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Immofinanz-Aktie wieder unter 2 Euro

Die Aktie unserer Immofinanz ist in den letzten Tagen wieder unter die 2-Euro-Marke gefallen. Damit verliert sie in einem aktuell gar nicht so schlechten Börsenumfeld weiter an Boden gegenüber der Peer Group.

Geschätzte Leser, wir dürfen Sie an dieser Stelle wieder leidvoll an den unsäglichen Abgang von Alt-CEO Zehetner und seine dringende Empfehlung, das damalige Angebot der CA Immo (EUR 2,80) NICHT anzunehmen, erinnern.

Das Papier liegt aktuell 30 Prozent unter dieser Grenze – ein direkter Schaden für alle Aktionäre, die damals noch dem Vorstand (und dem Aufsichtsrat, der diese skandalöse Empfehlung damals aktiv mitgetragen hat) vertrauten.

Die weitere Geschichte ist bekannt: Dem Alt-CEO wurde die Pension mit einem zum Teil rückwirkend gewährten Millionenbonus versüßt.

Und die Aktie kommt nicht vom Fleck – im Gegenteil! Zum einen, weil Dr. Schumy nach wie vor schwer damit beschäftigt ist, die von Zehetner hinterlassenen Baustellen zu beseitigen und Gräben zuzuschütten. Zum anderen, weil auch unter dem Management Schumy Entscheidungen getroffen wurden, die von den Investoren sichtlich nicht goutiert werden (zB Verkauf Logistik, zB billiger BUWOG-Verkauf zum schlechtesten Zeitpunkt, zB exorbitant teurer CA Immo-Erwerb.)

Die bescheidene Bilanz des Dr. Schumy sieht – bezogen auf den Aktienkurs – folgendermaßen aus:

chart-schu

 

Geschäftsbericht (1) – Vorstandsbezüge

Interessanterweise sind es in Geschäftsberichten nicht selten die Vorstandsgagen, die als erstes den Weg in die Medien finden. So auch beim aktuell vorliegenden Geschäftsbericht 15/16 unserer Immofinanz.

So berichtete heute das WirtschaftsBlatt von deutlich gesunkenen Bezügen im Vergleich zur erfolglosen und trotzdem überaus teuren Ära Zehetner.

http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/newsletter/5068141/Immofinanz-hat-Vorstandsgagen-halbiert

Neben den von uns bereits als positives Signal angesehenen Einsparungen beim Personal wurde also auch beim Vorstand drastisch gespart. Herr Schumy verdient nur noch ein Drittel (!) von Alt-CEO Zehetner, der letztes Jahr noch über 3,5 Millionen Euro eingestreift hat.

Hier zeigt sich einmal mehr der Skandal, dass der Alt-CEO für desolate Managementleistungen (Kurssturz, Dividendenausfälle, zahlreiche Managementfehler) auch noch widerspruchslos belohnt wurden. Dr. Schumy, der den Karren nun aus dem Dreck zu fahren hat, muss sich einigermaßen veräppelt vorkommen angesichts dieser unglaublichen Sprünge.

Auch wurde die Spezial-Bonusregelung, die damals nur Dr. Zehetner hatte (und ihm skandalöserweise Millionen einbrachte), nicht mehr für den neuen CEO angewendet.

Zeit für Dr. Schumy, sich die Ära Dr. Zehetner auch rechtlich genauer anzusehen.

 

Über Gagenkaiser und Umsetzungszwerge

Heutigen Medien entnehmen wir – wohl zum Ärgernis der allermeisten Aktionäre unserer Immofinanz – einmal mehr, wie sehr das Gagen-Füllhorn über den mehr als erfolglosen Alt-CEO Zehetner ausgeschüttet wurde:

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Unfassbare 3,7 Millionen Euro (inklusive skandalöserweise rückwirkend gewährter Millionenboni) für jemanden, der nur einen Scherbenhaufen hinterlassen und den Aktionären zwei dividendenlose Jahre beschert hat, hinterlassen uns jedes mal sprachlos.

Uns erscheint auch die Gage von Herrn BUWOG-Riedl als viel zu hoch. Er managt kein Industrieunternehmen sondern eine Wohnungsgesellschaft. Auch da passen die Relationen nicht. Allerdings hat Herr Riedl im Unterschied zu Dr. Zehetner eine akzeptable Performance vorzuweisen.

Gar nicht in den Rankings scheint jener Mann auf, der die Zehetner-Suppe auch weiterhin auszulöffeln hat. Dr. Schumy muss sich mit hinteren Rängen begnügen. Bei aller punktueller Kritik, die wir immer wieder haben: Dass er nur einen Bruchteil von Katastrophen-CEO Zehetner verdiente, ist obszön und skandalös.

 

Gagenkaiser Eduard Zehetner

Alt-CEO und Stammtischpolterer Eduard Zehetner hat es dank des Aufsichtsrates unserer Immofinanz (namentlich dürfen wir die Herren Fries und Knap besonders hervorheben) in seinem letzten Geschäftsjahr vor seinem Abgang weit gebracht:

Während sich die Aktie unserer Immofinanz ob der vielen Managementfehler auf Talfahrt begab und die Aktionäre zweimal um eine Dividende umfielen, cashte der Alt-CEO noch einmal kräftig ab und kassierte in diesem Katastrophenjahr mehr als 3,6 Millionen Euro.

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Wie bereits mehrfach berichtet: Dieseer unfassbare Bonus von 2,2 Millionen wurde unter Abänderung seiner Spezial-Bonusregelung diesem feinen Herren sogar rückwirkend gewährt!

Ein Skandal, der seinesgleichen sucht. Erfolglosigkeit ist so lange kein Problem, solang man in der Gunst des Herrn Fries steht. Da hat sich Herr Zehetner letztes Jahr mit Sicherheit besonders verdient gemacht.

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knallende Sektkorken bei der CA Immo

Vor wenigen Tagen wurde bekannt gegeben, dass die CA-Immo insgesamt bereits rund 10 Prozent der Aktien unserer Immofinanz hält.

Angesichts des im Vergleich zum Vorjahr sehr günstigen Kaufpreises der jüngst erworbenen Aktien werden in der Firmenzentrale CA Immo aktuell einmal mehr die Sektkorken knallen. Dieser Erfolg des Immofinanz-Mitbewerbers hat vor allem einen Vater: Dr. Eduard Zehetner

Denn er war es, der letztes Jahr den Weg der Eskalation wählte und mit aberwitzig teuren (Rückkäufe) und rüpelhaften Methoden – und mutmaßlich wider besseren Wissens – so vielen Aktionären  das 2,80-Euro-Angebot ausredete, dass sein Lieblings-Großaktionär Fries vorerst die Oberhand behielt. Zehetner trat ab und wurde mit einem unfassbar hohen und sogar rückwirkend ausbezahlten Millionenbonus belohnt.

Alles lachende Gesichter – bis auf uns Aktionäre natürlich. Zum einen wurde einem das 2,80-Euro-Angebot letztes Jahr mit einer unglaublichen Vehemenz ausgeredet. Zum anderen gab es für die Aktionäre im Unterschied zum Alt-CEO keinen Millionenbonus, sondern zum wiederholten Male keine Dividende. Und zum anderen sitzen die Aktionäre auf einem traurigen Kurs, der einen ganzen Euro unter dem damaligen Angebot liegt.

Zeit, sich einmal mehr beim Herrn Alt-CEO Zehetner zu bedanken.

Hauptversammlung – mehr Fragen als Antworten (1)

Die gestrige Hauptversammlung unserer Immofinanz warf über weite Strecken leider mehr Fragen als Antworten auf.

Es war zwar erfreulich, dass versucht wurde, durch einen Beschluss wieder künftige Dividenden zu ermöglichen (wie das im Detail – zB KeSt-frei – funktioniert, konnte aber nicht beantwortet werden). Es war auch erfreulich, dass in die Führungsriege der Immofinanz von Zehetner zu Schumy wieder sachliche Rhetorik einkehrte.

Sonst allerdings wurden in der Hauptversammlung eher mehr Fragen aufgeworfen als geklärt wurden. Wir werden uns in den nächsten Tagen  der Auseinandersetzung damit widmen.

Beispiel 1:

Der Zehetner-Bonus.

Aufsichtsratspräsident Knap war es sichtlich ein Anliegen gleich mehrmals zu betonen, dass die – wohlgemerkt rückwirkende – Auszahlung eines Bonus an Herrn Zehetner, ihre Berechtigung hatte, da es sich laut IFRS um eine „Sachdividende“ handelte.

Wortreich wurde vorgerechnet, dass dem Alt-CEO ja sogar mehr als die 2,2 Millionen, nämlich über 3 Millionen zugestanden wären. Wie großzügig von Herrn Alt-CEO, hier auch noch auf Ansprüche zu verzichten, möchte man meinen.

Eine Sachdividende also.

Rufen wir uns noch einmal den Geschäftsbericht in Erinnerung:

Auf Seite 34 des Geschäftsberichtes findet sich dieser Passus:

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Keinerlei Hinweis, dass IFRS hier von einer Sachdividende spricht und damit einen Rechtsanspruch auf einen Bonus nahelegt. Warum wurde das hier mit keinem Wort erwähnt, Herr Knap?

Stattdessen spricht der Geschäftsbericht von einem von der Dividendenregelung ABWEICHENDEN Bonus „für die erfolgreiche Abspaltung der BUWOG“. Kein Wort von einer Sachdividende.  Kein Wort zudem, warum eine rückwirkende Gewährung erfolgte. Warum kein Sachdividenden-Bonus  für das Jahr, wo der Spin off erfolgte (voriges Geschäftsjahr)? Und warum eine – angebliche – Sachdividende als Grund für das aktuelle dividendenlose Jahr?

Herr Präsident Knap, wir fürchten, wir können uns mit Ihren wortreichen aber inhaltsarmen Erläuterungen auf der gestrigen Hauptversammlung ebensowenig zufrieden geben, wie mit den davon abweichenden Ausführungen im Geschäftsbericht.

Geschätzte Leser, wir halten Sie über diesen Fall, auf dem Laufenden.

Weitere Analysen zur Hauptversammlung folgen in den nächsten Tagen.

 

Hauptversammlung – die offenen Fragen

Es weht unverkennbar ein etwas anderer Wind in unserer Immofinanz die katastrophalen Jahre unter Stammtisch-CEO Eduard Zehetner sind vorbei. Trotzdem läuft noch vieles  – zumeist bedingt durch schwerwiegende Fehler in der Äre Zehetner – falsch bzw. ist noch nicht behoben.

Bei der Hauptversammlung am 1.12. harren die Aktionäre unserer Immofinanz einiger wesentlicher offener und ungeklärter Fragen, die wir hier noch einmal kurz in Erinnerung rufen müssen:

  1. „Nicht verkaufen bei EUR 2,80“

Die Aktionäre erwarten Aufklärung rund die dringende Empfehlung von Vorstand und Aufsichtsrat, dem Angebot der CA Immo (EUR 2,80) nicht näherzutreten. Seither hat der Kurs nicht einmal mehr annähernd diesen Wert erreicht. „Fehlberatung“ ist ein Wort, das diesbezüglich immer wieder an uns herangetragen wird

mehr dazu lesen Sie auf diesem Blogeingtag.

2. Wie kam es zum Zehetner-Bonus und wer ist dafür verantwortlich?

Zweimal sind die Aktionäre unserer Immofinznz um die Dividende umgefallen. Dr. Zehetner hatte eine spezielle Bonus-Regelung abhängig von Dividende. Keine Dividende, kein Bonus. Dann änderte der Aufsichtsrat rückwirkend Zehetners Regelung und zahlte ihm Millionenboni für zwei Jahre aus.

Wir halten das für einen womöglich auch rechtlich relevanten Skandal und fordern Aufklärung, wer dafür verantwortlich ist.

mehr dazu lesen Sie auf diesem Blogeintrag

3. Die Rolle von Dr. Fries

Die von Dr. Zehetner herbeigeführten Beschlüsse der ao Hauptversammlung im Frühjahr zementierten Dr. Fries und sein Umfeld als dominante Player in unserer Immofinanz ein. Dieser nun stark eingeschränkte Gestaltungsspielraum ist nicht zum Vorteil unserer Gesellschaft. Wir Fragen uns, wo denn die wahren Gründe dafür und für Zehetners Bonuszahlung liegen.

mehr dazu lesen Sie hier auf diesem Blogeintrag

4. Verkauf Logistik – richtige Strategie

Wie angekündigt, wurde im Herbst die gesamte Logistiksparte an den Immobilienriesen Blackstone verkauft. Wir hegen noch immer Zweifel, ob dies die richtige Strategie war.

Mehr dazu lesen Sie hier auf diesem Blogeintrag

5. Die Kosten des BUWOG-Flops namens „Frankfurt Notiz“

Der schwerste und vermutlich auch teuerste Fehler von Dr. Zehetner (Und Hauptgrund für unseren Zusammenschluss) war der BUWOG-Spin Off samt Frankfurt-Notiz (Und das dafür notwendige Brautbehübschen für das mitspielen Wollen am Markt der Großen“). Wir fragen uns, was die tatsächlichen Kosten für dieses dramatisch gefloppte Deutschlandabenteuer sind und rufen dafür noch einmal die durchschnittlich gehandelten Stück in Frankfurt (XETRA) im Lauf der letzten Woche in Erinnerung:

Vonovia (ehem. dt. Annington): ca. 1.000.000 Stück pro Tag

Deutsche Wohnen: ca. 600.000 Stück pro Tag

BUWUG: ca. 3.000 (!!!) Stück pro Tag.

 

Wir hoffen, dass das Management und auch der Aufsichtsrat hierzu die richtigen Antworten geben.

 

 

 

HV-Vorschau (3) – Das Gespann Fries/Zehetner

Herr Fries ist zweifellos der mächtigste Mann in unserer Immofinanz. Dies gilt umso mehr, seit Dr. Zehetner auf der letzten Hauptversammlung massive satzungsändernde Beschlüsse durchdrückte (u.a. wesentlich reduziertes Quorum für verpflichtendes Übernahmeangebot). Die Position von Dr. Fries als dominante Figur ist seither einzementiert.

laut Quartalsbericht Q1 (Seite 23) hält Fries derzeit rund 6,5 Prozent am Unternehmen.

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Möglicherweise greift diese Darstellung, wie wir bereits in einem früheren Blogeintrag festgestellt haben, zu kurt. Denn neben der Gruppe Fries gibt es auch noch die Beteiligung von Herrn Scherb. Beim damaligen Kauf sind Scherb und Fries jedenfalls als Gruppe aufgetreten. Dass Scherb nach wie vor eine beträchtliche – wenngleich noch unter 5 Prozent – Beteiligung halten dürfte, ist aus unserer Sicht plausibel. Anders wäre nämlich die Entsendung des engen Scherb-Vertrauten Herrn Populorum in den Aufsichtsrat nicht zu erklären. Falls Scherb und Fries noch immer die selben Interessen verfolgen, kann von einem Einfluss auf rund 10 Prozent der Stimmrechte ausgegangen werden.

Mit diesen 10 Prozent kann künftig dank der o.a. Beschlüsse jede Hauptversammlung nach Belieben dominiert werden. Wir fragen uns, ob der sehr letzte Woche noch einmal in Erinnerung gerufene eigenwillige und unüblich rückwirkend gewährte Millionenbonus für Herrn Zehetner nicht damit im Zusammenhang stehen. Jedenfalls wird der Aufsichtsrat bei der Hauptversammlung sehr präzise Auskunft über die Umstände dieser seltsamen Bonuszahlungen an Herrn Zehetner zu geben haben.

HV-Vorschau (2) – der Zehetner-Bonus

In mehreren Blogeinträgen mussten wir uns mit einem seltsamen Arrangement auseinandersetzen, das sich Alt-CEO Zehetner vom Aufsichtsrat genehmigen lies.  Herr Zehetner handelte sich eine eine spezielle (und von allen anderen Vorständen abweichende) Bonusregelung aus: Eine Regelung, die ausschließlich auf die Ausschüttung einer Dividende abgestellt war (0,5 Prozent der Dividende).

Das ist ein durchaus lobenswerter Ansatz und auch interessant für Aktionäre, wenn sie sehen, dass der Erfolg des Vorstandes (Prämie) auch mit dem Erfolg für Aktionäre (Dividende) korreliert. Bonus, wenn Dividende. Kein Bonus, wenn keine Dividende. Ein fairer Deal!

Wir waren immer skeptisch, warum Herr Zehetner laufend alles mögliche versucht hat, um die ausgefallene Dividende mit anderen Formulierungen umzuargumentieren. (Stichwort: sein permanent getätigter, unsäglicher Sager: „Die BUWOG ist die Dividende“).

Aus auf Seite 34 des Geschäftsberichtes 2014/2015 findet sich folgende Formulierung:

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Der Aufsichtsrat hat also still und heimlich die Bonusregelung für Herrn Zehetner geändert. „Die BUWOG ist die Dividende“ hat sich letztlich doch als wahr herausgestellt. Allerdings nicht für uns Aktionäre, sondern einzig und allein für Herrn Zehetner. Denn in Abänderung der Bonusregelung kassiert Herr Zehetner für das längst vergangene und von den Aktionären längst abgesegnete Geschäftsjahr 2013/2014 nun plötzlich doch: 1,2 Millionen Euro.

Und auch für das Katastrophen-Geschäftsjahr 2014/2015 – wieder gibt es keine Dividende für die Aktionäre – kassiert Herr Zehetner wegen der leise abgeänderten Bonusregelung nun plötzlich doch: 1 Million Euro.

Macht 2,2 Millionen Euro Bonus für Herrn Zehetner. Und wir fragen: Wo war die Leistung, Herr Zehetner? Der BUWOG-Spin-Off, der kein echter Börsegang war? Wo war die Leistung, Herr Zehetner? Der Kurs, der seit 5 Jahren seitwärts geht? Die fehlgeschlagene Russlandstrategie? Die zurückgegangenen Auslastungen? Der Riesen-Verlust?

Wir sind gespannt auf die Ausführungen des Herrn Knap oder auch des Herrn Fries. Es gibt eine Reihe von Fragen, die die Aktionäre interessieren:

1. Wann genau erfolgte die Abänderung der Bonusregelung?

Der Geschäftsbericht 2013/2014 wurde im August 2014 veröffentlicht. Hier fand sich noch der Hinweis auf die alte Dividenden-Bonusregelung für das Geschäftsjahr 2013/2014. In diesem Geschäftwsjahr wurde auch der BUWOG-Spin-Off durchgeführt und im Bericht abgefeiert. Auf dieser Basis agierte auch im Oktober 2014 die Hauptversammlung

Das Geschäftsjahr ist längst vorbei. Und nun wird – über ein Jahr später – rückwirkend dieses Jahr wieder aufgemacht und damit Informationen aus dem vorigen Geschäftsbericht ins Gegenteil verkehrt.

Es wird interessant sein, zu erfahren, wann genau rückwirkend diese Regelung ins Gegenteil verkehrt wurde.

2. Auf wessen Initiative erfolgte diese stille rückwirkende Änderung der Bonusregelung?

Wir würden es interessant finden, zu erfahren, ob es nicht einen Zusammenhang mit der sehr aggressiven Abwehr der CA-Immo und der Einzementierung bestehender Großaktionäre gibt.

3. Wer sprach sich im Aufsichtsrat für und wer sprach sich gegen diese äußerst ungewöhnliche Maßnahme aus?

Wir werden uns die Ausführungen insbesondere von Herrn Knap, um die er sich kaum herumschweigen kann, sehr genau ansehen und entsprechende Folgeaktivitäten beraten.

Die Beteiligung von Dr. Fries

Der aktuelle Quartalsbericht Q1 gibt Auskunft über die aktuelle Beteiligung der Fries-Gruppe an unserer Immofinanz. Laut der Seite 23 des Berichtes hält Fries derzeit rund 6,5 Prozent am Unternehmen.

fries

Allerdings fragen wir uns, ob diese Darstellung nicht zu kurz greift. Denn neben der Gruppe Fries gibt es auch noch die Beteiligung von Herrn Scherb. Beim damaligen Kauf sind Scherb und Fries jedenfalls als Gruppe aufgetreten. Dass Scherb nach wie vor eine beträchtliche – wenngleich noch unter 5 Prozent – Beteiligung halten dürfte, ist aus unserer Sicht plausibel. Anders wäre nämlich die Entsendung des engen Scherb-Vertrauten Herrn Populorum in den Aufsichtsrat nicht zu erklären. Falls Scherb und Fries noch immer die selben Interessen verfolgen, kann von einem Einfluss auf rund 10 Prozent der Stimmrechte ausgegangen werden. Angesichts der von Dr. Zehetner auf der letzten Hauptversammlung durchgedrückten satzungsändernden Beschlüsse (u.a. wesentlich reduziertes Quorum für verpflichtendes Übernahmeangebot) erscheint diese Position, mit der die Gesellschaft jederzeit dominiert werden kann, auch einzementiert.

Wir fragen uns, ob der sehr eigenwillige und unüblich rückwirkend gewährte Millionenbonus für Herrn Zehetner nicht andere Gründe hat. Jedenfalls wird der Aufsichtsrat bei der Hauptversammlung sehr präzise Auskunft über die Umstände der Bonuszahlungen an Herrn Zehetner zu geben haben.