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Hauptversammlung – die offenen Fragen

Es weht unverkennbar ein etwas anderer Wind in unserer Immofinanz die katastrophalen Jahre unter Stammtisch-CEO Eduard Zehetner sind vorbei. Trotzdem läuft noch vieles  – zumeist bedingt durch schwerwiegende Fehler in der Äre Zehetner – falsch bzw. ist noch nicht behoben.

Bei der Hauptversammlung am 1.12. harren die Aktionäre unserer Immofinanz einiger wesentlicher offener und ungeklärter Fragen, die wir hier noch einmal kurz in Erinnerung rufen müssen:

  1. „Nicht verkaufen bei EUR 2,80“

Die Aktionäre erwarten Aufklärung rund die dringende Empfehlung von Vorstand und Aufsichtsrat, dem Angebot der CA Immo (EUR 2,80) nicht näherzutreten. Seither hat der Kurs nicht einmal mehr annähernd diesen Wert erreicht. „Fehlberatung“ ist ein Wort, das diesbezüglich immer wieder an uns herangetragen wird

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2. Wie kam es zum Zehetner-Bonus und wer ist dafür verantwortlich?

Zweimal sind die Aktionäre unserer Immofinznz um die Dividende umgefallen. Dr. Zehetner hatte eine spezielle Bonus-Regelung abhängig von Dividende. Keine Dividende, kein Bonus. Dann änderte der Aufsichtsrat rückwirkend Zehetners Regelung und zahlte ihm Millionenboni für zwei Jahre aus.

Wir halten das für einen womöglich auch rechtlich relevanten Skandal und fordern Aufklärung, wer dafür verantwortlich ist.

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3. Die Rolle von Dr. Fries

Die von Dr. Zehetner herbeigeführten Beschlüsse der ao Hauptversammlung im Frühjahr zementierten Dr. Fries und sein Umfeld als dominante Player in unserer Immofinanz ein. Dieser nun stark eingeschränkte Gestaltungsspielraum ist nicht zum Vorteil unserer Gesellschaft. Wir Fragen uns, wo denn die wahren Gründe dafür und für Zehetners Bonuszahlung liegen.

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4. Verkauf Logistik – richtige Strategie

Wie angekündigt, wurde im Herbst die gesamte Logistiksparte an den Immobilienriesen Blackstone verkauft. Wir hegen noch immer Zweifel, ob dies die richtige Strategie war.

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5. Die Kosten des BUWOG-Flops namens „Frankfurt Notiz“

Der schwerste und vermutlich auch teuerste Fehler von Dr. Zehetner (Und Hauptgrund für unseren Zusammenschluss) war der BUWOG-Spin Off samt Frankfurt-Notiz (Und das dafür notwendige Brautbehübschen für das mitspielen Wollen am Markt der Großen“). Wir fragen uns, was die tatsächlichen Kosten für dieses dramatisch gefloppte Deutschlandabenteuer sind und rufen dafür noch einmal die durchschnittlich gehandelten Stück in Frankfurt (XETRA) im Lauf der letzten Woche in Erinnerung:

Vonovia (ehem. dt. Annington): ca. 1.000.000 Stück pro Tag

Deutsche Wohnen: ca. 600.000 Stück pro Tag

BUWUG: ca. 3.000 (!!!) Stück pro Tag.

 

Wir hoffen, dass das Management und auch der Aufsichtsrat hierzu die richtigen Antworten geben.

 

 

 

Quartalsbericht: Analysten

Auf Seite 13 des aktuellen Quartalsberichtes findet sich eine Aufstellung der Kursziele aller Analysten, die unsere Immofinanz covern.

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Neben den etwas eigenwilligen Ausreißer Deutsche Bank gibt es nur einen ein einziges Kursziel, das über den seitens Dr. Zehetner und dem Aufsichtsrat im Frühjahr so heftig abgelehnten EUR 2,80 (Angebot der CA Immo) liegt.

ALLE anderen Analysten liegen zum Teil weit unter dieser Marke. Vor diesem Hintergrund wird einmal mehr klar, warum die immer wieder geführten Debatten um Irreführung und Fehlberatung durch den damaligen Vorstand (oder auch durch diesen Gastbeitrag)  sehr wohl nicht ganz unberechtigt sind.

 

 

2,80-Euro-Angebot: „Der Vorstand empfiehlt Nicht-Annahme“

In einem aberwitzigen und seitens Dr. Zehetner sehr agressiv geführten Kampf, wandte sich im Frühjahr das Management unserer Immofinanz gegen das Teilangebot der CA-Immo, Aktien zum Kurs von EUR 2,80 zu erwerben:

http://immofinanz.at/de/investor-relations/meldungen/corporate-news/immofinanz-vorstand-empfiehlt-nichtannahme-des-teilangebots-von-ca-immo-o1-nicht-im-interesse-aller-aktionaere/ID11314

Massiv wurde den Aktionären nahegelegt, dieses Angebot nicht anzunehmen.

Heute kratzt der Kurs an der 2-Euro-Marke. Kaufbereite Aktionäre, die damals auf die eindringende Empfehlung des Vorstandes hörten, haben mit Stand heute einen Kursverlust bzw. einen Schaden von rund 26 Prozent erlitten!

Bereits am 7. Mai hat ein Leser die Frage gestellt, ob hier nicht eine bewusste Fehlberatung durch den Vorstand vorliegen könnte.

 

 

Diese These scheint insofern brisant, als der Vorstand ziemlich genau wissen musste, was nach dem gescheiterten Teilangebot der CA Immo und den mutwillig herbeigeführten Beschlüssen auf der Hauptversammlung mit dem Kurs passieren wird. Er musste nach unten gehen.

Außerdem musste der Vorstand zum damaligen Zeitpunkt bereits wissen, wie es um die (negative) Entwicklung des NAV steht.

Und er musste auch wissen, in welche negative Richtung sich die Zahlen unserer Immofinanz bewegen (Das Geschäftsjahr war kurz vor dem Ende und man hatte zumindest einen operativen Überblick über drei Quartale).

Trotz all dieser Faktoren kam die glasklare Handlungsempfehlung, die Aktien NICHT um 2,80 an die CA Immo zu verkaufen.

Die Frage, ob es sich um eine Fehlberatung durch den Vorstand handelte, ist mit Sicherheit auch juristisch interessant.

Wir halten Sie auf dem Laufenden, geschätzte Leser.