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IVA Rasinger zu neuer Wandelanleihe

Wer die handzahmen Auftritte von IVA-Präsident Rasinger in den Hauptversammlungen kennt, wird einigermaßen überrascht sein, dass er angesichts der Bedingungen der neuen Wanelanleihe durchaus zu Kritik an unserer Immofinanz fähig ist.

https://aktien-portal.at/shownews.html?id=45615&s=Immofinanz-Immofinanz—Rasinger%3A-Umtausch-Angebot-nur-an-Fonds-%22%26%23228%3Brgerlich%22

Zwar verliert er kein Wort auf die traurig niedrigen Umtauschkurse als Manifest des Kursniedergangs unserer Immofinanz. Aber er moniert nicht ganz zu Unrecht, dass der private Streubesitz anders behandelt wird als institutionelle Anleger.

Zwar sind wir der Meinung, dass nach wie vor viel zu wenig getan wird um institutionelle Investoren für unser Papier zu interessieren (Wobei Kommunikation auch kein Wundermittel ist, wenn die Unternehmensstrategie in wesentlichen Fragen unattraktiv oder nicht erkennbar ist), allerdings sind aus unserer Sicht alle Aktionäre gleich zu behandeln.

Hier hat Rasinger recht. In diesem Sinne hoffen, wir dass er bei der nächsten Hauptversammlung in einigen Punkten kritischer gegenüber dem Management auftritt.

Kauf CA Immo – Synergieeffekte

 

Gestern haben wir errechnet, dass unsere Immofinanz für den Erwerb der Anteile an der CA Immo insgesamt 160 Millionen Euro Aufschlag auf den aktuellen (uns sich bereits jetzt sehr nahe am NAV befindlichen) Börsekurs bezahlt hat.

Angesichts einer wenig realistischen Explosion des Aktienkurses weit über den NAV hinaus, wären zu erwartende Synergieeffekte ein potenzieller Hebel, diese Mehrzahlung auszugleichen.

Wie bereits in unserem gestrigen Blogbeitrag angemerkt, teilen wir allerdings im wesentlichen die Bedenken des IVA bzw. des Herrn Rasinger.

http://www.finanzen.at/nachrichten/aktien/Immofinanz-CA-Immo-Kleinaktionaersvertreter-Vorerst-keine-Synergien-1001154765

Dies gilt auch für seine Skepsis bezüglich der zu erwartenden Synergieeffekte.

Selbst wenn die jährlichen Synergien zur Gänze so eintreten, wie man seitens des Managements verlautbart hat – nämlich 30 Millionen Euro pro Jahr, würde man (vorausgesetzt, der CA-Immo-Kurs bleibt in der Nähe des NAV) fast 6 Jahre brauchen um diese 160 Millionen Euro zu kompensieren.

Leider haben wir allerdings wie Herr Rasinger Grund zu der Annahme, dass diese 30 Millionen deutlich zu hoch gegriffen sind.

Es erschließt sich uns nicht, warum durch das Zusammengehen etwa die Maklerkonditionen günstiger werden sollen. Auch die durch das Zusammengehen prognostizierte Verringerung der Leerstände sehen wir angesichts der aktuellen Leerstandsraten der CA Immo nicht. Die Einsparungen bei den Verwaltungskosten erscheinen uns ebenfalls sehr ambitioniert.

Es gibt daher eine Reihe von Gründen, anzunehmen, dass die Einsparungen von 30 Millionen nicht erreicht werden und damit die Kompensation der Mehrzahlung von 160 Millionen Euro noch deutlich länger als die o.a. 6 Jahre dauern dürfte.

Trotz der grundsätzlichen Richtigkeit der Maßnahme gibt es daher wenig Anlass für Euphorie. Wie institutionelle Investoren (bzw. deren Berater) das sehen, werden wir morgen analysieren.

 

Kaufpreis der CA-Immo-Anteile

Geschätzte Leser, nach erster Analyse der Situation bleiben wir dabei, dass ein Zusammengehen der beiden Immobiliengesellschaften unterm Strich als durchaus positiv zu sehen ist.

Allerdings gibt es einige Punkte, die doch kritisch zu hinterfragen bzw. anzumerken sind:

Wir können die Kritik von IVA-Präsidenten Rasinger hier durchaus nachvollziehen und teilen sie zum größeren Teil.

http://www.finanzen.at/nachrichten/aktien/Immofinanz-CA-Immo-Kleinaktionaersvertreter-Vorerst-keine-Synergien-1001154765

Der Kaufpreis von 23,50 Euro erscheint exorbitant hoch, vor allem gemessen an der aktuellen Situation in der sich die CA-Immo-Aktie befindet.

Die Aktie liegt derzeit – im Unterschied zur Aktie unserer Immofinanz – vergleichsweise nahe beim Net Asset Value (NAV). Gekauft wurde mit einem beträchtlichen Aufschlag auf den aktuellen Börsenkurs.

Die Mehrkosten gegenüber dem aktuellen Kurs betragen ganze 160 Millionen Euro.

Durch die Kursnähe zum Net Asset Value wäre dadurch ein unrealistisch hohe Kurssteigerung notwendig. Diese sehen wir derzeit nicht. Warum man hier nicht den Weg über die Börse gewählt hat, verstehen wir nicht ganz.

Auch das Thema Synergieeffekte sehen wir ähnlich kritisch wie Herr Rasinger. Mehr dazu in in unserem morgigen Beitrag.

 

Warum der IVA keine Option ist

Der so genannte Interessensverband der Anleger IVA versteht sich als „unabhängige Interessenvertretung für private Minderheitsaktionäre und Anleger gegenüber dem Gesetzgeber, Mehrheitsaktionären, Vorstand, Aufsichtsrat und Abschlussprüfern.“

Wir halten einen derartigen Verband und die Aktivitäten des Präsidenten Wilhelm Rasinger im Sinne der Stärkung der Aktionärsdemokratie eigentlich für außerordentlich wertvoll.

Im Falle der Immofinanz stellt sich dies aber gänzlich anders dar, weshalb der IVA für kritische Aktionäre nicht im Entferntesten eine Option ist.  Warum der IVA keine Option ist weiterlesen