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Kapitalmarktkommunikation: Update

Wir haben ja bereits mehrfach die aus unserer Sicht sehr mangelhafte Kapitalmarktkommunikation unserer Immofinanz kritisiert.

Das hat sich in den letzten Monate ein wenig gebessert, auch wenn man klar festhalten muss, dass man Punkto Auftritte bei Road-Shows und Investorenkonferenzen weit etwa hinter der BUWOG hinterherhinkt.

Nun überrascht uns unsere Immofinanz aber mit einem durchaus guten Roadshow-Programm nach dem Jahreswechsel:

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Gleich drei Aktivitäten in den nächsten Monaten: Das ist aus unserer Sicht eine doch deutliche Verbesserung. Vielleicht nimmt man uns unsere Befürchtungen, die zuletzt auch im Magazin Trend artikuliert wurden, doch langsam zu Herzen.

 

 

 

Kommunikation: Fruchtet unsere Kritik?

Im heutigen „Top-Gewinn“ findet sich eine kleine Notiz, wonach auch unsere Immofinanz wie viele andere Unternehmen bei der heurigen „Gewinn-Messe“ im Oktober vertreten sein wird.

Konkret darf unser CEO Schumy am 20. Oktober eine halbe Stunde lang über unser Unternehmen referieren.

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Diese Kleinaktivität war bis vor kurzem die einzige im Unternehmenskalender publizierte Aktivität im vierten Quartal des Jahres.

Es scheint nun allerdings, dass man unsere permanente Kritik an kaum vorhandener Kapitalmarktkommunikation doch langsam ernst nimmt und erkannt hat, dass unser Management hier mehr tun muss. Denn unsere Immofinanz kommuniziert jetzt doch langsam wieder mit potenziellen Investoren.

So findet sich im Unternehmenskalender nun erfreulicherweise eine Investorenkonferenz der Erste Bank in Stegersbach (die BUWOG hat dies schon längst publiziert) und eine Road Show von Berenberg in London – beides im Oktober.

Das freut uns ausdrücklich, Herr Dr. Schumy!

 

 

Investorenkonferenz Warschau

Gestern und heute findet in Warschau die erste von bis zum Jahresende bislang lediglich zwei Aktivitäten unserer Immofinanz im Rahmen der Kapitalmarktkommunikation statt: Kepler Cheuvreux und die UniCredit veranstalten dort die „Emerging Europe Investment Conference“

Link zum Programm hier: http://pekaoib.pl/wp-content/uploads/2015/12/EEIC_Warsaw_Program1.pdf

Diese Veranstaltung hat sich in Warschau mittlerweile sicherlich etabliert, findet sie heuer doch bereits zum 13. Mal statt. Allerdings muss man sich angesichts der Teilnehmer vor Augen führen, dass dies keinesfalls eine Konferenz ist, die über Warschau hinaus von irgendeiner Relevanz ist. So war unsere Immofinanz neben 25 polnischen Teilnehmern nur eines von nur 4 Nicht-polnischen Unternehmen (Siehe oben verlinktes Programm).

Trotzdem sind derartige Aktivitäten essenziell und wir verstehen nach wie vor nicht, warum unsere Immofinanz derartige Events so stiefmütterlich behandelt. Wie wir bereits mehrfach in diesem Blog anmerken mussten, hinkt unser Unternehmen allen anderen Unternehmen aus der Peer Group hinterher. Der Kalender der BUWOG ist voll – wohl auch ein Grund, warum man unserer Immofinanz mittlerweile den Rang als wichtigste heimische Immobiliengesellschaft abgelaufen hat.

Uns würde freuen, wenn man den Aktionären nach dem Event ausführlich Bericht erstattet, ob sich die Veranstaltung gelohnt hat oder welches Stimmungsbild sich über das Investorenklima zeichnen ließ.

Weiters erneuern wir unseren Appell, sich intensiver an Investorenkonferenzen und Road Shows zu beteiligen. Auf der wesentlich größeren und um vielfaches wichtigeren EPRA fehlte man – ganz im Gegensatz zur BUWOG – leider.

 

 

BUWOG besiegt Immofinanz: Ursachenforschung

Dass ein vom Management ungeliebter kleinerer Unternehmensteil abgestoßen wird, passiert alltäglich. Dass dieser Teil dann innerhalb kürzester Zeit die Mutterfirma in den Schatten stellt, ja sogar imagemäßig der Lächerlichkeit preisgibt, ist hingegen äußerst selten.

Dr. Eduard Zehetner und seine damaligen Mitentscheider haben dieses unrühmliche Kunststück geschafft und erreicht, dass unsere Immofinanz  binnen nicht einmal zweieinhalb Jahren von der BUWOG völlig in den Schatten gestellt wird. Denn es ist die BUWOG, die vor kurzem Teil in jenem ATXfive ist, der für unsere Immofinanz längst keinen Platz mehr hat.

Neben der fatalen Zehetner-Fehlentscheidung des Jahres 2014, der auch der Anstoß unseren Aktionärsblog war (Wir laden Sie ein, unsere ersten Einträge dazu zu lesen), ist es aus unserer Sicht mit hoher Wahrweinlichkeit auch die de facto nicht stattfindende Kommunikation mit dem Kapitalmarkt unseres Unternehmens, die diese Entwicklung seit langem befeuert.

Denn im Unterschied zu unserer Immofinanz (der Blick auf den Unternehmenskalender mit nur zwei Kommunikationsaktivitäten bis Jahresende ist nach wie vor ernüchternd), sind die Kapitalmarktaktivitäten der BUWOG wirklich vorbildlich. CEO Riedl spult ein mehrfaches Pensum an Investorenkonferenzen und Road Shows ab als Alt-CEO Zehetner das gemacht hat und aktuell auch CEO Schumy macht.

Das ist zu wenig. Indizes lügen nicht. Und das Ranking im ATX five ist eine Quittung dafür.

Geschäftsbericht (5) – Kapitalmarktkommunikation

Die am letzten Freitag abermals thematisierte – laufend nach unten gehende – Kurszieleinschätzung von Analysten hat aus unserer Sicht unter anderem mit der völlig unzureichenden Kapitalmarktkommunikation unserer Immofinanz zu tun.

Investor Relations Aktivitäten für Institutionelle Anleger gibt es – vor allem im Vergleich mit den Mitbewerbern aus der Peer Group – nach wie vor nur in rudimentärem Ausmaß. Auch im vorliegenden Geschäftsbericht spielt das Thema „Investor Relations nur eine äußerst geringe Rolle:

Auf Seite 21 findet sich über die vergangenen Aktivitäten unserer Immofinanz lediglich folgender Passus:

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Von „zahlreich“ kann aus unserer Sicht keine Rede sein. Wir haben das in mehreren Blogeinträgen dokumentiert.

Ein Blick auf den aktuellen Kalender unserer Immofinanz zeigt, dass dieses höchst geringe Tempo auch weiterhin beibehalten wird.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/kalender

Bis Jahresende stehen derzeit nur 2 Investorenkonferenzen auf dem Programm – eine Kepler-Cheuvreux-Veranstaltung in Warschau und ein Event der Baader Bank in München.

Das ist aus unserer Sicht viel zu wenig. Wir laden Sie, geschätzte Leser, ein, sich im Vergleich dazu die Unternehmenskalender von Mitbewerbern anzusehen.

Die BUWOG beispielsweise ist hier wesentlich aktiver:

https://www.buwog.com/de/investor-relations/finanzkalender

Insbesondere die Nicht-Teilnahme an der wohl wichtigsten Investorenkonferenz in Europa – der EPRA – kann bei Aktionären nur Kopfschütteln auslösen. Warum man auch nicht an der Investorenkonferenz der Erste Bank in Stegersbach nicht dabei ist (oder nicht eingeladen wurde), halten wir ebenfalls für ein hoch problematisches Signal.

 

Kapitalmarktkommunikation – endlich tut sich was!

Mehrmals mussten wir kritisieren, dass es mit Blick auf den Veranstaltungskalender unserer Immofinanz, die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt nahezu gänzlich eingestellt wurde. Während andere Immobiliengesellschaften einen vollen Kalender hatten, war jener der Immofinanz gähnend leer.

Wir freuen uns, dass man sich unsere Kritik und Sorge mittlerweile zu Herzen genommen hat und nach Monaten der Stille endlich wieder Aktivitäten gezeigt werden.

http://immofinanz.at/de/investor-relations/kalender

Wir hoffen, dass diese Aktivitäten, die nach langer Zeit auch wieder ins Ausland (Amsterdam, London) führen, nicht wieder einschlafen.

 

CA-Immo-Kauf: Investorenecho?

Das seitens des Managements unserer Immofinanz gestartete Beginn einer langsamen Verschmelzung der Unternehmen Immofinanz und CA Immo und der angekündigte mittelfristigte Ausstieg aus Russland, ist, wie wir hier erklärt haben, durchaus zu begrüßen.

Natürlich sind einige Punkte, vor allem die Höhe des Kaufpreises der Anteile, kritisch zu hinterfragen, aber vieles vom dazu seitens Dr. Schumy Gesagtem, hebt sich sehr positiv von seinem Vorgänger Zehetner ab.

Dies gilt auch für den Bericht – anlässlich einer Kleininvestorenveranstaltung im letzten „Börse-Express“.

http://www.boerse-express.com/cat/pages/2789567/fullstory

Warum man angesichts der Tragweite der Entscheidung abermals auf ein derartiges Nieschenmedium zurückgreift und – bitte nicht falsch verstehen – lokalen Miniveranstaltungen den Vorzug gegenüber richtigen Roadshows gibt, verstehen wir allerdings wiederum nicht. Leider ist die Kapitalmarktkommunikation nach wie vor ein Stiefkind unserer Immofinanz.

Vielleicht ist auch das ein Grund, warum institutionelle Investoren bzw. deren Berater bislang nur sehr verhalten auf die jüngsten Ereignisse reagiert haben. So bestätigten die Analysten der Societe Generale ihr bisheriges, niedriges Kursziel. Lediglich für die Raiffeisen Centrobank reichte es bislang immerhin zu einer moderaten Anhebung des Ziels auf immerhin wieder über 2 Euro.

Wir ersuchen das Management einmal mehr um eine wesentlich aktivere Kommunikation. Endlich wird ein Schritt aus der Zehetner-Misere gewagt. Das gilt es breit und über unsere Landesgrenzen hinaus zu verkaufen!

 

Der IR-Manager des Jahres

Das Branchenblatt Der Börsianer (www.derboersianer.com) kürte in seiner aktuellen Publikation die 50 besten Investor Relations Manager Österreichs.

Hier erreicht die frühere Börse-Express-Redakteurin und nunmehrige Pressesprecherin und in Personalunion Investor Relations Managerin (angesichts der sehr unterschiedlichen Job Descriptions an sich ein Unikum) unserer Immofinanz, Bettina Schragl, den 17. Platz.

boersianer

Das ist durchaus respektabel für den Start, auch wenn es innerhalb des ATX-Segments nur zu einem hinteren Mittelfeldplatz gereicht hat.

Die Art und Weise der Bewertung ist allerdings etwas eigentümlich.

Bewertung

Wir fragen uns, wie die Wahl wohl ausgefallen wäre, hätten sich die Investor Relations Manager nicht untereinander wählen können, sondern wären echte Investoren und Aktionäre zur Urne geschritten. Denn von aktiver Kapitalmarktkommunikation kann bei unserer Immofinanz nicht die Rede sein.

Wir gratulieren trotzdem!

Investorenkommunikation – Man fehlt nun sogar auf der Mipim

Bereits mehrmals mussten wir erhebliche Kritik an unserer Immofinanz üben, da unseres Erachtens VIEL zu wenig mit potenziellen Investoren kommuniziert wird.

Mit einiger Bestürzung haben wir nun dem Wochenend-Standard entnommen, dass man es seitens unseres Unternehmens nun offenbar nicht einmal mehr für nötig erachtet, bei der weltgrößten Immobilienmesse Mipim als Aussteller vor Ort sein Portfolio zu präsentieren:

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Das ist leider ein weiteres Alarmsignal. Die Erklärung von Frau Schragl, man sei ohnehin als Gast dort, kann doch um Gottes Willen nicht ernst gemeint sein!

Selbstverständlich kann man über das Für und Wider von aktiven Kommunikations- und Werbemaßnahmen diskutieren, aber sich von aktiver Kommunikation nahezu gänzlich zu verabschieden, kann gerade angesichts der aktuell krisenhaften Situation gepaart mit offensichtlicher Investorenverunsicherung keine akzeptable Lösung sein.

Kommunikation mit institutionellen Investoren eingestellt?

Abgesehen von einem Interview mit einem alles andere als Massenmedium zu bezeichnenden Online-Anbieter („Börse-Express“) und einem Auftritt vor Kleinanlegern sieht und hört man nichts von Kommunikaitonsaktivitäten unserer Immofinanz.

Ein Blick auf den Unternehmenskalender auf der Immofinanz-Website zeigt folgendes Bild:

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16. und 17. März die veröffentlichung der Quartalszahlen. Kein Termin einer Road-Show, keine andere für die Öffentlichkeit interessante Aktivität. Nichts. Es ist fraglich, ob man einzig und allein für die Ankündigung der Verlautbarung überhaupt einen Kalender braucht.

Bei anderen Unternehmen, geschätzte Leser, gibt es andere Standards und zahlreiche Aktivitäten. Dazu brauchen wir nicht einmal weit in die Ferne schweifen, sondern uns lediglich die BUWOG ansehen. Der Unternehmenskalender im vergleichbaren Zeitraum sieht folgendermaßen aus:

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Öffentliche Auftritte, Roadshows im In- und Ausland. Das ist so ziemlich das, was man von einem Management eines ATX-Unternehmens, dessen Kurs zudem am Boden ist, auch erwarten müsste.

Die so genannten „Investorenupdates“ auf der Immofinanz-Website, die sehr oberflächlich und wie Werbefolder gestaltet sind, entlocken Fondsmanagern und anderen Institutionellen höchstens ein müdes Lächeln und können niemals ein Ersatz für Außenaktivitäten sein.

Wir fragen uns:

  • Hat unsere Immofinanz die Kommunikation mit institutionellen Investoren mittlerweile völlig aufgegeben?
  • Ist die aktuelle Presseabteilung mit einer ehemaligen Redakteurin des oben erwähnten Börse-Express überhaupt befähigt, derartige Aktivitäten zu setzen?

oder das schlimmste Szenario

  • wird unsere Immofinanz mittlerweile nicht einmal mehr zu solchen Events eingeladen?