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Offener Brief von Petrus Advisers (K. Umek)

Bereits mehrmals ließ der Finanzinvestor Petrus Advisers (CEO Klaus Umek) seinen Unmut über die aktuelle Performance unserer Immofinanz kund tun – jeweils über das Branchenmedium www.derboersianer.com .

Nun artikuliert der Investor seine Kritik auch in der breiteren Öffentlichkeit und wählte dafür den Weg eines großflächigen Inserates in der heutigen „Presse“. Zumal wir den Kern der Kritikpunkte teilen und wir jene Punkte, die wir etwas anders sehen, durchaus als legitime Position ansehen, hoffen wir, dass Petrus Advisers nichts dagegen haben, diesen offenen Brief auch auf unserer Website zum Zwecke der noch weiteren Verbreitung publizieren:

Es freut uns, dass das fundamentale Problem unserer Immofinanz – nämlich die von Alt-CEO Zehetner zu verantwortende Russlandlastigkeit des Unternehmens, auch von anderen Aktionärskreisen als Kernproblem angesehen wird.

Wir unterstützen daher voll und ganz die in diesem offenen Brief angestellte Diagnose. Russland ist DAS Problem unserer Immofinanz! Bezüglich Zeitpunkt des Abverkaufes fordern wir aber ein, darauf zu achten, nicht wieder einen völlig ungeeigneten Zeitpunkt dafür zu wählen. (Wie es etwa bei der BUWOG mehrmals passiert ist) – da unterscheidet sich unsere Forderung von der Petrus-Forderung in Nuancen.

Die Leerstandsproblematik (Büro) unserer Immofinanz ist evident und wurde mehrmals auch auf unserem Blog kritisiert. Es gibt zwar in Deutschland, Österreich und Rumänien leichte Anzeichen der Besserung. Aber nach wie vor hinkt man den Branchenwerten hinterher. Auch hier deckt sich die Petrus-Diagnose mit der unseren.

Die Forderung nach einem Übernahmeangebot an die freien CA-Immo-Aktionäre von EUR 23,50 ist verständlich und könnte dem aktuellen Management unter Dr. Schumy noch auf den Kopf fallen – denn wir haben immer kritisiert, dass wir den damaligen Kaufpreis von 23.5 pro Aktie als für deutlich zu hoch empfanden. Die Forderung nach „gleichem Recht für alle“ ist aber mehr als verständlich.

Der geforderte Aktienrückkauf wurde ja bereits gestern angekündigt. Wir sehen das ambivalent. Richtig gemacht, kann er definitiv positive Auswirkungen haben – eine Umsetzung a la Zehetner würde aber einmal mehr bedeuten: Außer Spesen nichts gewesen.

Abschließend deponieren wir noch einmal ausdrücklich diese Aktionärsaktivität von Klaus Umek – auch wenn wir in einzelnen Punkten etwas abweichende Ansichten haben. Den Kern der Kritik teilen wir jedenfalls!

 

Zehetner-Altlast Immoeast

Der heutige KURIER berichtet, dass das Management unserer Immofinanz neben zahlreich bereits beendeten Zivilverfahren eine weitere juristische Altlast von Problem-CEO Eduard Zehetner beseitigen möchte: Die Abfindung von bei der Verschmelzung zwischen Immofinanz und Immoeast damals benachteiligter Immoeast-Aktionäre.

https://kurier.at/wirtschaft/immofinanz-frueheren-immoeast-aktionaeren-winkt-ordentliche-millionen-nachzahlung/249.298.530

Diese Fusion im Jahr 2010 hatte Zehetner ebenso zu verantworten, wie den nun fast sieben Jahre andauernden Rechtsstreit mit Immoeast-Aktionären. Einzige Gewinner einmal mehr: Die Anwälte.

Wir halten es auch hier für richtig, dass Dr. Schumy konsequent bemüht ist, juristische Streitereien endlich hinter sich zu lassen, damit endlich der Blick nach vorne frei wird.

 

Update Kursziele

Unsere Immofinanz tritt im Bereich der Kursziele zeit einigen Wochen auf der Stelle. Die Kursziele der Analsysten haben sich in den letzten 3 Monaten nicht verbessert – wenigstens konnte die unter Alt-CEO Zehetner durch zahlreiche Fehlentscheidungen und fragwürdig-emotionale Auftritte eingeleitete Abwärtsspirale vorerst eingedämmt werden. Das ist ein kleiner Hoffnungsschimmer:

Durchschnittlich bewegt man sich nach wie vor nur knapp über der 2 Euro-Marke – das ist überaus trist, wenn der innere Wert der Aktie (Net asset value, NAV) herangezogen wird. Der ist laut dem letzten Quartalsbericht Q2 derzeit bei EUR 3,14 ! Von Aufholprozess kann nach wie vor keine Rede sein. Es scheint, als warteten die Analysten auf große Entscheidungen zu Russland. Wir hoffen ebenfalls, spätestens im heuer früher erscheinenden Geschäftsbericht (Rumpfjahr) klare Aussagen zu bekommen.

 

Berichterstattung im aktuellen „Trend“

Der aktuelle „Trend“ (Ausgabe Nr 5/2017) greift angesichts der tristen Lage unserer Immofinanz eine ganze Reihe von uns seit langem artikulierter Themen auf. Der geschätzte Journalist dürfte sich bei der Recherche recht intensiv mit unserem Blog beschäftigt haben.

So werden im überaus informativen Artikel „Russisches Roulette“ (Print, noch nicht online)  folgende Sachverhalte thematisiert:

  • Dramatischer Kursverlust unserer Immofinanz:
    • „Die Aktionäre des heimischen Immobilienkonzerns Immofinanz haben wenig zu lachen. Während alle anderen Immobilienaktien in Österreich schon länger eine überdurchschnittliche Performance zeigen, geht es mit deren Aktie bergab“ Der Artikel verweist auf die Mitbewerber Conwert, S-Immo und CA-Immo. Unseren diesbezüglichen Blogeintrag finden Sie hier.
  • Des weiteren wird die jüngste Wandelanleihe kritisiert. Den Blogeintrag darüber und den folgerichtigen Kurssturz finden Sie hier.
  • Die Unmutsäußerungen des Investmentbankers Klaus Umek (Petrus Advisors) haben die Leser unseres Blog hier auch bereits gelesen.
  • Das Russland-Portfolio mit dem weiteren möglichen Abwertungsbedarf wird im Artikel als größtes Problem ausgemacht – auch das sehen wir ebenso, wie Sie hier noch einmal nachlesen können.

Insgesamt freut es uns, wenn wir vermehrt von Journalisten als Anlaufstelle und Recherchegrundlage genutzt werden. Noch mehr würde es uns allerdings freuen, wenn der Kurs der Aktie – wie es auch der Autor des Artikels erhofft – endlich nach oben gehen würde.

Verkäufe in Köln

Gestern gab unsere Immofinanz einen weiteren Immobilien-Abverkauf bekannt. Es handelt sich um das so genannte Friesenquartier in Köln, sowie um das gerade errichtete Hotel sowie unentwickelte Flächen des zweiten Bauabschnitts im Prestige-Objekt Gerling Quartier.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/corporate-news/immofinanz-verkauft-friesenquartier-sowie-zweiten-bauabschnitt-des-gerling-quartiers-in-koeln-an-quantum-und-proximus-deutschland-bleibt-wichtigster-wachstumsmarkt-im-buerobereich/ID13168

Einmal mehr wird mit der Portfoliooptimierung argumentiert, wonach etwa Hotels, Garagen oder eben auch Wohnungen nicht in das Retail- und Büroportfolio unserer Immofinanz passen.

Wir wundern uns, dass man – es ist nur eine Woche her – für Österreich sichtlich diese Argumente nicht verwendet. Hier gibt es einen Hotel-Bau sowie Wohnungsbauten.

Von entscheidender Bedeutung werden die Konditionen v.a. hinsichtlich des Gerling Quartiers sein. Wir erinnern uns an die exorbitanten Kostenüberschreitungen von 50 Millionen Euro aus dem letzten Geschäftsbericht.

Wir werden den Verkaufsprozess jedenfalls genau beobachten.

 

Kursbilanz Dr. Schumy

Bereits in unserem ersten Blogeintrag kritisierten wir anhand von Vergleichscharts die extrem schlechte Performance des Aktienkurses unserer Immofinanz mit der Peer Group. Wir wiederholten in der leidvollen Ära Zehetner diese Vergleiche und kamen jedesmal zum selben Ergebnis: Unser Unternehmen performte jeweils und ohne Ausnahme überaus unterdurchschnittlich – in der Regel war man Schlusslicht.

Auch in den offiziellen Publikationen unserer Immofinanz (Quartalsberichte bzw. Geschäftsberichte) zeigte sich ohne Ausnahme das selbe Bild.

Im Unterschied zu punktuellen inhaltlichen Verbesserungen der Ära Schumy (Weg von der Ankündigung hin zum Umsetzen, weitgehende Einstellung der sündteuren Zivilprozesse, wesentlich besserer Umgang mit Aktionären etc) ist doch eines gleich geblieben: Unsere Immofinanz ist weiterhin gefangen in einer beängstigenden Abwärtsspirale. Denn auch seit Amtsantritt CEO Schumy gibt es eine Konstante: Unsere Immofinanz als deutliches Schlusslicht. Während andere im Kurs deutlich zulegen, verliert unsere ohnehin schon abgehängte Immofinanz noch einmal deutlich.

Dieses Chart zeigt die Kursentwicklung seit Amtsantritt von Dr. Schumy in Relation zu heimischen Mitbewerbern. Ein trauriges Bild!

Besonders entmutigend ist, dass sich das Auseinanderdriften der Kursschere in den letzten Monaten noch einmal deutlich beschleunigt hat.

Nach wie vor vermissen wir – und wohl auch zahlreiche institutionelle Investoren – eine klare, präzise Strategie zu Russland. Wir vermissen ebenso einen klaren Fahrplan bezüglich der Fusion mit der CA Immo und wir orten eine diffuse Außendarstellung unseres Unternehmens hinsichtlich der Schwerpunktsetzung (Stichwort: Immofinanz baut wieder Wohnungen und Hotels)

 

 

Immofinanz baut Hotel – Strategie?

Mit einigem Erstaunen vernahmen wir letzte Woche, dass unsere Immofinanz in Österreich ein Hotel baut – 2019 soll am Wienerberg gemeinsam mit der Novum Hotel Group ein Hotel unter dem „Holiday Inn“-Label entstehen.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/corporate-news/novum-hotel-group-und-immofinanz-stellen-neue-hotel-landmark-in-wien-vor/ID13157

Wir maßen uns nicht an, zu bewerten, ob das wirklich ein zukunftsfähiger Standort für ein 200-Zimmer-Hotel sein kann. Wir haben allerdings unsere Zweifel.

Was uns allerdings einmal mehr stutzig macht ist die weitere Verwässerung der 2-Branchen-Strategie unserer Immofinanz. Bei jeder Hauptversammlung und in jeder Publikation wird die nunmehrige Fokussierung auf die Bereiche Retail und Büro geradezu gebetsmühlenartig betont.

Davon kann aber – speziell in Österreich – nicht die Rede sein. Zum einen werden Büroimmobilien und auch Retailobjekte verkauft, zum anderen werden Wohnungen und nun auch ein Hotel gebaut.  Diese strategische Diffusität lässt sicher nicht nur uns, sondern wohl auch so manchen Investor etwas ratlos zurück.

 

Auflösung der Aviso Zeta

Was im Rahmen der letzten Hauptversammlung unserer Immofinanz schon in die Wege geleitet wurde, kann jetzt als fix angesehen werden: Die Aviso Zeta, die „bad bank“ der ehemaligen Constantia Privatbank, wird aufgelöst.

http://www.boerse-express.com/pages/2851922/newsflow

Damit wird demnächst ein Kapitel abgeschlossen sein: Nahezu sämtliche Anlegerklagen und andere Zivilverfahren sind beigelegt – ein wirklicher Erfolg von CEO Schumy, der die diesbezügliche Politik von Alt-CEO Zehetner um 18ß Grad gedreht hat.

Begleitet von den unerträglichen Zehetner-Stammtischtönen war die Aviso Zeta jahrelang Sinnbild für Vergangenheitsbezogenheit und eine Goldgrube für Anwaltskanzleien. Diese sündteuren Aktivitäten gehören nun nahezu gänzlich der Vergangenheit an – Schumy hat den Blick nach vorne gerichtet. Wir halten das für ein wertvolles Signal an die Aktionäre!

Aktienkurs: Schlusslicht Immofinanz

Der aktuelle Quartalsbericht unserer Immofinanz bietet hinsichtlich der Performance der Aktie ein leider sehr vertrautes Chart:

Unsere Immofinanz hinkt weiterhin allen anderen Titeln und Indizes hinterher. Von Aufholprozess keine Spur. Das Loch, dass unter Alt-CEO Zehetner aufgerissen wurde, konnte unter CEO Schumy in den letzten 15 Monaten maximal stabilisiert werden.

Wir erhoffen uns für das neue Jahr, dass wir Aktionäre wieder bessere Nachrichten zu lesen bekommen.

Insgesamt dürfen wir für das Jahr 2016 kurz resümmieren:

Was hat uns gefallen:

  • Unter CEO Schumy folgen Worten stets Taten. Ein völliger Paradigmenwechsel im Vergleich zu Ankündigungsweltmeister und Umsetzungszwerg Zehetner. Wir teilen bei weitem nicht jede Maßnahme, aber durch Schumy kehrt für den Aktionär endlich wieder mehr Verlässlichkeit ein.
  • Der Stil Marktteilnehmern und Aktionären gegenüber hat sich gegenüber Stammtisch-CEO Zehetner ebenfalls drastisch verbessert.
  • Weitgehender Schlussstrich unter diverse Klagen und Zivilprozesse. Die Settlements mit Aktionären – aber auch mit Ex-Vorstand Gertner – sind uneingeschränkt positiv, da sie den Blick nach vorne ermöglichen und nicht nur Anwälte im Sold halten.
  • Die Kapitalmarktkommunikation – von uns lange kritisiert – hat sich in den letzten Monaten deutlich intensiviert. Das ist jedenfalls begrüßenswert. Unseres Erachtens geht hier aber noch mehr.

Was hat uns nicht gefallen:

  • zu teurer Erwerb der CA-Immo-Anteile. Wir halten den Preis dafür für deutlich zu hoch.
  • zu billiger Verkauf der BUWOG. Hier haben andere einen goldenen Schnitt gemacht – unsere Immofinanz leider nicht.
  • Zehetners Russland-Desaster weiterhin nicht gelöst. Trotz leichter Erholung der Rahmenbedingungen musste massiv abgewertet werden – neuerliche Abwertungen drohen. Wir hoffen, dass man wenigstens hier den richtigen Zeitpunkt für die Abspaltung/den Verkauf erwischt
  • Mehr als traurige Entwicklung der Zahlen und des Aktienkurses. Unsere Immofinanz bekommt zusehends ein Flop-Image.

Geschätzte Leser, wir bedanken uns für Ihre Treue und wir freuen uns, dass wir dieses Jahr mit konstant hohen – sogar neuerlich gestiegenen –  Leserzahlen aufwarten konnten. Bitte halten Sie uns auch im kommenden Jahr die Treue:

Mit den besten Wünschen für den Jahreswechsel. Wir sind im neuen Jahr in bewährter Weise wieder für Sie da.

 

Weiterer Immobilien-Abverkauf

Gestern gab das Management unserer Immofinanz bekannt, sich von weiteren österreichischen Immobilien getrennt zu haben.

http://www.immofinanz.com/de/investor-relations/meldungen/corporate-news/immofinanz-verkauft-kleinteiliges-oesterreichisches-retail-spezialportfolio-und-setzt-konzentration-auf-kernbereiche-fort/ID13123

Immerhin 108.000 Retail-Quadratmeter wurden verkauft – offenbar um damit weiter die beiden Marken Vivo (sehen wir kritisch) und Stop Shop (sehen wir tendenziell positiv) voranzutreiben.

Interessant wäre einmal mehr, wie sich der Verkaufserlös im Vergleich zum Buchwert darstellt. Leider blieb man diese Information – wie relativ häufig in letzter Zeit – schuldig. Wir erhoffen uns hier spätestens im Geschäftsbericht Antworten.

Mit Spannung erwarten wir auch die kommenden Halbjahreszahlen bzw. den Halbjahresbericht am Montag. Wir werden in gewohnter Weise analysieren.