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Zehetners Dividende

Sehr geehrte Leser,

mit der heutigen Veröffentlichung des Geschäftsberichtes per 30.4.2015 ist nun die Katze aus dem Sack, wie Herr Dr. Zehetner das letztes Jahr gemeint hat mit „Die BUWOG ist die Dividende“.

Doch der Reihe nach: Wie das Magazin NEWS aufgedeckt und wir in mehreren Blogeinträgen problematisiert haben, gab es für Herrn Zehetner eine spezielle Bonusregelung – nämlich eine Regelung, die ausschließlich auf die Ausschüttung einer Dividende abgestellt war (0,5 Prozent der Dividende).

Das ist ein durchaus lobenswerter Ansatz und auch interessant für Aktionäre, wenn sie sehen, dass der Erfolg des Vorstandes (Prämie) auch mit dem Erfolg für AKtionäre (Dividende) korreliert. Bonus, wenn Dividende. Kein Bonus, wenn keine Dividende. Ein fairer Deal!

Wir waren immer skeptisch, warum Herr Zehetner laufend alles mögliche versucht hat, um die ausgefallene Dividende mit anderen Formulierungen umzuargumentieren. (Stichwort: sein permanent getätigter, unsäglicher Sager: „Die BUWOG ist die Dividende“). Wir vermuteten genau das, was nun – mit einem Jahr Verzögerung – eingetreten ist. Auch unsere Leser waren alarmiert. Zu recht, wie es nun scheint. Denn auf Seite 34 des druckfrischen Geschäftsberichtes 2014/2015 lesen wir Erstaunliches:

divZ

 

Der Aufsichtsrat hat also still und heimlich die Bonusregelung für Herrn Zehetner geändert. „Die BUWOG ist die Dividende“ hat sich letztlich doch als wahr herausgestellt. Allerdings nicht für uns Aktionäre, sondern einzig und allein für Herrn Zehetner. Denn in Abänderung der Bonusregelung kassiert Herr Zehetner für das längst vergangene und von den Aktionären längst abgesegnete Geschäftsjahr 2013/2014 nun plötzlich doch: 1,2 Millionen Euro.

Und auch für das Katastrophen-Geschäftsjahr 2014/2015 – wieder gibt es keine Dividende für die Aktionäre – kassiert Herr Zehetner wegen der leise abgeänderten Bonusregelung nun plötzlich doch: 1 Million Euro.

Macht 2,2 Millionen Euro Bonus für Herrn Zehetner. Und wir fragen: Wo war die Leistung, Herr Zehetner? Der BUWOG-Spin-Off, der kein echter Börsegang war? Wo war die Leistung, Herr Zehetner? Der Kurs, der seit 5 Jahren seitwärts geht? Die fehlgeschlagene Russlandstrategie? Die zurückgegangenen Auslastungen? Der Riesen-Verlust?

Spätestens auf der kommenden Hauptversammlung wird der Aufsichtsrat einige auch rechtlich spannende Fragen zu beantworten haben:

1. Wann genau erfolgte die Abänderung der Bonusregelung?

Der Geschäftsbericht 2013/2014 wurde im August 2014 veröffentlicht. Hier fand sich der Hinweis auf die Dividenden-Bonusregelung für das Geschäftsjahr 2013/2014. In diesem Jahr wurde auch der BUWOG-Spin-Off durchgeführt und im Bericht abgefeiert. Auf dieser Basis agierte auch im Oktober 2014 die Hauptversammlung

Das Geschäftsjahr ist längst vorbei.  Und nun wird – über ein Jahr später – rückwirkend dieses Jahr wieder aufgemacht und damit Informationen aus dem vorigen Geschäftsbericht ins Gegenteil verkehrt.

Es wird interessant sein, zu erfahren, wann genau rückwirkend diese Regelung ins Gegenteil verkehrt wurde.

2. Auf wessen Initiative erfolgte diese stille rückwirkende Änderung der Bonusregelung?

3. Wer sprach sich im Aufsichtsrat für und wer sprach sich gegen diese äußerst ungewöhnliche Maßnahme aus?

Sehr geehrte Aktionäre unserer Immofinanz. Diese Fragen werden spätestens auf der HV zu beantworten sein. Und wir werden uns die Antworten sehr genau ansehen. Die weiteren Analysen des Geschäftsberichtes folgen.

 

GASTBEITRAG: Herrn Zehetners Bonus

Wir haben uns bereits mehrfach mit der sehr eigentümlichen – weil sie sich von den anderen Vorständen unterscheidet – Prämienvereinbarung der Alt-CEO Zehetner beschäftigt.

Ein Leser hat uns dazu einen Denkanstoß übermittelt:

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Nachdem Sie auf Ihrer Website die allein von der Höhe der Dividende abhängige Prämien-Sonderregelung des Herrn Zehetner aufgedeckt (Anm: Diese Lorbeeren gebühren allerdings nicht uns, sondern dem Magazin NEWS) haben, möchte ich Sie bitten, auf folgenden Sachverhalt zu achten:

Dieser Tage wird ja der neue Geschäftsbericht veröffentlicht. Sie haben dankenswerter Weise angekündigt, hier sehr darauf zu achten, dass hier nicht getrickst wird und still und heimlich Herrn Zehetner doch noch eine aus meiner bescheidenen Sicht völlig unverdiente Prämie für das abgelaufene Geschäftsjahr zuschanzt.

Mich irritiert aber zudem die angekündigte Verschiebung der Hauptversammlung, bei der man sicherstellen will, dass Dividenzenzahlungen wieder möglich werden. Nun hat zwar der Vorstand angekündigt, für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Dividende zu empfehlen. Aber was passiert dann bei dieser Hauptversammlung? Wird etwa doch an einer Dividendenzahlung, und damit gleichsam an einer Lex Zehetner gebastelt? Das würde dem Fass den Boden ausschlagen.

Ich ersuche Sie dringend, sich dieser Thematik anzunehmen und weiterhin wachsam zu bleiben.

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Liebe Leser, wir werden diesen neuen Aspekt berücksichtigen und garantieren Ihnen, hier wachsam zu bleiben.

Offene Fragen (3) – Herstellung Dividendenfähigkeit

In einem vergleichsweise ungewöhnlichen Schritt verkündete das Management unserer Immofinanz wie berichtet, dass die Hauptversammlung in den Dezember verschoben werde. Ziel sei es, so die Immofinanz via Aussendung und Dr. Schumy im Pressegespräch, die Immofinanz so aufzustellen um das Papier endlich wieder dividendenfähig zu machen.

Nachdem es letztes Jahr keine Dividende, sondern nur den billigen und ärgerlichen Zehetner’schen Taschenspielertrick („Die BUWOG ist die Dividende„), gab, verneint das Management auch für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende.

http://www.immofinanz.com/de/presse/pressearchiv/ID1353/immofinanz-plant-portfolio-konzentration-auf-einzelhandel-und-buero-wachstum-mit-schwerpunkt-auf-deutschland-oesterreich-und-polen/

divid

Unklar ist allerdings, in welchem Umfang man organisatorisch stille Reserven dividendenfähig machen will und wie die künftige Ausschüttungspolitik aussehen wird. Auch hier wurden die Aktionäre bislang nicht ausreichend informiert. Das wäre aber wichtig, denn es könnte sich bei dieser Maßnahme ja auch letztlich sogar um den Startschuss für den beginnenden Gesamtabverkauf handeln.

Wir hoffen, dass im kommenden Geschäftsbericht etwas detaillierter auf die künftige Ausschüttunspolitik eingegangen wird.

 

Keine Dividende für die Aktionäre – kein Bonus für Zehetner?

Unsere Immofinanz veröffentlichte heute früh vorläufige Zahlen und gab ein negatives Konzernergebnis von über 361 Millionen bekannt.

http://www.immofinanz.com/de/presse/pressearchiv/ID1347/immofinanz-mit-vorlaeufigen-zahlen-fuer-2014-15-operatives-ergebnis-verbessert-aber-konzernergebnis-von-bewertungseffekten-deutlich-belastet/

Zum ersten mal gab es auch eine eindeutige Aussage bezüglich einer Dividende. Das Management empfiehlt, für das letzte Geschäftsjahr KEINE Dividende auszuschütten. Diese Bittere Pille für die Aktionäre, bei der Dividende neuerlich leer auszugehen, hat sich leider abgezeichnet.

Das sollte auch bedeuten – so man den Veröffentlichungen unserer Gesellschaft trauen kann, dass der Hauptverantwortliche für dieses Desaster, Dr. Eduard Zehetner, für das abgelaufene Jahr KEINEN BONUS mehr erhält.

Wir dürfen an dieser Stelle noch einmal die Seite 49 des aktuellen Geschäftsberichtes 2013/2014 der Immofinanz AG  in Erinnerung rufen, auf der sich unmissverständlich folgender Passus befindet:

„Die Vergütung der Vorstandsmitglieder enthält einen fixen sowie einen erfolgsabhängigen und damit variablen Prämienbestandteil, der derzeit bis zu 75% der Fixbezüge ausmacht. Kriterium für die Erfolgsbeteiligung ist das Erreichen qualitativer und quantitativer Ziele, welche sich an der Erreichung relativer (Budget) und absoluter Ergebnisziele orientieren. In Abweichung davon beträgt der variable Prämienbestandteil der Vergütung des Vorstandsvorsitzenden 0,5% des Betrages der ausgeschütteten Dividende vor Kapitalertragssteuer.

Wir warten nun mit großem Interesse auf den neuen Geschäftsbericht und darauf, ob dieser Passus sich auch in diesem wiederfindet:

Denn, wenn man die Aktionäre nun schon zum zweiten mal leer ausgehen lässt, man den Urheber dieser traurigen Entwicklung aber mit allfälligen Winkelzügen durch die Hintertür doch noch mit einem Bonus ausstattet, dann hat der Aufsichtsrat bei der Hauptversammlung großen Erklärungsbedarf!

Zehetners „Transaktionen“

Dr. Zehetner hat in seinem letzten öffentlichen Auftritt im Rahmen der a.o. Hauptversammlung auf die Frage, ob es eine Dividende geben wird, sinngemäß folgendes gesagt:

Ob es eine Dividende geben wird oder nicht, kann man noch nicht sagen. Das hängt von vielen Faktoren ab. Zudem arbeite man an einigen Transaktionen, die eine Dividende begünstigen sollen.

Abgesehen davon, dass Dr. Zehetner durch seine von allen anderen Vorständen unterschiedliche, ausschließlich auf die Dividende abstellende Spezial-Bonusregelung, massives (und von uns genauestens beobachtetes) Eigeninteresse hat, wäre es hoch interessant, welche eine Dividende begünstigenden „Transaktionen“ man denn nun vor dem 30.4. getätigt hat.

Bislang wurde dazu nichts verlautbart.

Wäre es nicht an der Zeit, sich dazu zu äußern?

 

GASTBEITRAG: Der Zehetner-Bonus

Liebe Leser, anbei ein Beitrag eines Lesers, zu unserem letzten Blogeintrag. Stichwort: Der Zehetner-Bonus.

Wir geben den Text vollinhaltlich wieder.

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Herzlichen Dank für Ihre Artikelserie zur speziellen Bonusregelung von Herrn Dr. Zehetner im Zusammenhang mit der Dividendenregelung „unserer“ Immofinanz!

Als ich im Geschäftsbericht zum ersten Mal über die aktuelle Bonusregelung für Dr. Zehetner gestoßen bin, es muss der vorletzte Geschäftsbericht gewesen sein, habe ich mich über die Ausformung dieser Regelung etwas gewundert. Für mich war es seltsam, dass für drei Vorstände eine gleich lautende Bonusregelung galt, für Herrn Zehetner aber eine davon völlig abweichende.

Zum damaligen Zeitpunkt war mir das aber nicht einmal unrecht, da eine regelmäßige Dividendenzahlung ein Hauptgrund war, Aktien der Immofinanz zu erwerben. Und wenn, so dachte ich damals, der Herr Dr. Zehetner selber auch profitiert, soll es mein Schaden nicht sein.

Dann folgte der BUWOG-IPO (bzw. dann nur die Abspaltung, deren angeblichen Mehrwert ich bis heute nicht sehen kann), eine Leider-Nein-Dividende und dieser wirklich mehr als penetrante Versuch, den Aktionären einzuhämmern, diese Abspaltung sei die Dividende.  Das empfand nicht nur ich als eine Frotzelei (Bitte, liebe Betreiber das dürfen Sie auch anders formulieren) durch Herrn Dr. Zehetner. Wie soll etwas, das mir bereits gehört, eine Dividende sein? Warum diese völlig deplatzierte und mehr als provokative Formulierung verwendet wurde, ergab für mich keinen Sinn. Damals.

Irgendwann war dann keine Rede mehr davon und ich ärgerte mich damals hauptsächlich über das offene Russlandmesser, in das unsere Gesellschaft allen Unkenrufen zum trotz hinein gelaufen ist.

Dann las ich Ihre Beiträge und mir ging ein Licht auf!!!

Auch ich bin sehr gespannt, wie es die nächsten Wochen mit der Bonusregelung des Herrn Dr. Zehetner weitergeht. Ich sehe offen gestanden nicht, wie man angesichts des katastrophalen ersten Halbjahres noch auf einen positiven Konzernabschluss hinkommen will. Mein Augenmerk gilt vor allem dem Aufsichtsrat und Herrn IVA-Doppelfunktionär DDr. Knap. Denn, dass man nach derart desaströsen zwei Jahren womöglich nachträglich die Bonusregelungen zum Wohle einer einzigen Person ändert, wäre für mich ein unglaublicher Skandal.

Mit mir als aufmerksamen Watchdog können Sie rechnen! Danke!

 

 

Der Bonus macht die Dividende (2) – Realitycheck

Nach unserem letzten Blogeintrag über einen klugen Manager mit einer klugen Bonusregelung begeben wir uns wieder in die Realität zu unserer Immofinanz und zum Vorstandsvorsitzenden Dr. Zehetner mit seinen Zug zum Tor, was Dividenden betrifft.

1. Die an die Dividende gekoppelte Spezial-Bonusregelung

Seit Dr. Zehetner im Amt ist, bemüht er sich, dass die Immofinanz stets Dividenden ausschüttet. Das freut die Aktionäre. Und das freut auch Dr. Zehetner. Denn Dr. Zehetner hat sich mit dem Aufsichtsrat eine von allen anderen Vorständen abweichende Bonusregelung ausgedealt:

Auf Seite 49 des aktuellen Geschäftsberichtes 2013/2014 der Immofinanz AG  findet sich nicht zum ersten mal folgender Passus über die Vergütung der Vorstände:

„Die Vergütung der Vorstandsmitglieder enthält einen fixen sowie einen erfolgsabhängigen und damit variablen Prämienbestandteil, der derzeit bis zu 75% der Fixbezüge ausmacht. Kriterium für die Erfolgsbeteiligung ist das Erreichen qualitativer und quantitativer Ziele, welche sich an der Erreichung relativer (Budget) und absoluter Ergebnisziele orientieren. In Abweichung davon beträgt der variable Prämienbestandteil der Vergütung des Vorstandsvorsitzenden 0,5% des Betrages der ausgeschütteten Dividende vor Kapitalertragssteuer.

Das heißt, ein Bonus für Dr. Zehetner hängt immer und ausschließlich von der Dividende unserer Immofinanz ab.

2. Dr. Zehetner will mit einem Börsengang in Pension gehen 

Im Oktober 2013 kündigt Dr. Zehetner an, mit November 2014 in Pension zu gehen. Sein letztes volle Jahr als CEO der Immofinanz endet mit April 2014. In seinem letzten Jahr als Manager hat er noch einmal Großes vor: Die BUWOG soll an die Börse (Anm. Auf diese dramatische Fehlentscheidung wird an vielen anderen Stellen in diesem Blog eingegangen – hier lassen wir das einmal beiseite.)

Dafür (obwohl es letztlich nur ein noch nutzloserer Spin Off wurde) muss natürlich durch Zukäufe im Hoffnungsmarkt Deutschland die Braut geschmückt werden. Allerdings lässt sich dadurch und durch  die schwächelnde Performance der Immofinanz keine Dividende mehr darstellen. Dies wird mit Jahreswechsel 2013/2014 klar. Schlecht für die Aktionäre, schlecht für Dr. Zehetner. Ab diesem Zeitpunkt (Dezember 2013) wird in der Immofinanz ein seltsames, neues Wording kreiert: „Die BUWOG ist die Dividende

3. „Die BUWOG ist die Dividende“ – Eine PR-Strategie geht baden

„Die BUWOG ist die Dividende“. Warum Dr. Zehetner ab Dezember 2013 drei Monate lang bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit Journalisten und Aktionären dieses Sprüchlein aufsagte, überlassen wir unseren Lesern.

Interessant ist, dass ab dem Zeitpunkt, wo das Nachtichtenmagazin NEWS unmittelbar vor der entscheidenden Spin-Off-Hauptversammlung erstmals von Zehetners spezieller – rein auf die Dividende abstellende- Bonusregelung berichtete, dieses Wording nirgends mehr zu lesen war. (NEWS, 13. März 2014, Seite 14)

So endete Dr. Zehetners letztes volles Managerjahr. Ohne Dividende und ohne Bonus. Sollte Dr. Zehetner tatsächlich ohne Extrabonus seine Ruhestand antreten?

4. Dr. Zehetner geht doch nicht in Pension, sondern bleibt exakt, bis ein Jahr voll ist.

Das letzte volle Managerjahr von Dr. Zehetner blieb also mangels Erfolg dividenden- und bonusfrei. Ob man, wie manche vermuten, den Aktionären den BUWOG-Spin-off als bonussichernde „Dividende“ andrehen wollte, ist natürlich nicht belegbar. Jeder Leser möge sich selbst ein Urteil bilden.

Belegbar ist allerdings, dass, kurz, nachdem „Die BUWOG ist die Dividende“ zu Grabe getragen wurde, Dr. Zehetner ankündigte, doch nicht im November 2014, sondern erst per 30. April 2015 in Pension zu gehen.

Mit dem 30. April, geschätzte Leser, endet bekanntermaßen jedes Geschäftsjahr unserer Immofinanz. Dr. Zehetner hat quasi über Nacht doch noch eine Chance auf einen vollen Jahresbonus im Rahmen einer Dividendenausschüttung erhalten.

Voraussetzung dafür: Eine Dividende. Und nun wird es spannend: Die ersten beiden Quartale waren tiefrot, durch die selbstgewählte Fixierung au Russland ist man sehr von der dortigen Krise betroffen und die Bewertung des Rubel war auch schon günstiger für die Immofinanz.

Die Frage wird sein: Schafft Dr. Zehetner den Turnaround für seinen Bonus oder nicht.

Wir gönnen selbstverständlich jedem Manager seinen Bonus, wenn er unter sauberen Rahmenbedingungen und rechtlich einwandfrei zustande gekommen ist.

Wir gehen selbstverständlich davon aus, dass das Management hier korrekt agiert. Trotzdem dürfen wir – sicher ist sicher – bereits an dieser Stelle ankündigen, dass wir die nächsten beiden Quartale und vor allem die Jahresbilanz mit besonders großer Sorgfalt und einigem Aufwand ebenso analysieren werden, wie die Aktivitäten des Aufsichtsrates.

Rückkaufprogramm

Die Immofinanz hat mit Weihnachten ein Rückkaufprogramm gestartet. Rückkaufprogramme sind für Aktionäre stets ambivalent, da sie einerseits viel Liquidität kosten, andererseits beleben sie den Markt, und helfen der Kursentwicklung.

Unsere Immofinanz hatte wohl genau letzteres im Sinn, da die Entwicklung des Kurses im Jahr 2014 desaströs war und man nach der Raiffeisen International (RI AG) die schlechteste Performance aller ATX-Titel mit einem Minus von rund 37 Prozent  hinlegte.

Deshalb also, so dachten wohl Zehetner und co, sollte es im neuen Jahr ein Aktienrückkaufprogramm richten. Was allerdings offenbar zu wenig bedacht wurde: Es ist kein lauer Markt, den man nur ein bisschen anstoßen muss. Nein. Offensichtlich misstrauen immer mehr auch institutionelle Investoren der nach wie vor nicht ersichtlichen Strategie (Stichwort Osteuropa) und den flockigen aber nichtssagenden Floskeln (Stichwort Immobilienmaschine). Dazu kommen die desaströsen Zahlen der ersten beiden Quartale.

Folgerichtig verpufft das Aktienrückkaufprogramm in geradezu atemberaubender Art und Weise:

am 23. Dezember notierte die Aktie noch bei EUR 2,11, nun liegt sie, trotz Rückkäufen von Millionen Aktien nur noch bei 2,04 (Tagesschlusskurs am Freitag, 16. Jänner), musste also noch einmal nachgeben.

So trudelt die Aktie in das letzte Quartal der Ära Zehetner. Dividendenlos? Nein, das glauben wir nicht, denn „der Bonus macht die Dividende“. Dazu mehr in den nächsten Tagen.

 

Dividende – machen Sie sich keine Sorgen

Nach zwei negativen Quartalen macht sich bei manchen Aktionären große Unsicherheit  breit, ob man wieder um die Dividende umfällt und man wieder von einem verhöhnenden Spruch wie „Die BUWOG ist die Dividende“ begleitet wird.

Wir glauben, hier Entwarnung geben zu können. Wir sind uns sicher: Es wird eine Dividende geben.

Mehr dazu demnächst mit dem Thema „Der Bonus macht die Dividende“

Dividende quo vadis?

In der gestrigen Presseinformation unserer Immofinanz zu den desaströsen (aber für uns nicht überraschenden) Halbjahreszahlen, war auch ein bemerkenswerter Passus über die Dividende zu finden:

„Die Zahlung einer Bardividende für das laufende Geschäftsjahr 2014/15 ist von der Erzielung eines ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns der IMMOFINANZ AG abhängig. Vor dem Hintergrund der aktuellen und weiteren Entwicklung in Russland sieht der Vorstand davon ab, eine konkrete Guidance für die Höhe einer möglichen Ausschüttung anzugeben“

Die Immofinanz gibt also am 17. Dezember 2014 keine Auskunft mehr über die HÖHE einer MÖGLICHEN Dividende.

Vor gut einer Woche wurde – wir berichteten – ein so genanntes „Investorenupdate“ veröffentlicht. Auf Seite 7 findet sich folgende Darstellung:

Unbenannt

 

Neben der unsäglichen Suggerierung, wonach der BUWOG-Spin-Off und zie Zuteilung von BUWOG-Aktien auch nur irgendwas mit einer Dividende zu zun hätten (GJ 2013/2014) war man für die Dividende bezüglich der Höhe noch sehr konkret: 15-20 Cent/Aktie. Eine Woche später gibt es über die Höhe einer allfälligen Dividende überhaupt keine Auskunft mehr.

Herr Zehetner, erzählen Sie uns ja nicht, man hätte vor wenigen Tagen eine derartige 180-Grad-Wende nicht vorhergesehen!

Falls doch, müssten wir einmal mehr an Ihren Fähigkeiten, ein derartiges ATX-Unternehmen vorausschauend zu führen, zweifeln.

Es wäre schlimm, in einem derartigen Blindflug zu agieren. Es wäre allerdings noch schlimmer, hätten Sie im Wissen der gestern veröffentlichten Aussagen zur Dividende, dieses  irreführende Investorenupdate publiziert.

Dass diese Revidierung von noch vor wenigen Tagen publizierten Aussagen die Anleger bewegt, steht außer Frage. Nicht nur in Österreich, auch in Deutschland (Siehe Artikel im HandelsBlatt) hat sich das bereits herumgesprochen.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/gewinnwarnung-rubelkrise-gefaehrdet-die-dividende-bei-immofinanz/11136310.html