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Glaubt AR-Präsident Knap an unsere Immofinanz?

Dr. Knap ist seit 2008 Mitglied des Aufsichtsrates unserer Immofinanz.

Seit mehreren Jahren fungiert Dr. Knap sogar als Präsident des Aufsichtsrates unserer Immofinanz.

DDr. Knap hat sich – Stichwort Zehetner-Millionenbonus – sicherlich stets brav und loyal gegenüber Herrn Fries und gegenüber Alt-CEO Zehetner verhalten.

Aber glaubt er abseits seines Einsatzes für das monetäre Wohl von Einzelpersonen auch an unsere Immofinanz?

Ein Blick auf den aktuellen Aktienbesitz der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder (Seite 29 des aktuellen Geschäftsberichtes) lässt uns sehr daran zweifeln:

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Der mit Abstand am längsten dienende AR – noch dazu Präsident – hält mit Abstand die wenigsten Aktien an unserem Unternehmen. Nimmt man den die Gesellschaft beherrschenden AR Fries aus, sieht man, dass andere AR die 30- bis 50-fache Aktienzahl halten.

Es wäre höchst an der Zeit, dass auch der AR-Präsident ein Signal gibt, dass er an diese Gesellschaft glaubt.

Mehr Fachleute für unsere Immofinanz

Angesichts des mittelfristig deutlich wachsenden Portfolios unserer Immofinanz sollte endlich in Angriff genommen werden, die fachliche Expertise deutlich zu steigern.

im letzten Jahr wurde dies – mutmaßlich dank der Herren Zehetner und Fries – anlässlich der außerordentlichen Hauptversammlung ja in fataler Weise unterlassen: Bereits damals wäre es sinnvoll gewesen, den Aufsichtsrat mit echten Experten zu ergänzen. Stattdessen wurde die Dominanz des Herrn Fries auch im Kontrollgremium einzementiert.

Das ist nun – angesichts der noch einmal gestiegenen Herausforderungen – dringendst nachzuholen.

Das selbe gilt für die operative Ebene. Es braucht dringend Experten, die das Portfolio der CA-Immo kennen und eine Verschmelzung auch effizient vorantreiben können.

Wir gehen davon aus, dass man seitens des Managements unserer Immofinanz hoffentlich so klug war, sich die Dienste von Herrn Ettenauer, der als Ex-CEO die CA-Immo wie seine Westentasche kennt, zu sichern. Falls dem nicht so sein sollte, empfehlen wir dringend, ihn oder eine vergleichbare Persönlichkeit an Bord zu holen.

Mit dem bestehenden Personal – vor allem auf Aufsichtsebene einschließlich des Präsidenten Knap – sehen wir die kommenden großen Aufgaben als kaum effizient bewältigbar an.

 

 

HV-Vorschau (3) – Das Gespann Fries/Zehetner

Herr Fries ist zweifellos der mächtigste Mann in unserer Immofinanz. Dies gilt umso mehr, seit Dr. Zehetner auf der letzten Hauptversammlung massive satzungsändernde Beschlüsse durchdrückte (u.a. wesentlich reduziertes Quorum für verpflichtendes Übernahmeangebot). Die Position von Dr. Fries als dominante Figur ist seither einzementiert.

laut Quartalsbericht Q1 (Seite 23) hält Fries derzeit rund 6,5 Prozent am Unternehmen.

fries

Möglicherweise greift diese Darstellung, wie wir bereits in einem früheren Blogeintrag festgestellt haben, zu kurt. Denn neben der Gruppe Fries gibt es auch noch die Beteiligung von Herrn Scherb. Beim damaligen Kauf sind Scherb und Fries jedenfalls als Gruppe aufgetreten. Dass Scherb nach wie vor eine beträchtliche – wenngleich noch unter 5 Prozent – Beteiligung halten dürfte, ist aus unserer Sicht plausibel. Anders wäre nämlich die Entsendung des engen Scherb-Vertrauten Herrn Populorum in den Aufsichtsrat nicht zu erklären. Falls Scherb und Fries noch immer die selben Interessen verfolgen, kann von einem Einfluss auf rund 10 Prozent der Stimmrechte ausgegangen werden.

Mit diesen 10 Prozent kann künftig dank der o.a. Beschlüsse jede Hauptversammlung nach Belieben dominiert werden. Wir fragen uns, ob der sehr letzte Woche noch einmal in Erinnerung gerufene eigenwillige und unüblich rückwirkend gewährte Millionenbonus für Herrn Zehetner nicht damit im Zusammenhang stehen. Jedenfalls wird der Aufsichtsrat bei der Hauptversammlung sehr präzise Auskunft über die Umstände dieser seltsamen Bonuszahlungen an Herrn Zehetner zu geben haben.

HV-Vorschau (2) – der Zehetner-Bonus

In mehreren Blogeinträgen mussten wir uns mit einem seltsamen Arrangement auseinandersetzen, das sich Alt-CEO Zehetner vom Aufsichtsrat genehmigen lies.  Herr Zehetner handelte sich eine eine spezielle (und von allen anderen Vorständen abweichende) Bonusregelung aus: Eine Regelung, die ausschließlich auf die Ausschüttung einer Dividende abgestellt war (0,5 Prozent der Dividende).

Das ist ein durchaus lobenswerter Ansatz und auch interessant für Aktionäre, wenn sie sehen, dass der Erfolg des Vorstandes (Prämie) auch mit dem Erfolg für Aktionäre (Dividende) korreliert. Bonus, wenn Dividende. Kein Bonus, wenn keine Dividende. Ein fairer Deal!

Wir waren immer skeptisch, warum Herr Zehetner laufend alles mögliche versucht hat, um die ausgefallene Dividende mit anderen Formulierungen umzuargumentieren. (Stichwort: sein permanent getätigter, unsäglicher Sager: „Die BUWOG ist die Dividende“).

Aus auf Seite 34 des Geschäftsberichtes 2014/2015 findet sich folgende Formulierung:

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Der Aufsichtsrat hat also still und heimlich die Bonusregelung für Herrn Zehetner geändert. „Die BUWOG ist die Dividende“ hat sich letztlich doch als wahr herausgestellt. Allerdings nicht für uns Aktionäre, sondern einzig und allein für Herrn Zehetner. Denn in Abänderung der Bonusregelung kassiert Herr Zehetner für das längst vergangene und von den Aktionären längst abgesegnete Geschäftsjahr 2013/2014 nun plötzlich doch: 1,2 Millionen Euro.

Und auch für das Katastrophen-Geschäftsjahr 2014/2015 – wieder gibt es keine Dividende für die Aktionäre – kassiert Herr Zehetner wegen der leise abgeänderten Bonusregelung nun plötzlich doch: 1 Million Euro.

Macht 2,2 Millionen Euro Bonus für Herrn Zehetner. Und wir fragen: Wo war die Leistung, Herr Zehetner? Der BUWOG-Spin-Off, der kein echter Börsegang war? Wo war die Leistung, Herr Zehetner? Der Kurs, der seit 5 Jahren seitwärts geht? Die fehlgeschlagene Russlandstrategie? Die zurückgegangenen Auslastungen? Der Riesen-Verlust?

Wir sind gespannt auf die Ausführungen des Herrn Knap oder auch des Herrn Fries. Es gibt eine Reihe von Fragen, die die Aktionäre interessieren:

1. Wann genau erfolgte die Abänderung der Bonusregelung?

Der Geschäftsbericht 2013/2014 wurde im August 2014 veröffentlicht. Hier fand sich noch der Hinweis auf die alte Dividenden-Bonusregelung für das Geschäftsjahr 2013/2014. In diesem Geschäftwsjahr wurde auch der BUWOG-Spin-Off durchgeführt und im Bericht abgefeiert. Auf dieser Basis agierte auch im Oktober 2014 die Hauptversammlung

Das Geschäftsjahr ist längst vorbei. Und nun wird – über ein Jahr später – rückwirkend dieses Jahr wieder aufgemacht und damit Informationen aus dem vorigen Geschäftsbericht ins Gegenteil verkehrt.

Es wird interessant sein, zu erfahren, wann genau rückwirkend diese Regelung ins Gegenteil verkehrt wurde.

2. Auf wessen Initiative erfolgte diese stille rückwirkende Änderung der Bonusregelung?

Wir würden es interessant finden, zu erfahren, ob es nicht einen Zusammenhang mit der sehr aggressiven Abwehr der CA-Immo und der Einzementierung bestehender Großaktionäre gibt.

3. Wer sprach sich im Aufsichtsrat für und wer sprach sich gegen diese äußerst ungewöhnliche Maßnahme aus?

Wir werden uns die Ausführungen insbesondere von Herrn Knap, um die er sich kaum herumschweigen kann, sehr genau ansehen und entsprechende Folgeaktivitäten beraten.

Die Beteiligung von Dr. Fries

Der aktuelle Quartalsbericht Q1 gibt Auskunft über die aktuelle Beteiligung der Fries-Gruppe an unserer Immofinanz. Laut der Seite 23 des Berichtes hält Fries derzeit rund 6,5 Prozent am Unternehmen.

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Allerdings fragen wir uns, ob diese Darstellung nicht zu kurz greift. Denn neben der Gruppe Fries gibt es auch noch die Beteiligung von Herrn Scherb. Beim damaligen Kauf sind Scherb und Fries jedenfalls als Gruppe aufgetreten. Dass Scherb nach wie vor eine beträchtliche – wenngleich noch unter 5 Prozent – Beteiligung halten dürfte, ist aus unserer Sicht plausibel. Anders wäre nämlich die Entsendung des engen Scherb-Vertrauten Herrn Populorum in den Aufsichtsrat nicht zu erklären. Falls Scherb und Fries noch immer die selben Interessen verfolgen, kann von einem Einfluss auf rund 10 Prozent der Stimmrechte ausgegangen werden. Angesichts der von Dr. Zehetner auf der letzten Hauptversammlung durchgedrückten satzungsändernden Beschlüsse (u.a. wesentlich reduziertes Quorum für verpflichtendes Übernahmeangebot) erscheint diese Position, mit der die Gesellschaft jederzeit dominiert werden kann, auch einzementiert.

Wir fragen uns, ob der sehr eigenwillige und unüblich rückwirkend gewährte Millionenbonus für Herrn Zehetner nicht andere Gründe hat. Jedenfalls wird der Aufsichtsrat bei der Hauptversammlung sehr präzise Auskunft über die Umstände der Bonuszahlungen an Herrn Zehetner zu geben haben.