufsichtsrat als auch Vorstand derart vehement gegen zusätzliche Immobilienexpertise im Aufsichtsgremium wehren.

Das Handeln der beiden bestimmenden Gesellschafter Fries und Scherb erscheint zumindest aus machtpolitischer Sicht verständlich. Hier soll mit allen Mitteln der bestimmende Einfluss dieser beiden Herren für alle Zeit einzementiert werden.  Nicht nur in Form der zusätzlichen, einmal mehr branchenfremden Aufsichtsräte, sondern auch durch die Herabsetzung des Prozentsatzes für das verpflichtende Übernahmeangebot. Jeder andere rationale Aktionär wird sich dagegen auflehnen, aber aus deren Sicht erscheinen diese Handlungen logisch.

Nicht so ist es beim Vorstand, schon gar nicht bei einem Vorstand, der sich in drei Wochen (allenfalls ausgestattet mit einem Dividendenbonus) in die Pension verabschiedet. Hier sollten eigentlich sachliche Argumente zum Tragen kommen und Kontrollorgane vom Fach eigentlich willkommen geheißen werden.

Sollten. Es sei denn, der emotionale und nach außen irrational erscheinende Abwehrkampf des Herrn Zehetner hat einen ganz profanen Grund: Es soll verhindert werden, dass Managemententscheidungen (und AR-Entscheidungen) der letzten Jahre von Profis hinterfragt werden.

Nur unter dieser Prämisse – selbstverständlich unterstellen wir hier niemandem etwas – macht dieses Agieren aus unserer Sicht Sinn. Nur so bekäme das aggressive und nicht rationale Verhalten eine gewisse Logik. Wir überlassen diese Bewertung Ihnen, geschätzte Leser.

Abgesehen  von der betont sachlichen (und von uns auch gelobten) Aussendung von gestern, war Herr Zehetner gestern Abend wieder fleißig am Zündeln: Abgesehen davon, dass wir uns fragen, ob der CEO unseres Unternehmens in Zeiten wie diesen die Zeit nicht besser einsetzen kann, als gemeinsam mit Leuten aus der dritten Managementebene (die anderen Unternehmen waren mit den Investor-Relations-Leuten vertreten) an einer 60-Personen-Veranstaltung des Börse-Express teilzunehmen, waren leider wieder emotionale Ausraster am laufenden Band zu hören:

Sinngemäße Wortspenden wie „wir werden nicht an jemanden verkaufen, der in der Vergangenheit gezeigt hat, dass er es nicht drauf hat“ oder „Ich denke, wir alle wissen, dass Herr Ettenauer nicht mein Nachfolger werden kann“ ordnen sich leider wieder in das bekannte und befremdliche Zehetner-Aktionsmuster ein.

 

 

 

 

Hauptversammlung: Taschenspielertricks

Gestern Abend hat das Management unserer Immofinanz bekanntgegeben, für den 17. April eine außerordentliche Hauptversammlung mit folgender TO abzuhalten:

HV 0415

Der Tagesordnungspunkt 1 beinhaltet einen Passus, wonach die Schwelle für ein verpflichtendes Übernahmeangebot deutlich, auf nunmehr 15 Prozent, herabgesetzt werden soll.

Abgesehen von den daran hängenden Rechtsfragen, ob derartige Beschlüsse im Nachhinein (vorausgesetzt, die CA Immo liegt nach 15.4. über diesen 15 Prozent) überhaupt zulässig sind, stellen sich für uns einige Fragen:

1. Kann es die Aufgabe eines Vorstandes bzw. per se zum Wohle des Unternehmens sein, mit solchen Taschenspielertricks einen (künftigen) Kernaktionär ausbremsen und abschießen zu wollen?

2. Welche Motive stehen wirklich hinter diesem Taschenspielertrick (Ist es wirklich nur ein „Amoklauf“ eines in seiner Eitelkeit gekränkten Managers? Oder ist es vielmehr die Angst des Managements, dass man künftig jemanden in Kontrollfunktionen haben könnte, der die Qualität vergangener Managemententscheidungen auf Herz und Nieren zu prüfen in der Lage ist?)

3. Warum unterstützt der Aufsichtsrat den Vorstand bei diesem Unterfangen? (Hat auch der AR Angst vor einem zu genauen Hinsehen und allfälliger rechtlicher Prüfung vergangener Entscheidungen?)

4. Warum verhindert das Immofinanz-Management aus eigenem Antrieb und grob fahrlässig strategische Spielräume für die Zukunft? (Mit dieser Maßnahme ist künftig überhaupt kein großer Kernaktionär mehr möglich)

Wir unterstützen weder die Saloon-Methoden des Herrn Zehetner noch sehen wir einen strategischen Sinn hinter einer Selbstbeschneidung von strategischen Optionen. Wir hoffen, dass dem bisherigen Management am 17. April daher endgültig die rote Karte gezeigt wird.

Erstaunliches aus dem Geschäftsbericht 2: Die Bezüge von CFO Noggler

Österreich ist ja durchaus bekannt dafür, dass es Frauen in Führungspositionen nicht einfach haben. Ein Paradebeispiel für diese Situation liefert leider auch das patriarchale Duo Zehetner / Knap:

Dass ein Vorstandsvorsitzender eines ATX-Unternehmens mit seinen Bezügen von mehr als 2 Millionen Euro  (Geschäftsbericht Seite 50) deutlich mehr als das Dreifache eines CFO verdient, ist ein unrühmliches Alleinstellungsmerkmal unserer Immofinanz und wohl nur durch geschlechtsspezifische Merkmale erklärbar. Wir hoffen sehr, dass unter dem künftigen Vorstandsvorsitzenden Schumy eine eher dem 21. Jahrhundert entsprechende Angleichung erfolgt.

Zusätzlich fragen wir uns aber, ob es angesichts des aktuellen Aktienkurses unserer Immofinanz angebracht ist, dass ein Vorstandsmitglied nicht mit ganzer Kraft für das Unternehmen arbeitet. Die letzte Woche bekanntgegebene Berufung von Frau Noggler in den ÖVAG-Aufsichtsrat ist ein denkbar schlechtes Zeichen, zumal dieses Aufsichtsratsmandat angesichts des Zustandes der Volksbank-Gruppe eines der zeitraubendsten überhaupt sein wird.

Dass der Immofinanz-Aufsichtsrat das in einer so schwierigen Phase wie dieser überhaupt zulässt, ist aus unserer Sicht ein äußerst fragwürdiges und fatales Signal (Gleichwohl wir verstehen, dass sich Frau Noggler ein Zubrot verdienen möchte).